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ACT UNITED - STAY INDEPENDENT
Musikwirtschaft07.12.2012

Digital Glossar

Nachschlagewerk digitaler Begrifflichkeiten

A la carte Download
Von A la carte Download spricht man, wenn kein komplettes Album herunter geladen wird, sondern der Nutzer sich einzelne Stücke von einem und/oder verschiedenen Alben nach eigenen Wünschen downloaden kann (zusammenstellt).

AAC

Advanced Audio Coding (AAC) ist ein von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickeltes Audiokompressionsverfahren, eine Weiterentwicklung des MPEG-2 Standard (Format für Multimedia-Anwendungen/interaktive Audio- und Video-Daten), das bei kleineren Dateigrößen einen gleichwertigen oder besseren Klang bietet. Das AAC-Format ist Apple’s Pendant zum sonst gängigen MP3 Format.

Abo-Modell (= engl. Subscriptionmodel)
Bei einem Abo-Modell bezahlt der Kunde eine monatliche Gebühr und kann dafür – je nach Gestaltung des Abos – eine bestimmte Anzahl (z.B. Emusic) oder beliebig viele (z.B. Napster Flatrate) Songs herunterladen. Im letzteren Fall kann der Konsument – bedingt durch ein entsprechendes DRM - die Titel nur solange nutzen, wie die Abo-Entgelte von dem Kunden entrichtet werden. (s. Streaming-Service)

Aggregator
Aggregatoren sind Firmen, die grundsätzlich als digitaler Vertrieb (s.u.) fungieren können, mit Blick auf die Besonderheiten des Online- und Mobile-Handels aber Zusatz- und Einzelleistungen für die Vertriebslabel anbieten, die sie teilweise auch unabhängig von der klassischen Vertriebsleistung erbringen. Hierzu zählt beispielsweise das sog. Encoding (s.u.), das Hosting (siehe Host Provider) und möglicherweise auch die Anlieferung von Inhalten zu Endkundenservices ohne Vertriebsleistungen im engeren Sinne (s. dazu auch „DSP“ unten). In bestimmten Fällen übernehmen Aggregatoren zudem Marketingtätigkeiten. Aggregatoren versuchen also, sich in einem umfassenderen Sinne als Dienstleister zwischen Downloadplattformen und Labels/Verlagen zu positionieren und bieten Ihre Dienstleistungen – im Gegensatz zu reinen Digitalvertrieben - auch modular an.

AIFF
Das Audio Interchange File Format (AIFF) ist ein Dateiformat (Containerformat) zum Speichern von LPCM-Audiodaten. Es ist das Standart Audio-Format auf Mac-Computern und somit das Äquivalent zu Microsofts  RIFF WAVE–Format.
LPCM (Linear Pulse Code Modulation) ermöglicht im Gegensatz zu anderen Audiodateien wie MP3 keine Datenkompression. Das bedeutet zum einen, dass beim Speichern von AIFF-Dateien große Datenmengen entstehen. Zum anderen sind diese Audiodaten verlustfrei und können ohne zusätzlichen Rechenaufwand verarbeitet werden. Das Datenformat AIFF wird zumeist in Tonstudios und in der Musikproduktion verwendet.

Albumdownload
Unter Albumdownload versteht man den Download eines kompletten Albums anstatt einzelner Tracks.

Allowable Expenses
Meist in Vertragsentwürfen von digitalen Services zu finden. Bedeutet „abzugsfähige Kosten“, auch Spesen, wie z.B. Bandbreite, Payment-Kosten etc. In der Regel werden diese Kosten vom Netto-Endkundenpreis abgezogen. Der Restbetrag bildet die Berechnungsgrundlage für den Label- bzw. Künstleranteil im Rahmen der Vergütung der Nutzung eines Tracks (durch Download oder Streaming).

ASP
Ein Application Service Provider (ASP) ist ein Anwendungs-Dienstleister, der Unternehmen Computeranwendungen über das World Wide Web oder ein privates Datennetz zur Verfügung stellt. Dabei wird die nötige Software nicht gekauft, sondern über das Datennetz für die Nutzung "angemietet". Hierdurch können Prozessabläufe optimiert, Systeme im Unternehmen vereinheitlicht werden und Unternehmen mit ihren Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten vernetzt werden, so dass ganze Verwaltungsbereiche oder Prozessschritte auslagert werden können.

ATRAC
Adaptive Transform Acoustic Coding - Ein dem MP3-Verfahren ähnliches System, um die Menge der Daten bei Musik und Tönen zu verringern. ATRAC wird eingesetzt, um Tondaten auf Mini-Disks zu schreiben. Der ATRAC-Codec wurde von Sony mit der Einführung der MiniDisc im Jahre 1992 vorgestellt und bis heute stetig weiterentwickelt. Durch die Ankündigung von Sony, seinen Online-Musikshop Connect einzustellen und alle Walkmanprodukte im Jahr 2008 auf das Format WMA umzustellen, hat ATRAC Heute keine bedeutende Rolle mehr.

Bit-Rate
Eine Datenrate bezeichnet das Verhältnis einer Datenmenge zu einer Zeit. Als Bitrate in Bit pro Sekunde (bit/s, bps), etwa für die Datenübertragungsrate oder die Datenverarbeitungsgeschwindigkeit.

Buffering
Beim Streaming von Dateien werden diese meistens „gebuffert“. Unter Buffering versteht man in der Informatik die Zwischenspeicherung von Daten. Der Puffer (engl.: Buffer) dient dem Ausgleich von Differenzen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Daten werden vorher in den Puffer geladen und aufgestaut, um dann zeitversetzt abgespielt zu werden. Dadurch kommt es seltener zu „Aussetzern“ bei der Übertragung.

Blog
Blog ist die Abkürzung von Weblog, das man als Web-Logbuch bezeichnen könnte. Mittlerweile gibt es verschiedene Varianten von Blogs. Die meisten dienen der Selbstdarstellung und enthalten periodische Eintragungen der "Blogger", wobei die aktuellste als letzter Eintrag meistens immer oben steht. Teilweise sind es einfach nur persönliche Tagebücher, teilweise gemischt mit Kommentaren und Diskussionen. Viele Künstler benutzen heute einen Blog, um Leser/Fans einerseits auf dem Laufenden zu halten, andererseits aber auch mit ihnen zu kommunizieren. Teilweise haben sich „Blogger“ aber auch professionalisiert und bereichern die aktuelle Berichterstattung. Bekannte Blogs sind z.B. www.spreeblick.com, www.riesenmaschine.de. Durch die vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten der Blogs (siehe RSS) können sich Blog-Nachrichten innerhalb weniger Stunden über die ganze Welt verbreiten. Einige Blogs haben ihren Platz auch bereits in den digitalen Angeboten der traditionellen Medien gefunden.

