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Politik18.06.2018 Autor_in: Verena Blättermann

Rückblick auf den ersten Musikwirtschaftsgipfel

Am 14. Juni 2018 stellten die 16 wichtigsten Verbände der Musikbranche ihre aktuellen Themen und Forderungen im Rahmen der Tagesspiegel-Konferenz „Agenda Spezial - Der Musikwirtschaftsgipfel“ Vertreter_innen von Bundesregierung und Opposition vor. Der Musikwirtschaftsgipfel bündelte erstmals die Verbände und ihre Forderungen in dieser Form und rückte die kulturelle und wirtschaftliche Relevanz der Musikwirtschaft in den Fokus.

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters eröffnete die Veranstaltung im Tagesspiegel Haus und sprach sich u.a. für musikkulturelle Vielfalt, mehr Frauen in Führungspositionen und eine Debatte über die gesellschaftliche Verantwortung der Musikbranche aus. Außerdem forderte sie erneut die Regulierung von digitalen Plattformen und eine angemessene Beteiligung von Urheber_innen und Rechteinhaber_innen an den von Plattformen erwirtschafteten Erträgen. Zudem erklärte sie, dass Plattformen aktiv bei der Verhinderung von Rechtsverletzungen mitwirken müssen.

Der VUT war in den Arbeitsgruppen zu den Themen Regulierung von Online-Plattformen (Value Gap), Musikförderung und Steuern und Abgaben vertreten und beteiligte sich so an der Vorbereitung der Konferenz. Neben diesen Themensträngen gab es auch eine Session zum Themenfeld „Umwelt und Infrastruktur“.

Foto: Verlag Der Tagesspiegel

Die VUT-Vorstandsvorsitzende Désirée Vach präsentierte ein Briefing zur Musikwirtschaftsförderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ihre Kernforderungen lauteten:

1. Erhöhung der Mittel für die Künstler- und Infrastrukturförderung der Initiative Musik von 3 auf 15 Mio. pro Jahr

2. Entwicklung von passgenauen Förderinstrumenten für Selbstständige und KMU auf Länderebene – in Ergänzung zur Förderung des Bundes

3. Nachhaltige Förderung von Mobilität und Internationalisierung von Musikunternehmen zur Erschließung neuer Märkte und zum Ausbau internationaler Wettbewerbsfähigkeit

Zudem forderte sie, dass alle Förderinstrumente einen KMU- und Diversitätscheck durchlaufen sollten. D.h. dass sie an die Struktur der Branche, die zu 99 Prozent aus kleinen und mittleren Unternehmen besteht, angepasst sein sollten, alle Geschlechter von ihnen profitieren und dass sie allen Genres offenstehen. Die gesellschaftliche Vielfalt sollte sich auch in der Förderung abbilden.

Foto: Verlag Der Tagesspiegel

Der Musikwirtschaftsgipfel wurde mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch die Initiative Musik gefördert. Die Idee für die gemeinsame Konferenz stammt von Prof. Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv). Neben dem VUT waren der Bundesverband Musikindustrie, der Bundesverband Musiktechnologie, der Bundesverband Popularmusik, der Deutsche Komponistenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, der Deutsche Musikverleger-Verband, der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren, die GEMA, die GVL, die LiveMusikKommission, die Society of Music Merchants, die Union Deutscher Jazzmusiker und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen Förderer und Partner der Veranstaltung.

Weitere Informationen:

+ Die Pressemitteilung der Initiative Musik

+ Die Eröffnungsrede von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters

Tags: Förderung, Politik, Value gap,

Kategorie: VUT Start, Politik, Presse,

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