VUT 19.12.2017Autor_in: Verena Blättermann

Die Weihnachtspost des VUT

Liebe Mitglieder, liebe Freund_innen des VUT, liebe Partner_innen,

wir möchten Ihnen und Euch auf diesem Wege ein wunderbares Weihnachtsfest, entspannte Feiertage sowie einen großartigen Start in das neue Jahr wünschen.

Unsere VUT-Weihnachtspost gibt wie jedes Jahr einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Jahres aus Sicht unseres Verbandes.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Ihnen und Euch im neuen Jahr.

Frohe Feiertage und ein entspanntes Jahresende

wünscht


der VUT - Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V.

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Wichtige Info:

Unsere Geschäftsstelle ist vom 22.12.2017 bis einschließlich 05.01.2018 geschlossen.
Ab dem 08.01.2018 sind wir wieder in der Geschäftsstelle erreichbar.


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Foto: Anke Peters

Désirée Vach ist neue Vorstandsvorsitzende

Auf den VUT Indie Days im September übergab Christof Ellinghaus den Vorstandsvorsitz des Verbandes an Désirée Vach. Seit 2014 ist die Inhaberin des Labels Snowhite Records als Vorstandsmitglied aktiv und hat unter anderem das Netzwerk Music Industry Women mitgegründet. Zu ihren Hauptanliegen zählen der faire Marktzugang und die Stärkung der kleinen und mittleren unabhängigen Unternehmen der gesamten musikwirtschaftlichen Wertschöpfungskette sowie noch transparentere Beziehungen zwischen Künstler_innen und ihren Partner_innen. Außerdem will sie das Thema Diversität in der Musikwirtschaft vorantreiben. Das große Potenzial im Streamingmarkt ist ihr ebenfalls eine Herzensangelegenheit.

Mark Chung ist weiterhin stellvertretender Vorsitzender und Matthias Böttcher, Petra Deka, Ronny Krieger, Fritz Krings, Frank Spilker, Birte Wiemann, Thomas Zimmermann und Jorin Zschiesche sind als Vorstandsmitglieder tätig.

Weitere Informationen zu unserem Vorstand gibt es hier.

Foto: Désirée Reimer

Den Value Gap schließen - Gleiche Regeln für gleiche Musikangebote

2017 stand das Schließen des sogenannten Value Gaps im Fokus unserer politischen Arbeit. Als Value Gap wird die Diskrepanz zwischen den Zahlungen je Abruf eines Musikwerkes von Diensten wie YouTube im Vergleich zu den entsprechenden Ausschüttungen der volllizenzierten Streamingdienste wie Spotify oder Deezer bezeichnet. Aus unserer Sicht kann sich nur dann ein marktgerechter Preis für das Musikstreaming bilden, wenn Dienste wie YouTube verpflichtet sind, ihre Inhalte zu lizenzieren und sich andernfalls schadensersatzpflichtig machen.

Wir begleiten die Vorgänge zusammen mit IMPALA, dem europäischen Dachverband, auf europäischer Ebene und haben uns in Gesprächen und Stellungnahmen für Artikel 13 zusammen mit Erwägungsgrund 38 der Urheberrechtsrichtlinie ausgesprochen. Nun erwarten wir gespannt die Abstimmung im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments im Frühjahr und dass sich auch die deutsche Regierung im Rat diesbezüglich positioniert.

Grafik: Christoph Bruns

Die Themen der unabhängigen Musikbranche zur Bundestagswahl 2017

Wir haben zum Bundestagswahljahr 2017 zentrale Themen für kleine und mittlere Musikunternehmen hier vorgestellt und zusammen mit unseren Wahlprüfsteinen an die Parteien versendet. Darunter sind Themen wie Value Gap, Rechtsdurchsetzung, Vielfalt im Radio, Musikwirtschaftsförderung und Doppelbesteuerung. Was die verschiedenen Parteien zu unseren Vorschlägen sagen, lässt sich hier nachlesen. Die genannten Themen werden uns auch in das Jahr 2018 begleiten. 

 

Grafik: Tobias Schmid / Monstergroovez

Erklär´ mir die Musikwirtschaft

Wir haben das VUT-Musikuniversum für alle, die die Musikwirtschaft mit all ihren Akteur_innen besser verstehen wollen, aktualisiert und weiterentwickelt. Es ist als Poster und als Download erhältlich.

2018 wird es zudem eine interaktive Version geben, die die nötigen Begriffsdefinitionen liefert. Des Weiteren war unser Geschäftsführer Jörg viel in Deutschland unterwegs und hat das Musikuniversum in Workshops erklärt. Wer also gern das Musikuniversum im Detail verstehen möchte, kann sich bei ihm melden.