Breitband
Ein Breitband-Internetzugang (auch Breitbandzugang, Breitbandanschluss) ist eine Zugangsleitung zum Internet mit verhältnismäßig hoher Datenübertragungsrate (zum Down- und Upload oder Videokonferenzen) von einem Vielfachen der Geschwindigkeit älterer
Zugangstechniken wie der Analogmodem- oder ISDN-Einwahl, die im Unterschied als Schmalbandtechniken bezeichnet werden. Breitbandzugänge gibt es über Kabel, DSL (ADSL, ADSL+ oder VDSL) oder Satellit.

Bundle
(deutsch: Bündel) sind zu einer Einheit zusammen gefasste Dienstleistungen und Produkte, die sich ergänzen (Bsp: Software in Kombination mit Update, mehrere Artikel eines oder verschiedener Künstler als Angebot im Paket). Im Musikbereich werden darunter Zusammenstellungen von Musik- und/oder Filmdateien eines Künstlers oder mehrerer Künstler verstanden, die nur in der angebotenen Kombination heruntergeladen werden können. Einfachstes Beispiel ist der Albumbundle.
 
Cherry-Picking
Cherry Picking (deutsch: Rosinenpicken) beschreibt den Prozess einer gezielten Auswahl basierend auf bestimmten Kriterien. Im Digitalmarkt spricht man von Cherry-Picking, wenn bspw. von einem Album nur die Hits ausgewählt werden, oder aus dem Katalog des Labels/Digitalen Vertriebes nur bestimmte Künstler oder Alben (vom Downloadshop) ausgesucht/akzeptiert werden.

Cloud / Cloud Computing

Technisch betrachtet handelt es sich dabei um einen Ansatz, bei dem abstrahierte IT-Infrastrukturen (z.B. Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten, Rechenkapazität oder Software) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle.
Cloud-Computing ermöglicht einen ortsunabhängigen Zugriff auf die in der Cloud ( = virtuelle Festplatte) gespeicherten Daten. Clouds basieren auf Server-Farmen, die über das www Speicherplatz und Rechnerkapazitäten zur Verfügung stellen. Die Zahl der Unternehmen, die Cloud-Dienst anbieten nimmt stetig zu. Ständiger Diskussionspunkt sind Datensicherheit wird Datenschutz.

Codec
Als Codec (Kunstwort aus engl. coder und decoder) bezeichnet man ein Verfahren bzw. Programm, das Daten oder Signale digital kodiert und dekodiert. Beim direkten Umwandeln
von einem Format in ein anderes (bspw. MPEG-2 zu MPEG-4 oder MP3 zu WMA) spricht man auch von Transkodierung. Beim Kodiervorgang werden die analogen Signale häufig nicht verlustfrei digitalisiert, sondern es wird eine Datenkompression des digitalen Signals vorgenommen, die je nach Ausmaß und Verfahren zu Qualitätsverlusten bei der Bild- und Tonqualität führen kann.

Conditional/Temporary Download (s. Download)

Content-Management-System

Ein Content-Management-System (kurz CMS, übersetzt etwa Inhaltsverwaltungssystem), im Medienbereich auch: Redaktionssystem, ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert. Bekannte CMS sind Wordpress, Joomla und Typo3. Mittlerweile werden CMS auch für die professionelle Erstellung ganzer Webseiten verwendet.

Content
Content ist ein Begriff für Inhalt, der insbesondere im Zusammenhang mit Neuen Medien verwandt wird. So wird etwa der Katalog eines Labels/Verlages im Zusammenhang eines digitalen Vertriebes/Verkaufsangebotes als Content bezeichnet.

Content-Aggregator
Ein Content Aggregator ist ein privater oder kommerzieller Anbieter, der Inhalte unterschiedlicher Quellen zur Weiterlizenzierung/-vertreibung zusammenstellt und vermarktet.

Content Delivery Fee

kurz CDF. Bezeichnet eine Zustellgebühr für die Anlieferung bestimmter Inhalte, wie etwa die Zustellung digitaler Musik durch digitale Vertriebe an Downloadplattformen.

Content-Provider

Content-Provider (dt. Inhaltsanbieter) ist ein Überbegriff für Dienstleister, die eigene oder fremde Inhalte zur Nutzung im Internet bereithalten und Dritten zur Nutzung und Verbreitung entgeltlich oder unentgeltlich zu Verfügung stellen. Ein klassischer Fall wäre ein Downloadshop.

Content Usage Rules
Benutzungsrichtlinien für den Gebrauch von Inhalten (Musik, Artwork, Video etc.).

Creative Commons

Creative Commons ist eine Organisation ohne Erwerbszwecke, die im Internet verschiedene Standard-Lizenzverträge veröffentlicht hat und weiterentwickelt, mittels derer Urheber Dritten unterschiedliche Nutzungsrechte ihrer Werke und Leistungen (z.B. Texte, Bilder, Musikstücke) einräumen können. Die verschiedenen Lizenztypen variieren nach dem Umfang der danach möglichen kostenlosen Nutzung. Grundsätzlich immer möglich ist der Download. Darüber hinaus können z.B. die Veränderung und die kommerzielle Nutzung von Werken und sonstigen Leistungen zugelassen sein. Für Musikurheber ist wichtig zu wissen, dass eine Vergabe von Creative Commons-Lizenzen für GEMA-Mitglieder nach dem gegenwärtigen Berechtigungsvertrag nicht möglich ist. Da Komponisten und Textdichter die Nutzungsrechte an all ihren Werke exklusiv auf die GEMA übertragen, sind sie danach selbst nicht mehr zu Vergabe von Lizenzen befugt, egal ob kostenlos oder nicht.

Datenbank/Database
Größere Datenmengen z.B. Musikdateien werden im Rahmen einer systematischen oder methodischen Ordnung verwaltet und dem Benutzer mit Hilfe elektronischer Mittel für Abfragen bereit gestellt.

