VERBAND UNABHÄNGIGER MUSIKUNTERNEHMER*INNEN E.V.
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Presse14.07.2020 Autor*in: Laureen Kornemann

Die Nominierten der VIA – VUT Indie Awards 2020 stehen fest

  • 20 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte der unabhängigen Musikbranche sind nominiert
  • Neue Kategorie "Best New Music Business" zeichnet herausragende, kreative und unternehmerische Arbeiten in der deutschen Musikwirtschaft aus.
  • Awards am 17. September im Hamburger Schmidtchen im Rahmen des Reeperbahn Festivals vergeben

20 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte sind 2020 auf der Shortlist der ersten und einzigen Kritikerpreise der unabhängigen Musikbranche, den VIA – VUT Indie Awards. Die Preise werden basierend auf Originalität und Qualität vergeben und nicht aufgrund von kommerziellem Erfolg. Zum achten Mal zeichnet der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e.V. (VUT) herausragende Talente der unabhängigen Musikbranche aus. Die Gewinner*innen werden am 17. September auf der VIA-Preisverleihung im Beisein der nominierten Künstler*innen, Laudator*innen und geladenen Gästen im Rahmen des Reeperbahn Festivals verkündet. Interessierte Zuschauer*innen können an der Verleihung über eine Liveübertragung im Internet teilnehmen.

In der Kategorie "Beste*r Newcomer*in" haben die VUT-Mitglieder in diesem Jahr Al Stone, Blond, Catt, The Düsseldorf Düsterboys und Trixsi als mögliche Nachfolger*innen von Alice Merton auf die Shortlist gewählt. Eine Fachjury, bestehend aus mehr als 250 Expert*innen aus u.a. Medien, Fachhandel und Vertrieb, stimmte in allen anderen Kategorien ab: Nominiert für den VIA als "Bester Act" sind dieses Jahr EbowNiels Frevert und Nils Frahm. In die Fußstapfen von Grönland Records in der Kategorie "Bestes Label" könnten das Beverungener Label Glitterhouse Records oder die Berliner Mansions and Millions oder Morr Music treten. Anwärter*innen für den VIA Award in der Kategorie "Bestes Album", der im letzten Jahr an Bilderbuch ging, sind Aldous Harding mit "Designer", Bohren & der Club of Gore mit "Patchouli Blue" und Ilgen-Nur mit "Power Nap"

Als "Bestes Experiment" sind in diesem Jahr nominiert: Die experimentelle Produzentin Arca mit der 62-minütigen Single "@@@@@"; Einstürzende Neubauten, die mit ihrer experimentellen Klangkunst ein völlig neues Musikverständnis geprägt haben und 2020 ihr 40-jähriges Bandjubiläum feiern; sowie das Album "Analog Fluids of Sonic Black Holes" von Camae Ayewa alias Moor Mother, auf dem sich die in Philadelphia lebenden Künstlerin, Dichterin, Musikerin und Aktivistin u.a. mit strukturellem Rassismus auseinandersetzt. 

Erstmals werden dieses Jahr Unternehmen und Projekte mit dem Preis für "Best New Music Business" ausgezeichnet: Der Preis steht für den Aufbau eines neuen Unternehmens, für die erfolgreiche Entwicklung kreativer und wirtschaftlich tragbarer Ideen und den Mut zur Selbstständigkeit um die deutsche Musikwirtschaft zu fördern. Hier nominiert sind die Düsseldorfer Konzertreihe Fem Pop Konzerte, die Leipziger von Low Budget High Spirit, die sich selbst als "Independent Musikbusiness Know-How-Transfer Maschine" bezeichnen sowie die United We Stream-Kampagne, die während der Corona-Krise täglich Konzerte und DJ-Sets im Internet streamt und versucht die allseits vermisste Clubatmosphäre ins Wohnzimmer zu übertragen. 

Mark Chung, Vorstandsvorsitzender des VUT: "2020 ist auch für die Musikbranche kein so tolles Jahr. Umso wichtiger, die unabhängigen Akteure bei den VIA Awards auf eine – wenn dieses Mal auch nur virtuelle – Bühne zu stellen. Gerade jetzt haben es die Künstler*innen, Labels, Experimente und Anwärter*innen auf den neuen Preis 'Best New Music Business' verdient, für ihr außergewöhnliches Schaffen des letzten Jahres ausgezeichnet zu werden. Zumindest ist im Internet dieses Jahr mal ausreichend Platz für die Gästeliste des heimlichen Höhepunkts des Reeperbahn Festivals."

Detlef Schwarte, Director Reeperbahn Festival Conference: "VIA bleibt VIA, da bin ich mir sicher. Auch wenn die Gala in diesem Jahr einmal ganz anders ausfällt als auch wir es uns gewünscht hätten, ist sie ein unersetzliches Zeichen für die Vielfalt in unserem Sektor. Um die Vielfalt, für die die unabhängigen Musikunternehmer*innen und ihre Künstler*innen stehen, muss schon lange gekämpft werden. Dieses Jahr nun noch etwas mehr als sonst. Ich wünsche dem VIA und allen Beteiligten dafür das nötige Durchhaltevermögen und die gewohnte Gelassenheit!"

Der VUT dankt insbesondere der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg als Hauptförderer der Awards, dem Reeperbahn FestivalMerlin, der GEMA, der GVLPhononet, allen VUT-Freund*innen und Unterstützer*innen sowie dem diesjährigen Medienpartner MusikWoche. Aufgrund der Großzügigkeit eines Hamburger Musikliebhabers werden die VIA Awards wieder mit 10.000 Euro dotiert, dafür dankt der Verband ihm herzlich. Den Gewinner*innen in der Kategorie "Bestes Label" schenkt unser Medienpartner Musikwoche außerdem eine ganzseitige Anzeige in einer der folgenden Ausgaben.

Tags: VIA Award,

Kategorie: VUT Start, Presse,

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