MEWEM 2023 – Die Mentor*innen

Wir freuen uns, dass wir für die diesjährige Runde des MEWEM-Mentoringprogramms zehn tolle Mentor*innen gewinnen konnten. Hier erfahrt ihr mehr über sie!

Henrietta Bauer

Foto: Franz Krise

Henrietta Bauer ist die Inhaberin des in 2022 gegründeten Musiklabel/Verlag und -Bookingagentur BRETFORD. Mit 17 Jahren wurde sie Teil des Bookingteams des Nordhessischen Musikschutzgebiet Festivals, daraufhin folgten einige Jahre als Managerin der Band Isolation Berlin, sowie ein Musikbusiness Studium an der Popakademie Baden-Württemberg. Sie war langjährige Produktmanagerin des Independent Labels Staatsakt und dessen outernational Sublabel Fun In The Church, bis sie sich schließlich 2022 mit der Gründung der What Is Happening? I Feel It Everywhere! GmbH als Labelbetreiberin, Bookingagentin und Verlegerin selbstständig machte. Neben ihrer Tätigkeit als geschäftsführende Inhaberin des Unternehmens ist sie außerdem Managerin der Berliner Bands Chuckamuck und Die Verlierer.

3 Fragen an Henrietta

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
weil ich auf den Austausch und gegenseitige Inspiration mit meinem Mentee und der Gruppe gespannt bin. Jemandem bei dem Einstieg in das Business beiseite zu stehen wird sicher interessant.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Die Musikbranche bietet unglaublich viele Möglichkeiten sich zu verwirklichen. Man sollte sich durch gegebene Strukturen nie entmutigen lassen und die eigenen Ziele verfolgen.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
meist aufgrund von schwindendem Umsatz - der Umschichtung der vielseitigen Musikpresse zu großen Streaminganbietern und Playlisten, die zwar auch ein kuratiertes Angebot bieten, ein großer Teil der Musikhörerschaft wird aber hierbei auf nur wenig Angebot reduziert, das in Nischen noch wenig ausgearbeitet ist. Eine Chance sehe ich darin, dass in der Branche jedoch ständig Entwicklung stattfindet.


Katharina Köhler

Katharina Köhler ist seit 15 Jahren Managerin der Gruppe DEICHKIND. Nachdem sie mehrere Jahre angestellt bei der Bookingagentur Buback Konzerte war, und neben Deichkind Bands, wie Die Beginner, Jan Delay, egoexpress, Die Goldenen Zitronen und DJ Koze betreute, machte sie sich 2013 als Künstlermanagerin selbstständig. Nach über 15 Jahren klassischen Bandübernahme-Verträgen, entschied sich Deichkind 2014 für einen Vertriebsdeal mit Universal Music und gründete ihr eigenes Label Sultan Günther Music, das Katharina als Label- und Produktmanagerin leitet. Auf dem Label wurden die Deichkind Alben „Niveau Weshalb Warum“ (2015), Nummer 1 der deutschen Charts, das Album „Wer Sagt Denn Das?“ (2019) und das aktuelle Album „Neues Vom Dauerzustand“ (2023), Nummer 2 der dt. Charts, veröffentlicht. 2021 gründete sie gemeinsam mit Saskia Trautwein die Managementagentur female force mgmt, mit dem Ziel das Musikbusiness neu zu gestalten. Seit 2022 arbeiten sie mit dem Künstler CONNY zusammen.

3 Fragen an Katharina

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich mir für mich immer eine Mentor*in gewünscht hätte, da ich das super wichtig finde für die eigene Entwicklung.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Eigentlich ist mein wichtigster Tipp alles nicht so ernst zu nehmen und sich Verbündete zu suchen.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
derzeit den steigenden Kosten vor allen Dingen im Live-Bereich, wo im Grunde hauptsächlich Geld verdient wird. Eine tolle große Chance sehe ich gerade mit einer neuen Generation in der Branche, die einiges anders machen möchte. Offener mit Fehlern umgeht, interessiert daran ist nicht in einen Burn Out zu schliddern und die grundsätzlich mehr Verständnis und Interesse an Diversität hat. Das ist total inspirierend und macht total Spaß!