Digital Warehouse
Ein Digital Warehouse ist ein verzweigtes Datenbank-Speicher-System (digitales Warenlager), in dem z.B. Titel für Musikportale bereitgestellt werden.

Digitaler Fingerabdruck

Ein digitaler Fingerabdruck ist ein aus biometrischen Daten bestehender, elektronisch gespeicherter Fingerabdruck. Der digitale Fingerabdruck soll in den EU-Staaten spätestens ab 28. Juni 2008 in europäischen Reisepässen gespeichert werden.

Digitaler Vertrieb/Digital Distributor

Ein Digitaler Vertrieb bietet Contentanbietern (u.a. also Labels) seine Dienstleistung zumeist exklusiv an und ist im Gegensatz zum Aggregator ein Voll-Service-Dienstleister, der in seiner Funktion am ehesten dem physischen Vertrieb entspricht. Der Digitale Vertrieb aggregiert Inhalte, bereitet diese auf, liefert sie an digitale Endkundenservices aus, betreibt das Inkasso bei diesen und schüttet Umsätze an seine Kunden aus. Eine wesentliche Aufgabe des Digitalen Vertriebs ist es, die Konditionen mit den Endkundenplattformen auszuhandeln, zu denen der im Vertrieb aggregierte Katalog ausgeliefert und vergütet wird.

Digital Reseller

Unter Digital Reseller sind Onlineshops/Verkaufplattformen für digitale Inhalte (Musik, Video etc.) zu verstehen, z.B. iTunes, Musicload, emusic usw..

Don't Deliver Shops

Verkaufsshops, an welche keine Auslieferung/Vertrieb der digitalen Werke stattfinden soll.

DSP - Digital Service Provider
Digital Service Provider (DSP) bieten digitale Dienstleistungen an - dabei kann es sich etwa um die „reine“ Anlieferung (keine komplette Vertriebsleistung!) von Content an Endkundeplattformen, das Gestalten der technischen Infrastruktur etwa für Musikportale oder das Versehen von Musik-Files mit einem Digital Rights Management System (DRM) handeln.

Download (allg.)

Das „Herunterladen“: Im Internet bereitgestellte Daten/Dateien (z.B. Fotos, Videos, Musik) in Form von z.B. MP3, WMA, AAC werden auf Anforderung des Benutzers von einem Rechner/Server zum eigenen übertragen. Spezieller auf Musik- oder Videodownloads bezogen:

Conditional/Temporary Download
Conditional/Temporary Downloads sind Musikdownloads für einen begrenzten Zeitraum. Die Datei darf/kann – durch DRM geschützt - häufig nur auf der Festplatte gespeichert werden und nicht gebrannt oder auf einen mp3-player übertragen werden. Die Nutzung von derartigen Downloads ist meistens an eine entsprechende Abo-Gebühr gekoppelt, wie etwa bei der Napster-Flatrate.

Permanent Downloads

Permanent Downloads können nach dem Kauf dauerhaft (daher: permanent) auf der Festplatte oder anderen Speichermedien gespeichert werden. Aber auch hier kann es durch DRM Einschränkungen von Kopier- oder Brennvorgängen geben.

DRM - Digital Rights Management System
DRM (Digital Rights Management System)/Digitale Rechteverwaltung ermöglicht eine genaue Bestimmung der Nutzungsbedingungen eines Files, so dass On-Demand-Geschäftsmodelle ermöglicht werden, bei denen die individuelle Lizenzierung/Abrechnung nach Häufigkeit, Dauer oder Umfang der Nutzung erfolgt. Folglich kann die unbegrenzte Nutzung eingeschränkt und damit kontrolliert werden.

EAN Code
Die EAN steht für International Article Number (früher European Article number) und ist eine Produktkennzeichnung für Handelsartikel. Die EAN ist eine Zahl, bestehend aus 13 oder 8 Ziffern, die zentral verwaltet und an Hersteller auf Antrag vergeben wird. Die EAN wird in der Regel als maschinenlesbarer Strichcode (Barcode, Balkencode) auf die Warenpackung aufgedruckt und beim Bezahlen an Scannerkassen von einem Laserscanner decodiert. Im digitalen Geschäft dient der EAN den Service Providern dafür, durch ISRC (der pro Aufnahme nur einmal vergeben werden darf, auch wenn die Rechte weiterlizenziert wurden) gekennzeichnete Titel dem momentanen Rechteinhaber zuzuordnen.  

EHAP
Elektronischer Händlerabgabepreis (Kann unter Umständen verschieden sein zum physischen Abgabepreis eines Tonträgers).

Empfehlungssysteme
Empfehlungssysteme sind Mundpropaganda-Werbemethoden in E-Shops (nach Schemata wie "Tell-A-Friend" oder "Was andere Käufer dieses Artikels auch noch kauften"), aber auch Recommender Systems bzw. Recommendation Systems, die die Kaufgewohnheiten der E-Shop-Nutzer analysieren und an Käufer mit ähnlichem Kaufverhalten weiterempfehlen. Empfehlungssysteme werden demnach in User-Generated (z.B. Last.fm) und Content-Generated (z.B. Amazon) unterteilt. Der US-Webradio Service Pandora betreibt eine dritte Variante die redaktionell betreut wird.

Encoding
Durch Encoding wird eine Datenquelle (z.B. ein digitales Audiosignal, ein Dateiformat, ein Computerbild, ein gegen Fehler empfindliches Datensignal) in ein für einen bestimmten Kanal geeignetes Format umgewandelt, z.B. eine Musikaufnahme von CD in ein digitales Format wie MP3, um die Aufnahme im Internet zugänglich zu machen (siehe hierzu auch „Codec“).

File-Sharing
File-Sharing (deutsch: gemeinsamer Dateizugriff) ermöglicht es, Dateien über eine Datenverbindung untereinander weiterzugeben. Bekannt geworden ist das filesharing durch die Weitergabe/den Austausch von Musik-und Filmdateien in sog. Peer-to-Peer (P2P) Netzwerken (Tauschbörsen), bei denen häufig keinerlei Inhalts-Kontrolle der angebotenen Dateien stattfindet und so auch urheberrechtlich geschützte Dateien entgeltfrei verbreitet werden.

Flüchtiges Dateiformat
Die Bezeichnung "flüchtig" bedeutet, dass diese Daten (sofern nicht später in einem permanenten Speicher abgelegt) nur kurzzeitig (meist in den Hauptspeicher eines Rechners) gespeichert werden und verfügbar sind.

