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Musikwirtschaft19.07.2012

Universal - EMI Merger

Impala macht weiter Front gegen Universal-EMI, weist Zelnik zurück

Impala stellt sich weiterhin gegen die Übernahme von EMI Music durch Universal Music. Das ergab ein Vorstandstreffen am 16. Juli 2012.

"Unser Vorstand hat entschieden, auch weiter in Opposition zum Universal-EMI-Merger zu stehen und alle Zugeständnisse zurückzuweisen, die nicht zu einer Lösung der im Bedenkenkatalog der EU aufgelisteten Fragen beitragen", sagt Impala-Geschäftsführerin Helen Smith. Entsprechend erneuert Impala in einer Pressemitteilung Befürchtungen in Hinblick auf den Zusammenschluss der Nummer eins mit der Nummer vier im internationalen Musikgeschäft. Man werde auch weiterhin eng mit den Kartellwächtern der Europäischen Kommission zusammenarbeiten, alle in Aussicht gestellten Zugeständnisse der Fusionspartner auf deren Relevanz am Markt analysieren und dann dazu Stellung beziehen. Dabei stehe nicht nur das Kräfteverhältnis im Digitalgeschäft im Fokus, vielmehr gehe es auch um den physischen Markt, den Zugang zu Medienkanälen für Nachwuchsacts oder Wettbewerbsnachteile der unabhängigen Unternehmen im Wettlauf um vielversprechende Talente.
Zugleich distanziert sich die Impala-Geschäftsführerin entschieden von einem Vorstoß Patrick Zelniks. Der Impala-Co-President und Naive-Labelgründer hatte sich in einem Gastbeitrag für die "Financial Times" unter gewissen Bedingungen für einen Zusammenschluss der beiden Musikkonzerne ausgesprochen.


"Wir alle respektieren Patrick Zelniks Sicht der Dinge, doch sein 'FT'-Artikel spiegelt den Naive-Standpunkt wider, nicht eine Impala-Position", macht Helen Smith klar.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Tags: Grundlegendes, Wirtschaft,

Kategorie: VUT Start, Musikwirtschaft,

 

Dazu Merlin's CEO Charles Caldas: "In einem bereits durch die führende Position von Universal Music eingeschränkten Marktumfeld kann diese geplante Übernahme das gesamte Digitalgeschäft bloß beschädigen". Das gilt für die Merlin-Mitglieder ebenso wie für Investoren und Konsumenten. Diese Übernahme würde nur noch mehr Marktmacht gerade in die Hände des Unternehmens legen, "das schon heute am ehesten versucht, die digitalen Angebote am Markt zu seinem Vorteil zu formen", klagt Caldas. Entsprechend habe der Merlin-Vorstand bei seinem jüngsten Treffen beschlossen, sich auch weiterhin gegen den Zusammenschluss der beiden Musikkonzerne zu stellen - der Beschluss sei einstimmig gefallen, heißt es in einer Merlin-Mitteilung.

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