Musikwirtschaft 04.09.2015Autor_in: Verena Blättermann

Session: Kuck auf mein Business

25.09.2015, 14:00 Uhr, Schmidt Theater (Saal), Spielbudenplatz 27-28, 20359 Hamburg

Die Hip-Hop-Kultur ist seit ihrer Geburt eine Technik zur Selbstermächtigung. Dazu gehört nicht nur die Überhöhung des Selbst, sondern auch alles, was man als Selbstvermarktung bezeichnen kann. Es trainiert einen im Sinne der DIY Maxime. Dazu gehört natürlich auch der wirtschaftliche Erfolg. Welche Techniken und Ideen machen sich Rapper und Rap Labels zu Nutze, um erfolgreich zu sein? Wie schaffte es Rap Musik in den letzten Jahren eine solche Chart und Live Booking Dominanz zu erreichen?

Moderator

Falk Schacht

Foto: Delia Baum

Falk Schacht ist seit 20 Jahren Journalist und Berater mit dem Fokus auf die urbanen Jugendkulturen. Er war 2 Jahre Kolumnist des Intro Musikmagazins, und später 10 Jahre Kolumnist des größten HipHop Magazins Europas, der Juice. Er moderierte 4 Jahre Lang diverse HipHop Formate auf Viva II und Viva. Später produzierte und moderierte er 10 Jahre das HipHop Format Mixery Raw Deluxe für das Internet. Nebenbei war er tätig als Berater für die Bundeszentrale für politische Bildung, das Goethe Institut und Viva con Agua, und produzierte Radio Specials für N-Joy & You FM. Seit 2013 ist er Lehrbeauftragter für Journalismus und Jugendkultur an der Leuphana Universität Lüneburg.

Panelist_innen

Fritz Krings

Foto: Marc Wilhelm (Peripherique)

Fritz Krings ist Jahrgang 1979 und im Odenwald geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur gründete er mit seinen Brüdern Max und Karl die Band K.RINGS und machte sich mit einem Label selbstständig und ist seit jeher Selbstvermarkter. Im Alter von 25 Jahren begann er sein Musikbusiness Studium in Mannheim und gründete nach erfolgreichem Abschluss (Abschlussarbeitsthema: Fan Relation Ship Management / FRM) die Firma Peripherique, pq-world GmbH, welche sich den veränderten Marktbedingungen und dem Trend der konvergierenden Kreativebereiche bereits frühzeitig gestellt hat. So entstanden neben dem klassischen Label, Verlag und Management auch die Bereiche Film-,  Grafik-, und Eventproduktion ergänzt von dem Geschäftsfeld der Planung und Umsetzung von zeitgemäßen Kommunikationsstrategien, um so alle kreativen Geschäftsfelder eigenständig abzudecken.

In der Ölmühle im Odenwald existieren mehrere Tonstudios und Produktionsstätten aus denen international Künstler und Firmen beliefert werden. In Berlin haben sie eine Büro, was sich um das Netzwerk kümmert. 2009 war er Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins Sound of the Forest e.V., welcher sich zum Ziel gesetzt hat die Popkultur im Odenwald nachhaltig zu fördern und der Region einen positiven Kulturimpuls zu verpassen. Das erste Projekt war das jährlich stattfinden gleichnamige Musikfestival zu dem inzwischen 5000 überregionale Besucher kommen und welches im Jahr 2014 bereits zum sechsten Mal stattfindet. Seit 2010 ist er Vorstandsmitglied des aus 1300 Mitgliedsfirmen bestehenden Verbandes unabhängiger Musikfirmen e.V. (VUT). Im Januar 2014 ist dem Label eine Nummer 1 Chartentry in der Schweiz mit dem Debut der Künstlerin Ira May gelungen. 2015 verhalf er MC Rene & Carl Crinx mit seinem Album Renessance zu einem Comeback und chartete auf #47.

Zu den Künstlern und Autoren gehören z.B.: MC Rene & Carl Crinx, Shuko (Produzent u.a. Cro), Tora, Rufus Dipper, Ira May, Jules, Tallulah Rendall, Jules Trash Combo, K.RINGS, Ciaran Lavery (Sublabel Z|ART rec.) u.v.m.

www.peripherique.de  

KC Rebell

Foto: KC Rebell

Mit 7 Jahren aus Kurdistan gekommen, verschlug es die Familie zuerst nach Magdeburg. Einer seiner besten Freunde war damals ein Nazi. Später verschlägt es die Familie nach Essen. Mit seinem Teamkollegen Mesut Özil verbindet ihn die Liebe zum Fußball. Nach einer angeblichen Beleidigung seitens des Schiedsrichters verprügelt er diesen und erhält eine langwierige Rotsperre in der U17-Fußballmannschaft. Er beendete aber nicht nur deshalb seine Fußballerkarriere. "Für den Fußball hat mir ganz ehrlich auch etwas Disziplin gefehlt", gibt er unumwunden zu. Sein Bruder bringt ihn mit Rap in Berührung von 2Pac, N.W.A.,  Bone Thugs-N-Harmony und Eminem. Schnell merkt er, dass er ein Talent für Rappen hat. Dabei bedient sich KC Rebell zwar gerne der aggressiven Stilmittel des Gangstaraps, versucht aber immer wieder weniger die Pose einzunehmen als mehr Geschichten zu erzählen. Seine Themen reichen von Frauen, Familie, Hass oder Liebe bis hin zu seinen Moralvorstellungen dazu.

2013 unterschreibt er einen Vertrag bei dem Label Banger Musik, das von Warner Music vertrieben wird. Sein letzten 3 Alben waren in den Top 2 der deutschen Album Charts. Das Album „Rebellution“ stieg 2014 auf Platz 1 ein, und sein aktuelles Album „Fata Morgana“ stieg auf Nummer 1 der Album Charts in Deutschland, Schweiz und Österreich ein. Parallel ist er gerade dabei seine Reichweite in eine Shisha-Ladenkette zu übertragen mit dem Namen "Rebell Lounge". Er etabliert auch gerade seinen eigenen Shishatabak mit dem Namen „Hasso“ im Markt.  

https://www.facebook.com/KCRebell45

Kristof Jansen

TBA

Tags: Indies,Musikbranche,Wirtschaft,Indie Days

Kategorie: Musikwirtschaft

Informationen zu den Sessions

Informationen zu den Keynotes & Workshops

Informationen zur Mitgliedervollversammlung & zum VUT Get-together

Informationen zu den VIA! VUT Indie Awards

Informationen zum Independent Label Market

Pressematerial der Speaker_innen zum Download. Bitte nur mit Angabe der im Dateinamen vermerkten Fotograf_innen verwenden.

Pressekontakt:

Verena Blättermann

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und politische Kommunikation

Tel: 030 53 06 58 59

Mail: blaettermann(at)vut(dot)de

Zum Thema