Deirdre Laughton


Foto: Eskapaden

2001 - 2005 Enforcer Management / div. Künstler Management
2005 - 2007 Label Managerin Nesola GmbH / Sony Music
2007 - Heute Gründung Eskapaden Musik München

3 Fragen an Deirdre

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
sich die Musiklandschaft ständig verändert, vorallem für Frauen. Da möchte ich gerne den Einstieg in dieser Branche für Frauen unterstützen.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Freude am Job, Originalität, Mut,  Fleiß, immer gut vorbereitet sein. Mein Motto "Actions are louder than words."

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
Chancengleichheit!


Mira Mann


Foto: Rosanna Graf

Mira Mann ist Autorin, Musikerin und Buchautorin. Mit ihrer Arbeit erforscht sie die performativen Möglichkeiten des gesprochenen und geschriebenen Wortes an der Schnittstelle von Text, Körper und Musik. Mit der Gründung ihrer ersten Band candelilla (2001 - 2017) und der Durchführung erster eigener Veranstaltungen im Jahr 2001 positioniert sie ihre Arbeit im Kontext von Subkultur und (Pop-)Musik. Neben ihrer Arbeit als Musikerin und Autorin ist sie als Kuratorin für Festivals wie das Frameworks Festival und das Theatron-Pfingst Festival in München tätig. Seit 2022 betreibt sie zusammen mit Daniela Schroll ihre eigene Konzertreihe für abstrakte Popmusik "Intimacy Quarterly".

3 Fragen an Mira

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich Feministin bin.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
unsere Branche braucht viele gute neue Ideen.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
neuen Formaten, neuen Zielsetzunge.


Sophie Alarcon

Zwar hat Musik schon immer eine wichtige Rolle in Sophies Leben gespielt, doch bevor sie sich dieser auch beruflich gewidmet hat, hat sie sich erst noch in anderen Bereichen der Kreativwirtschaft ausgetobt und dabei unter anderem Einblicke in die Theaterwelt samt Festivalorganisation, Pressearbeit und Tourmanagement erhalten.

Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis sie sich dann doch ganz auf die Musik konzentriert hat und bei Universal Music, BMG und Deezer ein umfangreiches Insiderwissen in puncto (digitaler) Musikmarkt sammeln konnte. Denn während sie bei Ersterem als Project Coordination Managerin tiefer in das Planen und Durchführen von Marketingkampagnen für Frontline-Releases einsteigen und somit das nötige Know-How, um die Release-Performance zu maximieren, verinnerlichen konnte. Hat sie bei BMG als Streaming Managerin und bei Deezer zuerst als Global Editorial Content Assistant und dann als Artist und Label Relations Managerin tiefere Einsichten in die Streamingwelt erhalten.

3 Fragen an Sophie

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
wir in Deutschland und besonders auch in der Musikindustrie immer noch ein Problem der Repräsentation bzw. Unterrepräsentation haben. Leider hat sich da in den letzten Jahren auch nicht genug getan. Schauen wir uns nur einmal die Charts an...  Auch bei Deezer, als wir unsere Daten für das Jahr 2022 ausgewertet haben, waren wir schockiert, wie gering der Anteil von Frauen ist, wenn man sich die "most streamed" Releases anschaut. Gerade deshalb brauchen wir dringend Initiativen wie MEWEM und es bedeutet mir selbst viel, hier vielleicht einen kleinen Beitrag beisteuern zu können.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Lasst euch nicht verunsichern! Es gibt zwar leider in der Musikwirtschaft noch zu viele veraltete Strukturen, man sieht leider immer noch zu viele alte, weiße, heterosexuelle, cis Mann in Führungspositionen, die vieles so machen, weil es schon immer so gemacht wurde. Die gerne die Augen vor Veränderung verschließen.  Aber demgegenüber stehen auch immer mehr und mehr Menschen, die sich dagegen auflehnen, die frischen Wind reinbringen, die hinterfragen und Veränderungen anschieben. Lasst euch nicht von den alten weißen Männern einschüchtern, steht für euch ein, für eure Meinung, für eure Zukunft. Die gehört nämlich euch!

