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Musikwirtschaft26.02.2013

Digital Music Report 2013

Internationaler Musikmarkt stabilisiert sich

Am 26. Februar präsentierte die IFPI ihren jährlich erscheinenden Digital Music Report. Nach Angaben des internationalen Musikverbands hat sich der globale Musikmarkt nach den starken Umsatz-Einbrüchen in den vergangenen Jahren stabilisiert.


Zum ersten Mal seit 1999 ging der weltweite Umsatz aus Musikverkäufen laut IFPI im vergangenen Jahr nach oben. An dieser positiven Entwicklung sei maßgeblich das anhaltende Wachstum im Digital-Geschäft verantwortlich, so die IFPI in ihrem Digital Music Report 2013.



Der Gesamtmarkt – inklusive Einnahmen aus Leistungsschutzrechten der nationalen Verwertungsgesellschaften – stieg um etwa 0,3 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar an. Insgesamt legten die weltweiten Umsätze mit Downloads, Abonnements und werbefinanzierten Online-Services im letzten Jahr neun Prozent zu. Damit macht der Digitalmarkt einen Anteil von 34 Prozent am weltweiten Umsatz mit Musikverkäufen aus. Die Download-Verkäufe legten insgesamt um 12 Prozent zu und machen derzeit 70 Prozent der Digital-Umsätze aus. Die Zahl der Musik-Abonnenten bei Premium-Streaming-Diensten stieg um 44 Prozent auf rund 20 Millionen zahlende Kunden, die weltweiten Einnahmen aus diesem Segment machen heute zehn Prozent der Digitalumsätze aus.

In immer mehr Ländern eröffnen legale, lizenzierte Musik-Dienste ihre virtuellen Pforten. Waren die wichtigsten Musik-Services im Januar 2011 in 23 Ländern verfügbar, konnte die Reichweite auf aktuell 100 Länder gesteigert werden, so die IFPI. Doch nicht nur die Zahl der Online-Dienste, sondern auch deren Akzeptanz bei den Online-Usern nimmt kontinuierlich zu. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts IPSOS Media CT im Auftrag der IFPI zeigt, dass 62 Prozent der Internet-Nutzer in den letzten sechs Monaten bereits einen lizenzierten Musik-Dienst genutzt haben. 77 Prozent der Nutzer bewerten diesen als gut, sehr gut oder exzellent.

Deutscher Musikmarkt

In Deutschland liegt der Anteil des Digitalmarkts bei etwa 20 Prozent, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) schätzt. Rückgrat der heimischen Musikindustrie bleibe jedoch nach wie vor die CD, so der BVMI weiter. So ist die CD nach wie vor für 70 Prozent der Umsätze verantwortlich.

Erfolgreichste Single in 2012 war "Call Me Maybe" (Universal Music) von der kanadischen Pop-Sängerin Carly Rae Jepsen. Die britische Soul-Queen Adele schaffte es mit "21" (XL Recordings/Beggars) zum zweiten Jahr in Folge an die Spitze der internationalen Album-Charts.

Tags: Wirtschaft, Marktdaten und Studien,

Kategorie: VUT Start, Musikwirtschaft,

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