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Indie Days04.09.2019

Session: Holistic Health

Body & Soul – Holistic Health And Well-Being In The Music Industry


Fr., 20. September 2019, 16 – 17 Uhr, Arcotel Onyx, Suite 716


Nicht nur in unserer Kreativbranche lautet das Mantra: Überstunden – Leistung – Flexibilität. Die Folge ist eine zunehmende Stressbelastung die aufgrund der langen Arbeitszeiten zu erhöhtem Energieaufwand führt, aber gleichzeitig die Ressourcen nicht wieder aufbaut. Wir entleeren uns bis zur psychischen und physischen Erschöpfung. Das Ergebnis: Burnout-Gefahr. Hinzu kommt, dass die Musikbranche traditionell von hohem Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch, Schlafmangel und ungesunden Essgewohnheiten geprägt ist.

Nur langsam und zögerlich entwickeln wir ein allgemeines Bewusstsein für Gesundheit und Wohlbefinden. Superstars wie Adele, Zayn Malik, Britney Spears und viele andere haben über ihr geistiges, körperliches und soziales Wohlbefinden öffentlich gesprochen. Aber noch immer kämpfen viele Künstler_innen mit Depressionen, die traurigerweise bis zum Suizid führen können, wie Beispiele aus der Vergangenheit belegen: Ian Curtis (Joy Division), Kurt Cobain (Nirvana), Tim Bergling (Avicii) oder Keith Flint (The Prodigy).

Es wäre ein Trugschluss zu glauben, dass uns all das nicht betreffe nur, weil wir nicht im Rampenlicht stehen und „nur“ einer Bürotätigkeit nachgehen, die wir hauptsächlich sitzend ausführen. Studien belegen, dass gerade zu langes Sitzen unsere Gesundheit in Mitleidenschaft zieht und zwar nicht nur in Form von Beschwerden und Schmerzen. Beispielsweise kann zu langes Sitzen zu einer Reihe von Krankheiten beitragen – von Fettleibigkeit, Diabetes und Krebs bis hin zu Depressionen.

Unser erstes Gesundheitspanel im Jahr 2017 befasste sich mit der Frage, wie Künstler_innen auf Tour gesunde Gewohnheiten entwickeln und beibehalten können. Im vergangenen Jahr stellten drei Gesundheitsexpert_innen, im Folge-Panel die wichtigsten Säulen des Wohlbefindens vor: Ernährung, Denkweise und Fitness. Dieses Jahr erweitern wir das Spektrum und erklären mit unseren Expert_innen ganzheitliche Konzepte für das Wohlbefinden aller.

English:

Not only in our industry the mantra: Overtime – Performance – Flexibility. The result is an increasing stress load that leads to increased energy consumption due to long working hours, but at the same time does not rebuild resources. We empty ourselves to the point of mental and physical exhaustion. The result: the danger of burnout. In addition, the music industry is traditionally characterised by high alcohol consumption, drug abuse, lack of sleep and unhealthy eating habits.

Only slowly and hesitantly do we develop a general awareness of health and well-being. Superstars such as Adele, Zayn Malik, Britney Spears and many others have talked about their mental, physical and social well-being in public. Still many artists struggle with depression, which sadly can lead to suicide, as examples from the past show: Ian Curtis (Joy Division), Kurt Cobain (Nirvana), Tim Bergling (Avicii) or Keith Flint (The Prodigy).

It would be a fallacy to believe that all this does not affect us just because we are not in the spotlight and “only” do an office job that we mainly do sitting down. Studies show that sitting too long affects our health, and not just in the form of discomfort and pain. For example, sitting too long can contribute to a range of illnesses – from obesity, diabetes and cancer to depression.

In 2017, our first health panel focused on how artists can develop and maintain healthy habits on tour. Last year, three health experts presented the main pillars of well-being in our follow-up panel: Nutrition, thinking and fitness. This year we are broadening the spectrum and explain with our experts holistic concepts for the well-being of all.

Panelist_innen:

David Boehland (Orthopäde, Unfallchirurg, GER)


Foto: Thorsten Bergbach

  • seit 2016: Angestellter Facharzt Orthopädie Berlin
  • 2015: Angestellter Facharzt OAT5
  • 2013-2015: Facharzt/Funktionsoberarzt, Orthopädie und Unfallchirurgie St. Joseph Krankenhaus, Berlin & Hauptoperateur und Funktionsoberarzt im zertifizierten Endoprothetikzentrum
  • 2007-2012: Assistenzarzt, Orthopädie und Unfallchirurgie St. Joseph Krankenhaus
  • 2012: Anerkennung als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • 2005-2007: Assistenzarzt, Unfallchirurgie Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • 2005: Approbation als Arzt, Freie Universität Berlin

Henrietta Schermall (Dipl. Psychologin, Coach, GER)



Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen liegt Henrietta Schermall sehr am Herzen, weil sie vor allem selbst erlebt hat, was alles möglich ist, wenn man sich neugierig auf den Weg macht. Neben einem Diplom in Psychologie, zahlreichen fachbezogenen therapeutischen Aus- und Weiterbildungen und einer international erfolgreichen Karriere als eine der ersten weiblichen DJanes (Miss Yetti) der Techno Szene Anfang der 90iger Jahre, als Produzentin und Labelinhaberin von Gold und Liebe Tonträger, hat sie viele Erfahrungen im kreativen Bereich gesammelt.

