Musikwirtschaft 04.09.2015Autor_in: Verena Blättermann

Session: Fremd im eigenen Land

25.09.2015, 16:15 Uhr, Alte Liebe, Spielbudenplatz 21-22, 20359 Hamburg

Hip-Hop ist das Nummer 1 Thema bei Jugendlichen. Sowohl bei "Bio-Deutschen" als auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Können Hip-Hop und Rap damit einen Beitrag zur Integration leisten? Oder verstärkt z.B. Gangsta Rap das negative Stereotyp vom kriminellen Ausländer? Welche integrative Leistung hat Rapmusik in den letzten 20 Jahren erbracht? Der Versuch einer Analyse mit Akteur_innen.

Moderator

Falk Schacht

Foto: Delia Baum

Falk Schacht ist seit 20 Jahren Journalist und Berater mit dem Fokus auf die urbanen Jugendkulturen. Er war 2 Jahre Kolumnist des Intro Musikmagazins, und später 10 Jahre Kolumnist des größten HipHop Magazins Europas, der Juice. Er moderierte 4 Jahre Lang diverse HipHop Formate auf Viva II und Viva. Später produzierte und moderierte er 10 Jahre das HipHop Format Mixery Raw Deluxe für das Internet. Nebenbei war er tätig als Berater für die Bundeszentrale für politische Bildung, das Goethe Institut und Viva con Agua, und produzierte Radio Specials für N-Joy & You FM. Seit 2013 ist er Lehrbeauftragter für Journalismus und Jugendkultur an der Leuphana Universität Lüneburg.

Panelist_innen

Omid Nouripour

Foto: www.nouripour.de

Omid Nouripour wurde am 18. Juni 1975 in Teheran geboren. Im Alter von dreizehn Jahren kam er mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Deutschland und lebte dann in Frankfurt (Main). Heute pendelt er zwischen Frankfurt und Berlin. Omid Nouripour ist verheiratet und hat ein Kind.

Dank des von der rot-grünen Bundesregierung geänderten Staatsbürgerschaftsrechts erhielt Omid Nouripour 2002 den Deutschen Pass. Da der iranische Pass nicht zurückgegeben werden kann, verfügt er seit dem über zwei Staatsbürgerschaften. Nach der Schulzeit in Frankfurt (Main) studierte Nouripour deutsche Philologie, Politik- und Rechtswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz (ohne Abschluss).

Als Schüler und Student arbeitete Omid Nouripour in diversen Jobs als Hotel-Aushilfe, Zeitungsausträger, Bücherverkäufer, Küchenhilfe, Kellner, Museumswärter und später als Mitarbeiter von Europa- und Bundestagsabgeordneten sowie als Freier Mitarbeiter einer großen Frankfurter Tageszeitung. Seit 1996 ist Nouripour bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv, zuerst in der MigrantInnen-Initiative ImmiGrün, später in den Landesarbeitsgemeinschaften für Migration und Europa. Von 1999 bis 2003 war er Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen. Im Dezember 2002 wurde Omid Nouripour zum Mitglied im Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Dieses Amt übte er bis Dezember 2006 aus. Von 2002 bis 2009 war Nouripour außerdem Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Migration und Flüchtlinge von Bündnis 90/Die Grünen. Im Dezember 2011 er zum Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Frankfurt am Main gewählt.

Seit dem 1. September 2006 ist Nouripour Mitglied des Bundestages als Nachrücker für Joschka Fischer. Von 2006 bis 2008 bearbeitete er das Themenfeld Europäische Innen- und Rechtspolitik und war Mitglied im Europaausschuss des Bundestages und im Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union des Haushaltsausschusses. Im Mai 2008 wechselte er in den Haushalts- und den Verteidigungsausschuss des Bundestages. Außerdem war er Grünes Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss. In der 17. Wahlperiode des Bundestages war Omid Nouripour Sprecher für Sicherheitspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Obmann im Verteidigungsausschuss.

Seit Ende 2013 vertritt Omid Nouripour seine Fraktion als außenpolitischer Sprecher. Er ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, außerdem stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss und im Unterausschuss für Auswärtige Kulturpolitik.

http://www.nouripour.de/

Chefket

Foto: Georg Roske

Chefket wuchs mit seinen türkischen Wurzeln in Heidenheim auf der Schwäbischen Alb auf. Bei Mama und Papa wird Türkisch gesprochen, vor der Tür Deutsch. Dort sprechen alle seinen Namen Sevket (Sefket) falsch aus. Er macht aus der Falschaussprache Chefket seinen Rapper Namen. Sein Vater brachte ihm das Singen, die Schwester den HipHop näher. Das Mikrofon im Jugendzentrum wird seine ständige Anlaufstelle. Er schafft es mit zwei anderen türkischstämmigen Schülern ans Gymnasium, wo neben ihnen 697 deutsche Schüler sind. Das und der einsetzende Hormonschub der Pubertät in Kombination mit der Freude am Kiffen schalten ihn 6 Jahre aus der Realität aus. "Ich kann mich an fast nichts mehr erinnern. Ich weiß nur, dass ich geskatet bin, Musik gemacht habe, von ein paar Schulen geflogen bin und grade noch meinen Abschluss gemacht habe." Das Jugendzentrum und die ganze Stadt werden zu klein, also zieht er 2006 nach Berlin. Er kann sich schnell einen Namen machen in der Stadt, was an seinen vielfältigen Styles liegt. Er singt, er rappt auf jede Form von Rhytmus und er kann mit mehreren Sprachen umgehen. 2007 sorgt ein Fernsehauftritt mit der türkischen Pop-Sängerin Sertab Erener dafür das er immer wieder auf die Bühnen von Weltmusik-Veranstaltungen gebucht wird. Er lässt sich nicht einschränken. Seine Bandbreite reicht von Soul, Funk, Rock'n'Roll bis hin zum Blues um darüber zu Rappen. Das bleibt auch Marteria nicht verborgen, der ihn anfängt mit auf Tour zu nehmen. Im Green Berlin Umfeld kann Chefket sich endlich komplett entfalten und sein ganzes Potenzial abrufen. Das jahrelange Bespielen der Bühnen zahlt sich im August 2015 mit einer Top 10 Platzierung seines Albums "Nachtmensch" in den deutschen Album Charts aus.

http://www.chefket.com/

Alpa Gun

TBA

Tags: Indies,Musikbranche,Wirtschaft,Indie Days

Kategorie: Musikwirtschaft

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Pressekontakt:

Verena Blättermann

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und politische Kommunikation

Tel: 030 53 06 58 59

Mail: blaettermann(at)vut(dot)de

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