“Greater of“ Regelung/Mindestvergütung

Die bekannteste Greater of Regelung findet sich in den GEMA-Tarifen. Sie besagt, dass ein bestimmter prozentualer Anteil eines Verkaufsumsatzes an den Rechteinhaber weitergeleitet werden muss, es sei denn dieser Anteil unterschreitet eine vertraglich festgelegte Mindestsumme. Da die Verwertungskette von Musik meist nicht vorsieht, dass die Rechteinhaber Einfluss auf die Preisgestaltung im Endkundenhandel haben, schützen diese sich durch eine solche Regelung dagegen, dass ihre Produkte von Vertragspartnern in Umlauf gebracht werden, ohne dass eine aus ihrer Sicht angemessene Vergütung erfolgt. Denkbar ist dies z.B. im Marketing- und Promotionsbereich von Unternehmen, deren eigentlicher Zweck der Verkauf von digitalen Abspielgeräten oder anderen Konsumgütern ist und die somit Musik als (kostenfreie) Beigabe verstehen.

Handylogo

Unter einem Handylogo versteht man eine auf das Mobiltelefon ladbare Bilddatei, die meistens von darauf spezialisierten Anbietern beispielsweise per SMS bezogen werden kann. Diese Logos erlauben es dem Besitzer sein Telefon zu personalisieren.

Host-Provider

Host-Provider (auch Webhoster) stellen ihren Kunden Speicherplatz auf Servern und zusätzliche Service-Leistungen (Datenbanken, E-Mail-Adressen, Shopsysteme, etc.) gegen Entgelt zur Verfügung.

HTML-Formular
Unter einem HTML (Hypertext Markup Language)-Formular versteht man in eine Web/HTML-Seite integrierte Eingabefelder, deren Inhalt an einen Server gesendet werden kann. Während des Bearbeitens ist dies hier auch ein HTML-Formular, das beim Speichern die Eingaben an den Server übermittelt.

Hyperlink
Als Hyperlink (auch kurz Link; aus dem Englischen für "Verknüpfung", "Verbindung", "Verweis") bezeichnet man einen Verweis auf ein anderes Dokument in einem Hypertext, der durch das Hypertextsystem automatisch verfolgt werden kann. Hyperlinks verbinden einzelne Webseiten und andere im Internet verfügbare Dokumente.

Hypertext
Hypertext ist eine nicht-lineare Organisation von Objekten, deren netzwerkartige Struktur durch logische Verbindungen (Verweise, Links) zwischen Wissenseinheiten (Knoten, z. B. Texten oder Textteilen) hergestellt wird (Verweis-Knoten-Konzept). Als Hypermedia oder Hypermedialität bezeichnet man eine Spielart von Hypertext unter expliziter Betonung des multimedialen Aspektes. Sowohl Hypertext als auch Hypermedia beruhen auf der Verknüpfung von Knoten (engl. nodes); diese Knoten können verschiedene Medien enthalten wie Text (im engeren Wortsinn als Abfolge von Sätzen), Grafik (statische Bilder), Video Bewegtbilder) und Ton (Geräusch-, Sprach- und Musikereignisse)

Hypervideo

Ein Hypervideo ist ein mit Hyperlinks versehener Videostream, über die zu weiterführenden Texten, Bildern oder Videos geführt wird. Es handelt sich hier wie beim Hypertext um eine multimediale Technik mit dem Unterschied, dass Objekte in einem Videostream als Ausgangspunkt für die Hyperlinks dienen und nicht wie im Hypertext Elemente eines Textes.

I-mode-Service
I-mode ist ein dem Internet ähnlicher mobiler Dienst für Handys und steht in direktem Wettbewerb zu WAP (Wireless Application Protocol). i-mode bietet farbige Texte, Grafiken, Videos und Sounds. Zur Nutzung des vollen Funktionsumfanges und aller Darstellungsmöglichkeiten werden spezielle I-mode Handsets, das sind i-mode-fähige Mobiltelefone, benötigt.

Intelligente Aufnahmesoftware
Intelligente Aufnahmesoftware automatisiert das komfortable Mitschneiden von Musik aus Rundfunk- und Internetradioprogrammen, in dem sie es ermöglicht, einzelne Musikaufnahmen automatisiert aus einem Gesamtprogramm zu extrahieren und einzeln auf der Festplatte abzuspeichern.

IP-Adresse
Eine IP-Adresse (Internet Protocol Adresse) ist ein Datum, welches eine logische Adressierung von Geräten (Hosts) in IP-Netzwerken wie z.B. dem Internet erlaubt. Ein Host (z.B. Computer, Router, Drucker, IP-Telefon) besitzt zu einem Zeitpunkt dabei mindestens eine IP-Adresse, die in seinem Subnetz eindeutig ist. Damit ermöglichen IP-Adressen den Geräten, im Netzwerk miteinander zu kommunizieren.

ISP - Internet Service Provider
Ein Internet Service Provider (Internetdienstanbieter, im deutschsprachigen Raum auch oft nur Provider genannt) bietet in der Regel gegen Entgelt verschiedene technische Leistungen an, die für die Nutzung oder den Betrieb von Internet-Diensten erforderlich sind. Internet Service Provider sind daher z.T. auch Host-Provider, wie Strato, Schlundt&Partner; Access-Provider wie Hansenet, AOL; oder auch Content-Provider.

ISRC
Der International Standard Recording Code (ISRC) ist heute ein zentrales Identifikationskriterium in Datenbanken von Tonträgerherstellern, Verlagen, Verwertungsgesellschaften und Rundfunkarchiven. Er besteht aus einer zwölfstelligen digitalen Kennung von Tonaufnahmen, um diese bei elektronischer Lieferung und digitaler Sendung dem ISRC-Inhaber zuordnen zu können. Er wird im Subcode digitaler Aufnahmen während des Premastering eingebaut und unhörbar mitgeführt und wird dann z.B bei Rundfunk- und Fernsehsendung automatisch ausgelesen. Durch eine permanente Wiederholung des ISRC im Datenstrom kann die Nutzung einer digitalen Aufnahme jederzeit identifiziert werden, womit die Lizenzabwicklung bei der Nutzung von Musik automatisiert und entscheidend effizienter werden kann.