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
den existenziellen Schwierigkeiten von Musikschaffenden. Denn einerseits leben wir in einem digitalen Zeitalter, in welchem Streaming mittlerweile den Verkauf von physischen Tonträgern überholt hat. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass Streams (gerade wenn man nicht zu den globalen Superstars zählt) leider als Einkommensquelle oft nicht reichen. Zusätzlich gibt es dann noch den Social Media Druck: Zwar bieten Social Media interessante Vermarktungspotentiale, aber sie verlangen gleichzeitig auch ein großes Zeitinvestment. Und auch Fans können von diesem digitalen Überangebot überfordert werden.  Andererseits bietet uns die Digitalisierung aber auch neue Potentiale: Denn gerade Künstler*innen, die u.a. in eher konservativen Medien weniger stattfinden, haben hier die Möglichkeit, gesehen und gehört zu werden. Und wichtige Initiativen wie MEWEM, die das Ziel haben, Ungerechtigkeiten in der Branche aufzuzeigen und zu bekämpfen, können ebenfalls eine ganz andere Reichweite erzielen.   Daher bin ich grundsätzlich der Meinung, dass gerade durch diese existenziellen Schwierigkeiten aktuell ein Umschwung in der Branche stattfindet. Vielleicht noch nicht in dem Tempo, in dem das sein sollte, aber bereits jetzt sehen wir, wie sich Teilbranchen zusammenschließen, um diese Problematik anzugehen. Wie sich auch Streaming Services z.B. mit der Veranstaltungsindustrie zusammentun, um noch bessere Einnahmequellen zu schaffen, etc.


Vanessa Poku

Vanessa hat ihre Leidenschaft für die Musikbranche während des Studiums entdeckt. Seit 2016 arbeitet sie beim Hamburger Verlag ROBA Music im Bereich Copyright, seit 2020 als Head of Copyright International.

Bei ihrer täglichen Arbeit hat sie mit internationalen Verlagsverträgen und Verwertungsgesellschaften zu tun und ist Ansprechpartnerin für alle internationalen Partner des Verlags, verantwortlich für die Verwaltung und Administration der Werke dieser Partner und für die Vertragserstellung.

3 Fragen an Vanessa

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich schon immer Frauen in der Branche unterstützen wollte und sich nun endlich die Change dazu ergibt. Ich große Freude daran habe, mein Wissen zu teilen und andere in ihrem Bestreben zu unterstützen und es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und von aneinander profitieren. Auch freue ich mich sehr auf den Austausch mit meiner*meinem Mentee und der Gruppe. Ich denke, dass ich viel draus mitnehmen werde.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Hinfallen, Krone zurechtrücken und weitermachen – glaub an Dich! Lass dich nicht von deinen Zielen abbringen, auch wenn der Weg manchmal etwas länger ist, als gedacht. Umgib dich mit Menschen die Dir gut tun und behalte dir die Freude an dem was du tust.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
Problematisch: Keine faire Vergütung an Urheber*innen der verschiedenen Online-Plattformen / Was gebraucht wird: Mut und Inspiration sich von anderen abzuheben.


Pamela Schobeß

Foto: Paola Vertemati

Pamela Schobeß ist seit etwa 25 Jahren Clubmacherin in Berlin und betreibt mit ihrem Partner Lars Döring das Gretchen. Sie ist als politische Sprecherin im geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbands für Musikspielstätten LiveKomm.

Außerdem ist sie im Aufsichtsrat der Initiative Musik und Mitglied der IHK-Vollversammlung. Von 2019 bis 2022 war sie die Vorsitzende der Berliner Clubcommission. Parallel zum Clubleben war sie etliche Jahre in der Medienentwicklungszusammenarbeit tätig – hauptsächlich in Afrika. Sie hat eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert und ein abgeschlossenes Studium in Kommunikations-, Politik- und Filmwissenschaften.

3 Fragen an Pamela

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich Menschen für unsere wunderbare Branche motivieren möchte.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Nicht unterkriegen lassen. Ehrlich sein. Nein sagen können. Und viel lachen.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
der Anerkennung als "must-have" in unserer Gesellschaft.


Nasrin Vahdani


Foto: Annette Koroll

Nasrin Vahdani mischte schon früh in der Punk- und Metalszene mit. Sie startete ihre Musikbusiness-Karriere in der Hannoveraner PR-Agentur cmm. Später war sie Mitgründerin der PR-Agentur Pirate Smile, arbeitete einige Jahre für Century Media Records und später unter anderem bei Spinefarm Records (Universal Music) als Labelmanagerin. Anfang 2021 kehrte Vahdani schließlich zu dem mittlerweile von Sony Music übernommenen Label Century Media Records als Head of Marketing zurück. Mittlerweile leitet sie als Director Marketing Century Media sowohl die Produktmanager*innen als auch die Marketing & PR Abteilung.

