VERBAND UNABHÄNGIGER MUSIKUNTERNEHMER*INNEN E.V.
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Indie Days26.07.2018 Autor*in: Verena Blättermann

Session: Inklusive Kulturarbeit – Gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung?

Präsentiert vom VUT und Parvenue Kulturbüro

Freitag, 21.09.2018, 10:00 – 11:00 Uhr @ East Hotel C2

Sprache: Deutsch

Außerdem: Christina Müller und Céline Sawkins, Dipl. Gebärdensprachdolmetscherinnen, dolmetschen simultan in die deutsche Gebärdensprache.

Der Zugang zu Kunst und Kultur ist für Menschen mit Behinderung nicht selbstverständlich. Künstler_innen, Besucher_innen sowie Kulturschaffende mit Behinderung stoßen immer wieder auf kommunikative, bauliche oder finanzielle Barrieren, oft auch auf Vorbehalte, die eine Teilhabe auf Augenhöhe erschweren. Die Umsetzung von Ideen mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung die Teilhabe in allen Bereichen von Freizeit und Alltag zu ermöglichen, gestaltet sich nicht leicht. Was tut der Kulturbereich, insbesondere die Musikwirtschaft, auf dem Gebiet der Inklusion und wo besteht akuter Handlungsbedarf?

Moderation:

Mitra Kassai, Kultur- und Artistmanagerin, Le Beau Bureau, GER

Foto: Stefan Groenveld

Mitra Kassai ist als Kultur- und Artistmanagerin ein bekanntes Gesicht der Hamburger Kulturszene und kennt über ihre jahrelange Netzwerkarbeit jeden Club in Hamburg, so auch die Hürden der sensiblen Kulturarbeit.

Mit ihrer Veranstaltungsreihe HALBPENSION schafft sie selbst eine ganz besondere Art der Barrierefreiheit: die sympatische Partyreihe möchte vor allem SeniorInnen (wieder) zum Feiern einladen und orientiert sich hierbei nach ihren Bedürfnissen.

Sessionteilnehmer_innen u.a.:

Elnaz Amiraslani, Diversity Management / Inhaberin, PARVENUE, GER

Foto: Elmira Amiraslani

Als gelernte Veranstaltungskauffrau hat sich Elnaz Amiraslani mit ihrer Agentur PARVENUE auf die Konzeption, Planung und Umsetzung von barrierefreien Veranstaltungen und auf inklusive Kulturarbeit spezialisiert.
Beratend begleitet sie u.a. die Kampagne „Popkultur trifft Handicap“, das PULS Festival, das Wacken Open Air, Pop-Kultur Berlin und auch das diesjährige Reeperbahn Festival.  

Laura Schwengber, Gebärdensprachdolmetscherin für Popmusik, GER

Foto: Boris Saposhnikow

Laura Schwengber wird mittlerweile selbst gefeiert wie ein Superstar, obwohl sie „nur eine Nebenrolle“ auf den großen Bühnen spielt: sie ist Deutschlands bekannteste Gebärdensprachdolmetscherin für Live-Musik und begleitete damit schon u.a. Revoverheld, Peter Maffay, Balbina Annemaykantereit, Frank Dellé, Die Orsons, Kraftklub, Trettmann, Faber, u.v.m.
Als Botschafterin für einen barrierefreien Zugang zu Kulturangeboten für gehörlose und hörgeschädigte Menschen reist sie durch das ganze Land und sensibilisiert im selben Zuge für die Besonderheit der Deutschen Gebärdensprache.

Drees Ringert, Sponsoring , ICS Festival Service GmbH, GER

Foto:  Drees Ringert

Drees Ringert ist 1988 an der Nordseeküste von Schleswig Holstein geboren. Das erste Mal arbeitete er 2008 zwischen Abitur und Wehrdienst kurzfristig für das Wacken Open Air. In den darauf folgenden Jahren durchging er als Praktikant bei ICS während des Studiums und freiberuflich mehrere Abteilungen auf dem Festival und anderen Events des ICS Netzwerks. 2015 folgte dann die Festanstellung als Sponsorship Manager. Nach einem schweren Verkehrsunfall im Sommer 2015 ist er dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen. Die eigene Betroffenheit und das dadurch bessere Auge für Barrieren, veranlasste ihn mehr für die Fans mit Handicaps aller Art auf den Events zu tun und möglichst viele Barrieren aus dem Weg zu räumen. Seitdem ist er nicht nur für die Planung im Bereich des barrierearmen Festivals zuständig, sondern dient auch als Ansprechpartner für alle Fans mit Handicap.

Alexander Wolff, Veranstalter, PULS Open Air, GER

Foto: Alexander Wolff

Alexander Wolff ist in Grabenstätt am Chiemsee zuhause und Geschäftsführer der Amont Gastro GmbH. Als Veranstalter des Puls Open Air auf Schloss Kaltenberg ist er für die Umsetzung der Barrierefreiheit auf dem Festival verantwortlich.

Vokuz, Künstler, GER

Foto: Boris Saposhnikow

Rap ist Leidenschaft – ein Satz, so simpel und wahr, dass er auch nach bald drei Jahrzehnten Deutschrap nicht zum Klischee verkommen ist. Auf den jungen Rapper Vokuz aus Frankfurt trifft er in ganz besonderem Maße zu. „Ich lasse meine Augen nicht mehr zu, wenn ich träum“, rappt Vokuz auf seinem neuen Song „Welle“, und spielt damit auf einen Umstand an, der ihn und seine Kunst entscheidend geprägt hat: Vokuz ist seit seinem 17. Lebensjahr blind. Den inneren und äußeren Struggle, den so eine tiefgreifende Veränderung mit sich bringt, entlädt Vokuz in seiner Musik: mal nachdenklich, mal energisch, aber immer von einem gesunden Selbstbewusstsein und unbändiger Leidenschaft befeuert, lässt Vokuz den Hörer an seiner Gedankenwelt zwischen Sehnsüchten, Fragen und Hoffnung teilhaben.

Wer nun aber glaubt, hier ginge es primär um melancholische oder gar depressive Klagelieder über Trauerbeats, der hat sich geschnitten. So viel Inspiration, Kraft und Glaube an sich selbst, wie Vokuz in seine Texte packt, muss man bei der Konkurrenz im deutschen Rap erst mal finden. Von der ganz eigenen Perspektive aufs Leben ganz zu schweigen. Mit seinen 22 Jahren steht Vokuz noch am Anfang seiner Karriere. Aber er hat viel vor für 2017 und darüber hinaus. Ein Album ist in der Mache, der Weg ins Game dank Talent und Zielstrebigkeit vorgezeichnet – von Vokuz wird die deutsche Rap-Szene in Zukunft noch einiges hören. Schließlich ist Rap seine Leidenschaft.

Tags: Indie Days,

Kategorie: Indie Days,

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+ Pressekontakt:

Verena Blättermann

Tel: 030 53 06 58 59

Mail: blaettermann(at)vut(dot)de

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