IPTV (Internet Protocol Television)

Unter den Begriff IPTV fallen video-on-demand, online recording services oder nicht-interaktive Verbreitung von Videoinhalten über das Internet . Im Gegensatz zum herkömmlichen Fernsehen können Filme oder TV-Streams zu einem beliebigen Zeitpunkt gestartet, angehalten oder vor- und zurückgespult werden.
Nach dem großen Erfolg von IPTV im Bereich von Sportübertragungen auf dem US-Markt werden auch in Europa starke Wachstumsraten für Content-orientierte Angebote erwartet.

Klingelton (monophone, polyphone, realtone)

Monophone Klingeltöne sind einstimmig, was die Wiedergabe von Liedern auf die grobe Melodie beschränkt. Von vielen älteren Handys werden ausschließlich monophone Klingeltöne unterstützt.
Polyphone (griechisch: Vielklang) Klingeltöne zeichnen sich durch ihre Mehrstimmigkeit aus. Je nach Fähigkeiten des Handys ist dadurch eine nahezu originalgetreue Wiedergabe des ursprünglichen Liedes möglich, was sie im Allgemeinen beliebter macht als monophone Klingeltöne.
Realtone. Richtige Musik als Klingelton. Dabei wird eine Musikaufnahme in einem komprimierten Audioformat (z.B. MP3) auf dem Handy abgelegt und bei einem Anruf abgespielt.

Meta Daten
Metadaten sind strukturierte Daten, mit deren Hilfe eine Informationsressource beschrieben und dadurch besser auffindbar gemacht wird. Geliefert werden Grundinformationen über ein Dokument (z.B. Autor, Titel, Ort/Datum der Veröffentlichung). Z.B. werden die vorbezeichneten Daten als Meta Daten an Downloadshops, bzw. Aggregatoren geliefert, um die Musiktitel entsprechend registrieren zu können.
Die Metadaten eines Tracks müssen seine eindeutige Zuordenbarkeit sicherstellen,  Verschiedene Shops haben verschiedene Anforderungen an Metadaten. Um den Kunden das finden von Musik zu erleichtern, stehen verschiedene Suchfunktionen zur Verfügung über die auf die Metadaten zugegriffen werden kann. Um möglichst vielen Shops und ihren Funktionen gerecht zu werden, werden die Metadaten von den Aggregatoren möglichst umfassend abgefragt. Neben für Kunden relevanten Informationen beinhalten die Metadaten wichtige Informationen für die Shops, wie Vertriebsterritorien, Startzeit von Prelistenings, erlaubter Zeitraum des Vertriebs usw. Beim Einpflegen der Metadaten sollte man als Label sehr sorgfältig vorgehen, da schon ein falsches Leerzeichen zu Problemen führen kann, die nicht so schnell zu beheben sind. Eine Liste der wichtigsten Metadaten:

Label Name
Label Code
Album Artist
Album Title
Album EAN
Album Release Date
Album Cancellation Date
Album Digital Release Date
Album Digital Cancellation Date
Album Genre
Album Price Group
Album Copyright Info
Album Production Info
Distribution Territory
ISRC
Track Artist
Track Texter
Track Composer
Track Producer
Track Title
Track Duration
Prelistening Offset
Track Number
Set Number
Track Genre
Track Release Date
Track Cancellation Date
Track Digital Release Date
Track Digital Cancellation Date
Origin Country
Don’t Deliver To
Copyright Info
Publishing Info
Collecting Society

Masterringtone
(wiederholter) Ausschnitt eines Musikstückes zum download an mobile Endgeräte, auf denen sie manuell abgespielt und/oder als Ruftonmelodie eingesetzt werden können.

Mechanicals
Unter Mechanicals wird die Urhebervergütung für die mechanischen Verwertungsrechte verstanden. Mechanische Verwertungsrechte sind die Rechte zur Vervielfältigung und Verbreitung von Werken der Musik auf Schallplatten, CDs und sonstigen Tonträgern.

Meta Data Delivery
Anlieferung der Metadaten an einen Download Shop oder einen digitalen Vertrieb.

Mixtone
Klingelton, der aus einer Mischung von echten Sounds und polyphonen bzw. monophonen Klängen besteht.

MP3
MP3 steht für MPEG 1 layer 3 (MPEG = Motion Picture Experts Group). MP3 ist ein verlustbehaftetes Kompressions-Verfahren. Auf einer Audio-CD werden circa 11 MB für eine Minute Musik benötigt. MP3 kommt mit etwa 1 MB aus, ohne dass ein Qualitätsverlust wahrnehmbar ist. Auf einer CD-ROM mit 650 MB Speicherkapazität könnten über 13 Stunden Audio in quasi CD-Qualität untergebracht werden. Damit eignet sich dieses Format auch für die Übertragung von Audio-Dateien im Internet.

MPEG4

mpeg4 ist ein Format für Multimedia-Anwendungen (interaktive Audio- und Video-Daten) mit sehr hohen Kompressionsraten. So kann z.B. auf einzelne Objekte (Szenen) zugegriffen werden, d.h. interaktive Anwendungen sind möglich. Einige digitale Video-Kameras arbeiten bereits mit diesem Standard.

MPN
Musik Promotion Network gehört zu Phononet und bietet Labeln entgeltlich die Möglichkeit, Ihre Neuveröffentlichungen einem Pool von tausenden Print-Journalisten, den Redakteuren und Journalisten der ARD, sowie privaten Radiostationen zu Promotionzwecken zur Verfügung zu stellen.

MSP - Music Service Provider
Ein Music Service Provider (MSP) ist eine Firma, die Musikdownloads über das Internet zur Verfügung stellt.

Music on Demand (mit oder ohne Download)

Ist der Begriff der GEMA für Musikfiles die im Internet zum kommerziellen Stream oder Download zur Verfügung gestellt werden.

Net Label
Netlabels, auch Online-Label, mp3-Label oder Web-Label genannt, sind eine neue Form des Musiklabels. Sie sind mit klassischen Labels im Musikbusiness vergleichbar, veröffentlichen jedoch keine CDs oder Schallplatten mit den Werken der Musiker, sondern stellen die Musik nur per Download zur Verfügung.

Net Retail Price
Netto-Endverbraucher-Preis (retail/deutsch: Einzelhandel/-verkauf).

OggVorbis
OggVorbis ist ein kostenloses Coder/Encoder-Paket aus dem Linux Umfeld und verspricht eine zu MP3 ebenbürtige Klangqualität bei gleicher Dateigröße. Obwohl OggVorbis Dateien eigentlich effektiver sind als mp3s, hat sich dieser Standard nicht durchgesetzt.