3 Fragen an Nasrin

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich viel Freude daran habe, Wissen zu teilen und junge Menschen auf ihrem Weg in der Musikindustrie zu begleiten. Ich bin ein Gegner von Gatekeepertum und glaube daran, dass Menschen nur ihr volles Potential abrufen können, wenn man den Rahmen dazu bietet.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Nutzt das vorhandene Wissen der "Älteren" und glaubt nicht, Ihr erfindet das Rad neu. Jede Idee, die Ihr irgendwann haben werdet, hat schonmal jemand vor Euch gehabt. Nutzt die Erfahrungen der Vorgänger*innen, um das Beste aus einem Projekt rauszuholen.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
der Veränderung unserer Gesellschaft und im Feminismus. Dass Diversity, Equity und Inclusion so ein präsentes Thema geworden ist, ist ein absoluter Segen, und wird alte Strukturen nachhaltig aufbrechen und somit die Welt verändern. Die größte Herausforderung wird hierbei sein, dass man sich nicht entmutigen lässt und konsequent weiterkämpft, auch wenn man manchmal das Gefühl bekommt, es ändert sich nichts. Nicht aufgeben! Two steps forward, one step back: ist immer noch Fortschritt.


Naddi M. Rodriguez

Foto: Ronny Ladendorf

Naddi oder Naddl genannt arbeitet seit 18 Jahren im AJZ Chemnitz e.V. – einem der größten Veranstaltungszentren in Chemnitz. Ihre ersten Erfahrungen machte sie dort im Konzert- und Gastrobereich, seit 2009 leitet sie als Vorstandsvorsitzende den Verein und veranstaltet neben regelmäßigen, internationalen Konzerten auch Kongresse und Partys. Schon zu Studienzeiten hat sie in diversen Veranstaltungslokalitäten in Chemnitz gearbeitet, unter anderem im Subway to Peter, im Nikola Tesla oder im Atomino und kennt den Kulturbereich besser als ihre Westentasche.

Seit 2020 ist Naddi außerdem im Vorstand von "Hand in Hand e.V." und versucht nicht nur dadurch die subkulturelle Szene in Chemnitz zu stärken und wachsen zu lassen, sondern auch mit ihrer Expertise junge Künstler*innen und Kulturakteur*innen zu empowern, Netzwerke neu zu erschließen und Generations- sowie Wissenstransfer zu begleiten und zu ermöglichen.

Naddl hat schon alles gesehen, was die Kulturbranche zu bieten hat – von Volksmusik über Popkonzerte bis zu Metalkonzerten kennt sie die Welt als Artist Care, Bookerin und Veranstalterin.

Mit ihrer Expertise und ihrem Willen, Künstler*innen zu supporten und jungen Menschen Raum zu geben, hat sie nicht nur vielen Bands ein Sprungbrett geboten, sondern auch Kulturakteur*innen in den subkulturellen Kosmos eingeführt. Alles gern ein wenig im DIY Style und immer mit einem Hauch feministischer Punkrockattitüde.

3 Fragen an Julia

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich mir so ein Programm früher gewünscht hätte.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
bildet Banden und unterstützt euch.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
der Teilhabe. Eine wirkliche Partizipation ist nur möglich, wenn wir uns unserer Verantwortung bewusst sind und Zugänge fernab von Diskriminierungsmustern schaffen.


Eleni Zafiriadou

Foto: Tim Dobrovolny

Eleni ist derzeit als Head of Streaming bei recordJet tätig. Sie arbeitet im Bereich Playlist Pitching und ist zudem an Marketingkampagnen für aufstrebende und etablierte Künstler*innen beteiligt. Ein besonderes Augenmerk legt sie dabei auf Diversität. Sie wurde zwei Jahre in Folge für Keychange gebucht, u.a. als Mentorin für Künstler*innen.
Ihre Erfahrung in der Musikbranche verdankt sie nicht zuletzt auch ihrer eigenen, zwanzig Jahre umfassenden Musikkarriere. Seit Anfang der 2000er ist sie selbst als Live-Musikerin unterwegs. Allein mit ihrem 2011 gegründeten Pop-Duo SEA + AIR tourte sie durch 27 Länder und spielte über 1.000 Konzerte. Außerdem komponierte sie Soundtracks und schrieb ein Bühnenstück für das Staatstheater Stuttgart. Derzeit arbeitet sie -neben ihrer Tätigkeit bei recordJet- am dritten Album ihrer internationalen Band Azusa.