Foto: Bernd Jonkmanns

Die VIA! VUT Indie Awards 2017

Das dritte Jahr in Folge waren wir auf dem Reeperbahn Festival zu Gast und haben dort unsere VIA! Awards verliehen. Nosoyo, Audiolith, Die Höchste Eisenbahn, Gurr, Jan Böhmermann und Trikont durften sich dieses Jahr über einen Award freuen. Spontan überreichte Rocko Schamoni, der Laudator des Preises für Jan Böhmermann, unter Beifall des Publikums den Award an Feine Sahne Fischfilet. Wie diese Geschichte weiterging, könnt Ihr auf den Social-Media-Kanälen der genannten Protagonisten nachlesen, aber das Ergebnis ist umwerfend: Feine Sahne Fischfilet spendeten 5.000 Euro an Jugend Rettet e.V..

Die gesamte Shortlist der VIA! Awards gibt es hier zu sehen und zu hören und die Videos aller Nominees kann man hier anschauen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, die auch weiterhin Hauptförderer der Awards sein wird, und an den Hamburger Musikliebhaber für die Unterstützung der VIA! Awards.

Und wer musikalische Inspirationen für die freien Tage sucht oder einfach Abwechslung zu den alljährlichen Weihnachtssongs braucht, wird in unserer Longlist der VIA! Awards sicherlich fündig.



                                                                                                                               

Foto: Marc Böhlhoff

Das waren die VUT Indie Days 2017

Auch 2017 waren wir mit unseren Indie Days wieder Teil des Reeperbahn Festivals in Hamburg. Das VUT Indie House diente wieder als zentraler Treffpunkt für VUT-Mitglieder, unabhängige Musikunternehmen aus dem In- und Ausland und Freund_innen des Verbandes. Außerdem fanden dort Workshops, Panels und Get-together statt.

Wer es dieses Jahr nicht nach Hamburg geschafft hat, findet hier eine Auswahl an Videos unserer Sessions.

Wir freuen uns sehr, auch in den nächsten Jahren Teil des Reeperbahn Festivals zu sein, daher bitte schon jetzt den 19. bis 22.09.2018 im Kalender vormerken!

Logo: GVL

VUT setzt sich für mehr Mitbestimmung bei der GVL ein

Anfang des Jahres haben wir Beschwerde gegen den Gesellschaftsvertrag der GVL beim Deutschen Patent- und Markenamt eingereicht. Hier warten wir immer noch auf die abschließende Mitteilung des DPMA.

Unseres Erachtens erfüllt der Gesellschaftsvertrag nicht die Vorgaben des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG), da aktuell kein angemessenes und wirksames Verfahren der Mitwirkung von Berechtigten existiert. Die Stimmen der unabhängigen Labels haben momentan keinen Einfluss. Daher werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass es hier zu einer entsprechenden Änderung kommt.

Den Umstellungsprozess der EDV begleiten wir weiterhin in der Sache proaktiv und in der Umsetzung mit der nötigen konstruktiven Kritik.




Grafik: WIN

Der weltweite Marktanteil der unabhängigen Musiklabels ist auf  38.4% gestiegen

WIN (Worldwide Independent Network) hat 2017 erneut eine umfassende Studie veröffentlicht. Demnach ist der weltweite Marktanteil der unabhängigen Labels von 37,6 Prozent auf 38,4 Prozent im Vergleich zu 2015 gewachsen und der Streamingumsatz um ganze 80,4 Prozent gestiegen. Mit diesen positiven Zahlen starten wir in das neue Jahr.

Die gesamte Studie steht hier zum Download zu Verfügung.



Foto: Marc Böhlhoff

Die zweite Runde des Mentoring-Programms für Frauen* in der Musikwirtschaft ist zu Ende gegangen  

Im Rahmen des Netzwerks Music Industry Women fand von September bis Dezember 2017 die zweite Runde des VUT-Mentoring-Programms in Kooperation mit der Berlin Music Commission und dieses Mal gefördert durch die Musicboard Berlin GmbH statt. 15 Mentorinnen und 15 Mentees aus u.a. den Bereichen Label, Verlag und Vertrieb nahmen teil.

Ziele des viermonatigen Programms sind die Weiterbildung, die berufliche sowie persönliche Weiterentwicklung, die Unterstützung der beruflichen Karriere und die Vernetzung der Teilnehmerinnen.

* Frauen schließt im Kontext des Mentoring-Programms alle sich als weiblich definierenden Menschen ein.

Foto: Marc Böhlhoff

Unsere Themenschwerpunkte 2018 

Neben den bereits genannten Themen wie Value Gap und GVL werden uns unsere Fünf Ideen zur Gestaltung der Zukunft der Musikwirtschaft, also unter anderem Musikwirtschaftsförderung, Rechtsdurchsetzung im Internet und Doppel-besteuerung, ins neue Jahr begleiten.

Marktzugang für alle, unabhängig von ihrer Größe, und faire Wettbewerbsbedingungen bilden die Grundlage für unsere Verbandsarbeit, daher beobachten wir nicht nur die Entwicklungen auf deutscher, sondern auch auf europäischer und internationaler Ebene genau, um uns für unsere Mitglieder einzusetzen.

P.S.: Detailliertere Informationen zu unseren Themen finden sich im aktuellen Geschäftsbericht 2016/2017.


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Kategorie: VUT

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