Online Shop

Ein Online Shop ist ein virtuelles Kaufhaus, in dem der Kunde wie in einem gewöhnlichen Geschäft seine Einkäufe tätigen kann. Der Kunde kann in einem Online-Katalog suchen, Waren auswählen, in einem Warenkorb sammeln, diese dann bestellen und mit verschiedensten Zahlungsmitteln online, z.B. Kreditkarte bezahlen. Online Shop ist ein
Überbegriff für alle möglichen Shopkonzepte im Internet.Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P-Netzwerk)
In einem Peer-to-Peer-Netz sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen als auch Dienste zur Verfügung stellen. Die Computer können als Arbeitsstationen genutzt werden, aber auch Aufgaben im Netz übernehmen (vgl. Filesharing).

Permalink
Der Begriff Permalink ist eine Kombination der englischen Wörter permanent und link. Ein Permalink bezeichnet eine für immer oder für lange Zeit bestehende URL-Adresse (Uniform Ressource Locator = einheitlicher Ortsangeber für Ressourcen) eines Artikels im Internet oder eines Weblog-Eintrags, über den der Artikel im Internet verlinkt und so aufgefunden werden kann.

Permanent Download (s. Download)

Permanentes Dateiformat
Permanent gespeicherte Daten (digital oder analog; "dauerhaft"), z.B. CD-ROM oder Festplatte.

Pictone

Pictones kombinieren Musiktöne und Bilder.

Podcast
Zusammengesetzter Begriff abgeleitet von "ipod" und "cast" (englisch: ausstrahlen). Hier werden Ausschnitte von z.B. Radio- und Fernsehsendungen, Interviews und Musiksendungen als Audio- und/oder Videodateien zum download oder streamen im Internet zur Verfügung gestellt. Podcasts sind vergleichbar mit Mail-Newslettern mit dem Unterschied dass sie Ton und Bild enthalten und nicht wie Newsletter verschickt werden sondern vom Nutzer abgerufen werden. Da dieses Format meist von Privatanbietern genutzt wird, haben GEMA und GVL mittlerweile Lizenz-Shops auf ihren Webseiten für diese Nutzung eingerichtet.

Prelistening / Vorhörzeit
Downloadshops wie iTunes, Amazon oder Musicload gewähren ihren Kunden bei jedem Song eine kostenfreie Vorhörzeit, quasi ein verkürztes Streaming. Prelistenings waren früher meistens auf 30 Sek. beschränkt. Eine Studie hat jedoch ergeben, dass die Kaufbereitschaft bei 90 Sek. Vorhörzeit größer ist. Die Vorhörzeit variiert bei den verschiedenen Shops (z.B. iTunes: 30 Sek. bei kurzen Stücken, bei normaler und Überlänge 90 Sek. Beatport: 2 min Vorhörzeit). Entgegen der vorherrschenden Meinung vieler Nutzer fallen Prelistenings ebenfalls auch unter die Vergütungspflicht bei der GEMA.

Public Performance Fees
Public Performance Fees sind Urheberrechtsgebühren für öffentliche Aufführungen wie Konzerte, das Abspielen von Tonaufnahmen in Clubs/Gaststätten, im Rundfunk und Fernsehen, in Telefonwarteschleifen und Aufzügen.

Pull-Dienst
Ein Pull-Dienst stellt die klassische Recherchemöglichkeit über das Internet dar. Als Beispiele können hier die allgemein bekannten Suchmaschinen wie "GOOGLE" oder "YAHOO" dienen, über die sich der Anwender die benötigten Informationen selbst "ziehen" (engl. "to pull") kann.

Push-Dienst
Bei einem Push-Dienst werden Informationen, ähnlich wie bei einem Newsletter, in elektronischer Form direkt an einen Kunden geschickt (Engl. Push = Drücken). Besonders häufig trifft man Push-Dienste bei Smartphone Apps an. Entwicklerstudios können ausgewählte Nachrichten an die User „pushen“ und so einen Marketingeffekt erzeugen.

Public Domain
Gemeinfreiheit. In die Public Domain fallen z.B. Werke, deren gesetzliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Quick-Time

QuickTime ist eine von der Firma Apple entwickelte Multimedia-Architektur für Windows und Mac OS. Die QuickTime-Architektur ermöglicht es, dass ein kompletter Produktionsprozess (Capturing & Import, Syncronisation, Composing & Effekte, Kompression & Export, Auslieferung und Wiedergabe) vom Anfang bis zum Ende auf einer einzigen Medienplattform durchgeführt werden kann. Dazu verfügt QuickTime über ein umfangreiches Repertoire an Manipulations- und Interaktionsmöglichkeiten mit einer Vielzahl unterschiedlichster Medientypen. Mit QuickTime können z.B. Audio- und Videodateien über das Internet verbreitet werden.

Real Audio
RealAudio ist ein Audiodateiformat von RealMedia das vorwiegend für Audio-Datenströme (Streaming Audio) eingesetzt wird. Mit RealAudio komprimierte Dateien sind meistens verlustbehaftet. Dabei verwendet RealAudio ähnlich wie MP3 und Ogg-Vorbis zur Komprimierung die Tatsache, dass das menschliche Ohr bestimmte Toninformationen nicht wahrnimmt.

Realtone (s. Klingeltöne)

Ringbacktone
Ausschnitte eines Musikstückes, die von einem Rufnummerinhaber ausgewählt werden, um dann bei einem Anruf parallel oder auch statt des normalen Freizeichens eingespielt zu werden.

Ringtone
(s. Klingelton)

Ring-up Tone
Ring-Up Tones ermöglichen Mobilteilnehmern eine Personalisierung ihrer Geräte, durch die Anrufer anstelle des üblichen Signaltons ausgewählte Musikstücke hören, solange das angerufene Mobiltelefon klingelt (Vgl. auch Ringbacktone).

RSS
RSS steht für Really Simple Syndication, was soviel wie “wirklich einfache Mehrfachveröffentlichung” bedeutet. RSS ermöglicht es dem User, Nachrichten, Artikel oder Beiträge von Websites per RSS-Feed zu abonnieren. Die aktuellsten Nachrichten werden dabei direkt an den Abonnenten versendet. Ein besuchen der jeweiligen Website, um nach aktuellen Nachrichten zu schauen, ist nicht mehr nötig. Der Unterschied zu einem E-Mail-Newsletter besteht darin, dass die Initiative vom Empfänger ausgeht und der Versender keine Kontrolle hat. Um einen RSS-Feed zu empfangen benötigt man einen Feedreader. Solche Feedreader sind seit einiger Zeit in gängigen Webbrowsern und E-Mail-Clients integriert.