3 Fragen an Eleni

Ich bin Mentorin bei MEWEM, weil...
ich den Austausch mit Mentees als sehr bereichernd empfinde, da wir eine Menge voneinander lernen können. Außerdem unterstützenswert Teil eines Programms zu sein, das sich für die Sichtbarkeit von FLINTAs in der Musikbranche einsetzt.

Dem Nachwuchs der Branche möchte ich Folgendes mit auf den Weg geben:
Sucht euch Allies, vernetzt euch, checkt eure Werte und handelt danach.

Die größte Herausforderung und die größte Chance für die Musikwirtschaft sehe ich momentan in...
Herauszustechen unter der wöchentlichen Flut an Releases. Musik zu entdecken, die abseits des Mainstreams und des Dienstleistungsgedanken entsteht. Zugänge zu schaffen für diejenigen, die aufgrund ihrer Herkunft, Klasse oder ihres Geschlechts mit weniger bis kaum Privilegien in die Welt kommen.

MEWEM 2023 – Informationen zum Mentoringprogramm & FAQ für Bewerber*innen

MEWEM ist ein bundesweites Mentoringprogramm für den weiblichen, trans und non-binären Nachwuchs in der Musikwirtschaft. Ziel des Programms ist es,…

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VUT Vielfalt – Netzwerk zur Stärkung von Vielfalt und Gleichberechtigung in der Musikwirtschaft

Aus Music Industry Women wird VUT Vielfalt: Der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen hat sein Netzwerk zur Stärkung von Vielfalt und Gleichberechtigung…

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MEWEM Deutschland – Die Mentor*innen

Wir freuen uns, dass wir für die diesjährige Runde des MEWEM-Mentoringprogramms 12 tolle Mentor*innen gewinnen konnten. Hier erfahrt ihr mehr…

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MEWEM Deutschland – Informationen zum Mentoringprogramm & FAQ für Bewerber*innen

Das VUT-Mentoringprogramm verbindet seit 2015 erfahrene Branchenkenner*innen aus allen Geschäftsbereichen der Musikwirtschaft mit Menschen, die noch am Anfang ihres Berufsweges…

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VUT Diversitäts-Charta

Der VUT setzt sich dafür ein, dass die kulturelle Vielfalt, zu der unabhängige Musikunternehmer*innen maßgeblich beitragen, stärker wahrgenommen wird und eine größere Wertschätzung erfährt. Als Verband verfolgen wir das Ziel, faire Wettbewerbsbedingungen und Marktzugang für alle unabhängige Musikunternehmer*innen zu schaffen, unabhängig von ihrer Größe. Es ist an der Zeit, hierauf aufzubauen.

Nicht zu diskriminieren ist nicht genug! Wir wollen antidiskriminierend und bewusst inklusiv sein.

Ziel der VUT-Charta ist die Förderung von Vielfalt und Inklusion in der unabhängigen Musikbranche Deutschlands. Unsere Charta ist Teil der breiter angelegten Arbeit des VUT zum Thema Vielfalt. Nachdem die Verbandsarbeit seit einigen Jahren bereits von bestimmten Aspekten geprägt wird, verfolgen wir nun einen umfassenderen und strukturierteren Ansatz, der auf der Europäischen Charta der Grundrechte und insbesondere auf der Arbeit unseres Dachverbandes Impala basiert.

Die europäischen Grundrechte verbieten Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft oder der Nationalität, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, der politischen Überzeugung sowie anderer Formen der Diskriminierung (vgl. Artikel 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union).