Heute arbeitet Henrietta als Coach und Psychotherapeutin unter anderem mit vielen internationalen Musiker_innen. Außerdem coacht und trainiert sie Führungskräfte in der freien Wirtschaft. Dabei liegt ihr Fokus immer auf der Entfaltung der authentischen Persönlichkeit und der Blockadenlösung durch integrative und tiefgreifende Methoden, so dass sich Lebensfreude dauerhaft etablieren kann. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Burn-Out-Krisen in Chancen zu verwandeln sowie authentisch und glücklich in Beziehung mit sich und anderen zu sein.

Lena Wittneben (systemischer Coach, „Edutainerin", Gedächtnistrainerin, GER)


Foto: Lukas Faust

Nach über 10 Jahren in Festanstellung in den Medien rund um VoD und Content Kooperationen entschied sich Lena 2010 gesundheitsbedingt aus dem Angestellten-Leben als Medienfachwirtin in die  Freiberuflichkeit zu starten und vermeintliche Sicherheit gegen maximale Flexibilität zu tauschen. Ihr Credo: "Arbeitszeit ist Lebenszeit" Seitdem lebt sie den Mix aus freien Auftragsarbeiten in der Medienwelt auf der einen Seite und Coaching und edutainment auf der anderen Seite. Lena "Why" in all ihren unterschiedlichen Tätigkeiten? Kontakt und Kommunikation! Mit Vorträgen, Seminaren, Workshops und Coachings Menschen (wieder) mit sich selbst in Kontakt zu bringen und – über Moderation, Marketing Beratung und die Dinner Abend mit "helenas" Kontakte untereinander ins Leben zu rufen.

Ob in ihrem Podcast, in ihrer capital.de Kolumne und vor allem als Speakerin und Coach: Lena empfindet tiefen Sinn und Spaß Menschen mit Humor und Freude zu stärken und zu begleiten. Ihr Ansatz: kein Selbstoptimierungswahn und "Tschakka Attitüde" – nutze was du hast! Oder um es mit dem Titel ihres Podcasts zu sagen: "There is a crack in everything. And that's how the light gets in" (Leonard Cohen).

Moderation:

Ronny Krieger (Director Business Development Europe LANDR & Patreon, VUT Vorstandsmitglied, GER)

In den letzten 25 Jahren war Ronny Krieger in fast allen Bereichen des Musikgeschäfts tätig. Ursprünglich als Bankkaufmann in der Kreditabteilung gestartet, folgte er bald seiner Leidenschaft für Musik als Künstler, DJ und Produzent, später als PR-Agent für Presse und Radio und im Label- und Künstlermanagement (u.a. Modeselektor, Moderat, Monkeytown Records, Kanzleramt, 50 Weapons). Er arbeitete im Vertrieb (EFA Medien), in einem Plattenladen und leitete einen Download-Shop (VP & CPO von Beatport). Es gibt wahrscheinlich etwa 2 Dutzend Platten und Remixe, die er unter verschiedenen Namen veröffentlicht hat.

Ronny Krieger ist gelegentlich als Dozent für Digitale Medien, Social Media Marketing und Internationale Musikwirtschaft tätig. Seit 2010 arbeitet er als freiberuflicher Berater für Unternehmen wie FatDrop, DJBroadcast, Shutterstock, Digital Imported, Skoove, LANDR, Native Instruments und andere. Als Director of Content bei Native Instruments war er für die Inhalte der Stems und Traktor Remix Sets verantwortlich und leitete die Kommunikation mit Einzelhandels-, Vertriebs- und Labelpartnern. Von Januar bis Juni 2018 leitete er das Berliner Musiksoftware- und Hardwareunternehmen MOD Devices als CEO von der Start- bis zur Scale-up-Phase. Derzeit ist er als Business Development Director für LANDR und ebenfalls weiterhin als freier Berater tätig. Neben seinem Ehrenamt beim VUT ist er seit kurzem Mitglied im Fachausschuss "Digitalisierung und KI" des Deutschen Kulturrats. 

Er lebt in Berlin, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Als CrossFit trainierender Hobbysportler und mehrfacher Tough Mudder Finisher achtet er auf seine Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

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