Sales Tax
Umsatzsteuer, nzw. Mehrwertsteuer

Server
Computer, die in einem Netzwerk oder im Internet ihre Dienste bzw. Daten zur Verfügung stellen. Im Internet gibt es z.B. Web-, FTP- und Mail-Server.

Simulcast
Simulcast ist ein Kunstwort aus "Simultaneous" und "Broadcast" und steht für eine Simultanübertragung desselben Inhaltes über mehrere Rundfunkwege.

Single Track Download
Unter Single Track Download versteht man das Herunterladen einzelner Musikstücke (s. A la Carte Download). Seit Mitte 2007 zählen auch rein digital veröffentlichte Single Tracks in die deutschen Charts.

SMAF
SMAF ist ein polyphones Klingeltonformat

SMAV
Smav ist ein Format für Klingeltöne.

SMS / MMS-Infoservice
Ein SMS/MMS-Infoservice vermittelt/versendet verschiedene Informationen via SMS/MMS auf das Mobiltelefon.

Soundlogo
Ein Soundlogo ist ein Musikstück, dass bei einem Anruf statt oder neben dem Rufton gespielt wird (vgl. auch Ring-up oder Ringbacktone).

Streaming
Üblicherweise können Dateien erst genutzt werden, wenn sie vollständig zur Verfügung stehen. Um im WWW das Abspielen von Multimediadateien, die ja enorm groß werden können, zu erleichtern, gibt es das Streaming-Verfahren, wofür allerdings Software benötigt wird, wie z.B. mit QuickTime, WindowsMedia, RealAudio, Shockwave, die der User kostenlos erhalten kann. Dabei werden die Dateien in einzelne kleine Datenpakete aufgeteilt, die schon aktiviert werden, obwohl die Datei noch nicht komplett übertragen ist. Dadurch ist es z.B. möglich, über das Internet Radio zu hören. Für den Urheber stellt das Streaming ein Mittel dar, sein Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren, gleichzeitig aber die Nutzung zu kontrollieren, da ein Download der Werke dabei nicht stattfindet. (Anmerkung: Eigentlich findet schon ein Download statt. Die Daten werden aber nur temporär auf dem Rechner zwischengespeichert. Es ist relativ leicht Streams auch herunterzuladen. Meines Wissens können auch Streams als illegale Downloads belangt werden.)

Streaming-Service
Zu den legalen Musikstreamingdiensten in Deutschland gehören z.B. Spotify, Simfy, oder Napster. Diese Unternehmen bieten gegen eine monatliche Nutzungspauschale ihren mehr oder weniger umfangreichen Musikkatalog zum Streaming an. Diese Angebote gibt es häufig auch in einer werbungsfinanzierten Umsonstvariante. Der Konsument kann die Musiktitel nur so lange nutzen, wie er die monatlichen Abogebühren bezahlt. Dies wird durch ein entsprechendes DRM gewährleistet. Der zur Verfügung gestellte Musikkatalog ist bei der zuständigen Verwertungsgesellschaft lizenziert.

Subscription-Model (s. Abo-Modell)

Tag / Tagging
Unter einem Tag (tagging/deutsch: mit einem Etikett versehen) versteht man auf dem Gebiet der Sozialen Software einen Deskriptor (Schlagwort), mit dem Objekte/Informationen kategorisiert werden. Dieser Vorgang wird als "Tagging" bezeichnet. Bei den kategorisierten Objekten handelt es sich z.B. um Lesezeichen, Webblogs oder Fotos. So kann man auf einer Internetseite z.B. Urlaubsfotos aus Estland mit dem tag "Estland" versehen. Andere, die sich für Fotos aus Estland interessieren, können dann mit Hilfe dieses Schlagworts diese Fotos finden.

Take Down Notice
Eine Take-Down-Notice ist die Aufforderung zur Entfernung bestimmter Inhalte auf einer Website oder eines Downloadshops.

Upload
Hochladen: Der Benutzer schickt seine Daten/Dateien von seinem auf einen fremden Computer/Server.

Urheberabgabe
Die „Urheberabgabe“ (auch Geräte- und Leermedienabgabe) stellt einen Ausgleich für private Kopien dar, die das Gesetz in begrenztem Umfang erlaubt. Der Kaufpreis von Geräten und Leermedien (wie CD-Rohlingen, MDs, CD-Brennern, MP3-Playern usw.), die sich für eine Vervielfältigung eignen, ist so kalkuliert, dass der Handel hiervon eine Urheberabgabe abführen kann. Anspruch auf die Abgabe haben Urheber und Leistungsschutzberechtigte, deren Werke und Leistungen (z.B. Aufnahmen in Form von Tonträgern) bei der Nutzung der Geräte und Leermedien vervielfältigt werden können. Geltend gemacht werden kann die Urheberabgabe aus Gründen der Praktikabilität jedoch nur durch Verwertungsgesellschaften, die dabei ihrerseits die Urheber vertreten. Zu ihnen zählen u.a. die GEMA, die GVL, die VG Wort und die VG Bild-Kunst. Zur Vereinfachung der Geltendmachung der Abgabe haben sich alle betroffenen Verwertungsgesellschaften in der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) zusammen geschlossen, die die Abgabe für alle Verwertungsgesellschaften gemeinsam einzieht und dann an diese weiterleitet. Die einzelnen Verwertungsgesellschaften schütten die Einnahmen anschließend nach bestimmten Schlüsseln an die in ihnen jeweils zusammengeschlossenen Berechtigten aus. Die GEMA schüttet ihre Einnahmen beispielsweise als Zuschläge in den Abrechnungssparten aus, in denen die private Vervielfältigung vorgenommen wird – Rundfunk und Tonträger.

Usage Percentage
Prozentuale Verwendung, etwa vom Download oder Streaming eines Tracks im Verhältnis zum Download oder Streaming des gesamten Angebotes eines Onlinemusicservice. Ist häufig auch eine Grundlage der Vergütungsberechnung bei einigen Onlinemusicservices.

