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Musikwirtschaft06.05.2013

Musikindustrie in Zahlen 2012

Marktstabilisierung mit leichtem Dämpfer

Der deutsche Musikmarkt hat sich 2012 leicht rückläufig entwickelt.


Marktentwicklung:

Gesamtumsatz aus Musikverkäufen: 1,44 Mrd. € (- 3,2%)
Umsatz mit physischen Musikprodukten: 1,14 Mrd. € (-7,7%)
Umsatz aus den digitalen Geschäftsfeldern: 0,29 Mrd. € (+19,3%)
Umsatzverhältnis digital : physisch = 1:4
Zusätzliche Einnahmen aus:
Leistungsschutzrechten (GVL): 125 Mio. € (-0,8%) bei rückwirkender Korrektur der vorläufigen Einnahmen in 2011 (185 Mio. €) um 30% auf 126 Mio. €
Synchronisation: 7 Mio. € (+30,8%)

Angebots-Diversifizierung spiegelt sich im Markt wider

Formate: 93 Mio. verkaufte CDs (-4,3%) => Umsatz: 1,0 Mrd. € (-7,2%)
1 Mio. verkaufte Vinyl-LPs (+36,4%) => Umsatz: 19 Mio. € (+40,1%)
97 Mio. verkaufte Track-Downloads (+22,9%) => Umsatz: 109 Mio. € (+26,3%)
17,5 Mio. verkaufte Download-Bundles (+19,9%) => Umsatz: 144 Mio. € (+23,7%)
Umsatz Downloads gesamt: 256 Mio. € (+24,4%)
Umsatz Streaming (Abo und werbefinanziert): 36 Mio. € (+38,7%)
Das Album bleibt die zentrale Währung:
 112 Mio. verkaufte Einheiten (-1,4%), jedes sechste digital
 55% der Downloadumsätze durch Alben

Musikfirmen: Aufbau langfristiger Künstlerkarrieren

Investitionen:
2,7 Mrd. US $ weltweit für das A&R (16% der Musikumsätze)
Kosten für den „Durchbruch“ eines Musikkünstlers in einem Schlüsselmarkt: etwa 1 Mio. Dollar
80% der Künstler mit Profi-Ambitionen wünschen sich einen Vertrag
mit einer Musikfirma (für 2/3 ist er ein wichtiger Schritt in der Musikkarriere)

Das Musikstreaming nimmt an Fahrt auf

Musiknutzung:
Für 84% der Bevölkerung ist Musik wichtig oder sehr wichtig

Tägliche Musiknutzung:
20% der täglichen Musiknutzung erfolgt über Streaming
45% macht die Musiksammlung aus (physisch o. digital)
34% erfolgt über das Radio
6% erfolgt über abo- und werbefinanzierte Audiostreams
Für 75% der Online-Nutzer ersetzt Streaming nicht den Musik-Besitz
42% nutzen Streaming zum Vorhören von Musik, die man später kauft
39% würden Streaming-Dienste nur dann hören, wenn sie gratis wären

Die Zahlungsbereitschaft für Musik geht weiter zurück

Musikkäufer:
Anteil Nichtkäufer: 63%
3,4% Intensivkäufer generieren 43% der Musikmarktumsätze
Durchschnittsausgaben eines Musikkäufers in Deutschland: 56 €
Höchste Käuferreichweite bei den 30- bis 39-Jährige (55%)
Generation 50 + sorgt für 1/3 des Gesamtumsatzes
10-Jahresvergleich: Umsatzhalbierung bei den 20- bis 39-Jährigen

Online- und Offlinehandel erstmals auf gleicher Höhe

Musikhandel:
47,3% des Umsatzes über den stationären Handel (-9,4%)
47,5% des Umsatzes über internetbasierte Vertriebsformen (+16%):
28,2% über e-Commerce (+12,2%)
19,3% über digitale Formate (Downloads, Streaming) (+22,1%)
Etwa 15% Mischkäufer (sowohl online als auch offline)
68 legale Online-Musik-Services in Deutschland verfügbar, davon 19 abobasierte Streaming-Dienste
81% der Deutschen sind zufrieden mit dem digitalen Musikangebot

Höhenflug deutscher Künstler setzt sich fort

Repertoire & Charts:
57,8% der TOP 100 Longplay-Charts 2012 nationales Repertoire
7 deutsche Interpreten in den Top 10 Alben Charts (2012)
Pop ist umsatzstärkstes Musikgenre in Deutschland (33%)
409 GOLD/PLATIN-Verleihungen 2012
Insgesamt 22.323 Neuveröffentlichungen 2012(-2,8%)

Deutschland viertgrößter Musikmarkt weltweit

Internationales: Weltweiter Umsatz: 16,5 Mrd. $ zu Handelsabgabepreisen (+0,3%)
Umsatz mit physischen Musikprodukten 9,7 Mrd. $ (-4,8%)
Umsatz aus den digitalen Geschäftsfeldern 5,6 Mrd. $ (+9%)
Digitalanteil: 34%.

Quelle: Bundesverband Musikindustrie e. V.


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Tags: Wirtschaft, Marktdaten und Studien,

Kategorie: VUT Start, Musikwirtschaft,

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