Als verantwortungsbewusster Akteur müssen wir erkennen, wo die Probleme liegen und zusammen mit unseren Mitgliedern daran arbeiten, diese zu überwinden. D.h. wir wollen direkte und indirekte Diskriminierung abbauen sowie (unbewusste) Vorurteile erkennen und aktiv anders handeln. Wir wollen die Kraft der Musikbranche als Katalysator für Veränderungen nutzen und versuchen, soziale und wirtschaftliche Ungleichgewichte zu überwinden, die die Vielfalt beeinflussen. Wir glauben, dass Vielfalt der Kreativität und dem Geschäft zuträglich ist und unsere Branche dadurch stärken wird.

Diese Charta stellt unsere Vision dessen dar, wofür wir stehen und was wir unternehmen wollen, um Veränderungen zu erreichen.

 

12 Verpflichtungen:

  1. Allen Mitgliedern regelmäßig Umfrageergebnisse zur Verfügung stellen, die die Vielfalt des Sektors in Deutschland deutlich machen.
  2. Regelmäßiges Erfassen und Austauschen von Best-Practice-Beispielen deutschlandweit (Kampagnen, Umfragen oder andere Projekte), die Vielfalt und Integration in der Musikbranche fördern.
  3. Ernennung von "Diversitäts-Fürsprecher*innen" im VUT-Vorstand und in unseren Fachausschüssen. Dies wird in jedem Ausschuss eine andere Person sein, um eine Reihe von Personen in der gesamten Organisation zur Reflexion über Vielfalt anzuregen.
  4. Einbinden von Vielfalt und Inklusion ins Alltagsgeschäft, in Veranstaltungen, Preise und andere Projekte, z.B. durch ein diverses Spektrum von Teilnehmer*innen, das Einbringen von Fragen der Vielfalt in verschiedene Gremien, die Schaffung von "Safe Spaces" etc.
  5. Umsetzung eines Outreach-Programms mit regionalen Organisationen, um sicherzustellen, dass der VUT und seine Mitglieder strukturelle Hindernisse überwinden, sich diversifizieren und so langfristig strukturelle Veränderungen erreichen.
  6. Anbieten von Schulungen zu Vielfalt und Inklusion für Mitarbeiter*innen, Vorstand und Mitglieder zwei Mal im Jahr.
  7. Erstellen einer Anleitung für Mitglieder, wie sie bei der Einstellung von Mitarbeiter*innen, bei Verträgen mit Künstler*innen, in Werbe- und anderen Maßnahmen sowie bei der Auswahl von Dienstleistern, wie z.B. PR- und Marketing-Agenturen, Berater*innen, Lieferant*innen usw., bewusste Inklusion einbringen und Vorurteile beseitigen.
  8. Einsetzen für Gleichheit und Vielfalt im Einstellungsprozess neuer VUT-Mitarbeiter*innen.
  9. Unterstützung relevanter Initiativen im Musiksektor, um die Kraft von Musik und Kultur als Katalysator für sozialen Wandel zu nutzen.
  10. Unter den VUT-Mitgliedern Bewusstsein für Fördermittel schaffen für Projekte, die Gleichheit, Vielfalt und Inklusion fördern.
  11. Unsere Stimme in der deutschen Politik nutzen, um das Thema Diversität auf die Agenda zu bringen wo immer es möglich ist.
  12. Offline- und Online-Medien- sowie Musikdienste bitten, gemeinsam mit uns an verschiedenen Wegen zur Förderung von Vielfalt und Marktzugang in Deutschland zu arbeiten.

MEWEM Europa

MEWEM Europa ist ein von Creative Europe gefördertes Projekt, das darauf abzielt den Zugang von Frauen zu Führungspositionen und Unternehmertum…

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Links zum Thema Diversität in der Musik- & Kreativwirtschaft

Wenn ihr weitere Angebote oder Initiativen kennt, die unbedingt auf diese Liste sollten, dann schreibt Laureen eine E-Mail (kornemann@vut.de). Initiativen…

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Music Industry Women – Das Netzwerk für Frauen in der Musikwirtschaft

Wir haben im August 2015 ein Netzwerk für Frauen in der Musikwirtschaft gegründet: Music Industry Women Warum wir so ein…

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Die Mentor_innen des 3. VUT-Music Industry Women Mentoringprogramms

Wir freuen uns, dass wir für die dritte Runde des VUT-Music Industry Women Mentoringprogramms tolle Mentor_innen gewinnen konnten. Hier erfahrt…

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