Videoklingelton
Bei Anruf wird nicht nur ein Ton, sondern auch bewegtes Bild auf dem Handy abgespielt.

Voice-Service
Ein Voice-Service ist ein völlig durch Spracheingabe gesteuertes Informationsportal via Handy oder Telefon. Mittels umfassender Sprachsteuerung können persönliche Informationen wie z.B. E-Mails, aktuelle News, Kino-Tipps und vieles mehr abgehört werden.

Wallpaper
Ein Hintergrundbild (Wallpaper) ist eine mehr oder weniger gestaltete Fläche im Hintergrund einer Anwendung oder des Desktops (Betriebssystemoberfläche/GUI=Graphic User Interface).

WAP-Service

WAP-Service bedeutet die Vermittlung verschiedener Informationen via WAP (Wireless Application Protocol – einer abgespeckten HTML Version) auf das Mobiltelefon.

Wasserzeichen (s.  Watermark)

Watermark
Watermarks (Digitale Wasserzeichen) erlauben es, Authentizität (den Urheber und die Herkunft des Datenmaterials) oder Integrität (Unversehrtheit) nachzuweisen, indem Informationen direkt in das Datenmaterial eingefügt werden. Die eingebrachte Information ist dabei im Allgemeinen für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar und so mit dem Datenmaterial verwoben, dass ein einfaches Entfernen unmöglich ist, ohne das Datenmaterial selbst zu beschädigen.

WAV
Das WAV-Dateiformat ist ein Containerformat zur (verlustfreien) digitalen Speicherung von Audiodaten, das neben den meist enthaltenen unkomprimierten PCM-Rohdaten (Pulse Code Modulation) auch komprimierte Audiodaten (z. B. ADPCM- oder auch MP3-komprimierte Signale) enthalten kann. Im Unterschied zu verlustbehafteten Formaten wie MP3 oder OggVorbis, werden bei WAV die Audiodaten in der Regel nicht komprimiert. Es stellt heute einen De Facto-Standard für die Verarbeitung von digitalen Audiodaten dar. Will man z.B. die Rohdaten der Audio-CD unkomprimiert in ein vom Computer lesbares Format speichern, ist das WAV-Format hierfür ideal. Da ein komprimiertes Format wie MP3 im Tontechnik-Bereich, wo die Audiodaten direkt bearbeitet und mit Effekten, Rauschunterdrückung oder Filtern belegt werden, meistens aufgrund der zu geringen Qualität nicht geeignet ist, kommt auch hier WAV zum Einsatz. Zum Abspielen auf portablen Playern eignet sich das WAV-Format nicht, da es mit einer Dateigröße, die in etwa 12 mal mehr Platz verbraucht als eine MP3 (bei 128 kbit/s) einfach zu groß ist.

Webcast
Ein Webcast ist eine innovative Form von Online-Berichten, ähnlich Fernsehberichten. Dabei können direkt am Bildschirm Vorträge, Sendungen etc. verfolgt werden und zwar meistens live und interaktiv, denn wenn gewollt, kann während des Vortrages kommentiert, Feedback gegeben oder es können Fragen gestellt werden

Webinterface

Als Webinterface (Webschnittstelle) bezeichnet man entweder eine Benutzeroberfläche (GUI =graphische Benutzeroberfläche), auf der der Anwender Änderungen der Gerätekonfiguration vornehmen (z.B. Eingabe von Anwenderdaten für die Anmeldung bei Hansenet, T-Online etc.) kann oder aber eine nicht graphische Benutzeroberfläche, die Programmen Informationen liefert. Die Aufgabe einer Schnittstelle ist das Weiterreichen von Informationen.

Weblog
(vgl. Blog)

Webradio

Als Webradio (Internetradio) bezeichnet man ein Internet-basiertes Angebot an Radiosendungen. Die Übertragung erfolgt i.d.R. als Streaming; zur Nutzung sind entsprechende Streaming-Clients erforderlich.

W-LAN
WLAN ist die Abkürzung für "Wireless Lan" und bezeichnet ein drahtloses, kabelloses Netzwerk, auch bekannt als RLAN. Die Wireless Lan (WLAN) Technik ermöglicht den drahtlosen Einstieg in ein Netzwerk und wird daher gerne dazu verwendet den Netzwerkzugang für Laptops zu realisieren.

WMA

Windows Media Audio ist ein Microsoft-eigener Standard für digitale Musik, erkennbar an der Dateiendung 'wma'. Es bietet eine gute Tonqualität bei einer hohen Datenkompression und beinhaltet (im Gegensatz zu MP3) gleichzeitig einen Kopierschutz gemäß SDMI (Secure Digital Music Initiative, bestehend aus 160 (großen) Firmen, aus der Musik-, Unterhaltungselektronik-, und Computerindustrie), der durch die Windows-Media-Digital-Rights-Management-Technologie (DRM) gewährleistet ist. WMA ist "streaming"-fähig (siehe Kurs-Seite "Streaming-Audio") und wird vom Windows Media-Player unterstützt.

XML
XML gehört wie HTML (Hypertext Markup Language, der Standard für Web-Seiten wie diese) zu den sogenannten Dokumentbeschreibungs- oder auch Auszeichnungssprachen. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Programmiersprache, mit der Befehle für den Prozessor eines Computers beschrieben werden können. Eine Auszeichnungssprache (auf Englisch wird "Auszeichnung" als "Markup" bezeichnet) enthält Anweisungen für die Darstellung von Informationen. HTML kümmert sich vor allem darum, wie ein Dokument vom Internet-Browser dargestellt werden soll. Jedoch ist HTML kaum in der Lage, genaue Angaben zum Inhalt des Dokuments und seiner Struktur zu machen. Solche Angaben zur Art von Informationen, so genannte Metadaten (Informationen über Informationen), sind sinnvoll, wenn es um eine gezielte Nutzung von Informationen oder ihre elektronische Verwendung geht. Dies wird mit Hilfe von XML möglich: Hier werden Inhalt und Form, Struktur und Gestaltung getrennt behandelt. XML kommt daher auch bei Metadaten zum Einsatz. XML Daten können von Website-Betreibern daher in einem automatischen Prozess an Suchmaschinen weitergeleitet werden um diesen eine vereinfachte Indexierung der eigenen Inhalte zu ermöglichen.


Tags: Wirtschaft, Wie funktioniert eigentlich...,

Kategorie: Musikwirtschaft, Know How,

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