VERBAND UNABHÄNGIGER MUSIKUNTERNEHMEN E.V.
ACT UNITED - STAY INDEPENDENT
Vorstand 30.07.2018Autor_in: Désirée Reimer

Kandidat_innen für die Vorstandswahl 2018

Am 19. September 2018 wird im Rahmen der Mitgliederversammlung auf den Indie Days ein neuer VUT-Vorstand gewählt. Hier stellen sich Euch die Kandidat_innen vor.


Matthias Böttcher

Vita/Motivation

Liebe VUT Mitglieder - ich bewerbe mich als VUT Vorstand aufgrund meiner langjährigen Vertriebs- und Handelserfahrung. Seit 2008 arbeite ich als Director Sales & Repertoire für die Kölner Vertriebsfirma GoodToGo / Rough Trade / Groove Attack, zuvor war ich seit 1987 für World Of Music, Polygram, Modular Music und Universal Music in unserer Branche tätig - mit besten Grüßen, Euer Matthias Botsch Böttcher


Andreas Brandis



Vita

Andreas Brandis, 1980 in Heidelberg geboren, studierte Schlagzeug und Musikpädagogik in den Bereichen Jazz- und Popularmusik an den Hochschulen in Leipzig und Luzern und arbeitete als Musiker und Komponist in unterschiedlichen nationalen und internationalen Besetzungen, sowie an verschiedenen deutschen Schauspielhäusern. Nach einem Masterstudium für Kultur- und Medienmanagement in Hamburg war Andreas Brandis seit 2008 in unterschiedlichen Positionen für Unternehmen in der Musikbranche tätig, u.a. ferryhouse productions, Universal Music Group, ECM und Deutsche Grammophon. Er arbeitete im Zuge dessen mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Künstlern aus den Bereichen Pop, Klassik und Jazz. Darüber hinaus war er an der Gründung und dem Aufbau verschiedener Online-Start-Up Unternehmen beteiligt und beschäftigte sich dabei intensiv mit der Verbindung von Kultur und den neuen Medien. 

Seit 2015 ist Andreas Brandis als Geschäftsführer bei ACT Music + Vision in Berlin und München für das gesamte operative Geschäft verantwortlich. ACT ist eines der führenden unabhängigen Musikunternehmen in Europa und begleitet Künstlerkarrieren, die sich im Jazzkontext und über diesen hinaus bewegen. Nils Landgren, Michael Wollny, Joachim Kühn, Esbjörn Svensson oder Youn Sun Nah sind einige der erfolgreichsten Künstler, die hier ihre Heimat haben. Seit 2017 etabliert Andreas Brandis zudem mit Tambour Music Management einen neuen Bereich innerhalb des Unternehmens in Berlin, der sich um die Betreuung und Förderung von Künstlerkarrieren unterschiedlicher Genres (und Labels) und die Produktion eigener Konzertformate kümmert.

Darüber hinaus ist Andreas Brandis immer wieder als Dozent an unterschiedlichen Musikhochschulen und für Förderinstitutionen im deutschsprachigen Raum aktiv und gehört seit 10 Jahren zur Leitung der Sommerakademie Concerto21. der Hamburger Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die alljährlich junge Künstler auswählt und fördert.

Andreas Brandis lebt mit seiner Familie in Berlin.

Motivation

Liebe VUT-Mitglieder und Kollegen,

wie vermutlich alle von uns, hat mich die Begeisterung für die Musik in die Branche gebracht. Zunächst hatte ich das Glück über viele Jahre selbst auf der Bühne stehen und in unterschiedlichen Kontexten künstlerisch arbeiten zu dürfen. Die Label-Arbeit habe ich dann bei einem Indie gelernt und bin glücklich, nach Stationen bei Universal Music und der Deutschen Grammophon, heute unser unabhängiges Label ACT zu leiten.

Von Anfang an war es mein wichtigstes Anliegen in der Label-Tätigkeit, gemeinsam mit neuen, interessanten Künstlern unterschiedlichster Genres zu arbeiten und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Diese Aufbauarbeit, die auch im digitalen Zeitalter unerlässlich, bzw. noch intensiver geworden ist, wird zum allergrößten Teil von den Indies betrieben – und das mit viel Idealismus und großem persönlichen Engagement. Und noch etwas macht die unabhängigen Labels und Verlage so wichtig: Sie sind der Ort, an dem sich Musik frei entwickeln kann. Ich glaube an die Durchlässigkeit von Kategorien und Genres und daran, dass sich Musiker aus allen Richtungen und Kulturen gegenseitig inspirieren und damit auch den Horizont der Musikfans erweitern können, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt.

Der Wert der unabhängigen Unternehmen für die Vielfalt und Qualität der Musiklandschaft kann deshalb gar nicht stark genug betont werden. Zugleich war es nie schwieriger als heute, den für ihre wichtige Arbeit notwendigen Gegenwert zu erwirtschaften. Und so ist es mir ein persönliches Anliegen, das Bewusstsein für diese Arbeit in Politik und Öffentlichkeit zu stärken und ein Umfeld zu ermöglichen, in dem innovative, mutige neue Musikproduktionen und eine große musikalische Vielfalt auch zukünftig möglich sind. Um die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen, zu verbessern und langfristig zu sichern, ist eine Organisation wie der VUT unerlässlich. Denn er bildet das Gegengewicht zur Dominanz der Majors und verschafft den Indies und ihren Künstlern, die schließlich den Löwenanteil der weltweiten Musik-Neuveröffentlichungen tragen, das Gehör und Gewicht, dass sie aus meiner Sicht unbedingt verdienen und brauchen.

Mit meiner Erfahrung etwas zur Arbeit des VUT beizutragen, wäre mir eine echte Herzensangelegenheit.


Mark Chung

Vita

1979 - 1982 Punk im Rip Off Vertrieb
1981 - 1994 Musiker und Manager Einstürzende Neubauten
1986 - 1996 Geschäftsführender Gesellschafter Freibank Musikverlage, Gründung ECC (European Copyright Collection), Gründungsmitglied GUMM (vereinte für begrenzte Zeit unabhängige, Managements von Die Toten Hosen, Die Ärzte, BAP, Groenemeyer, Rio Reiser u.a.), Diverse Labelgründungen und -deals
1995 - 1996 Geschäftsführender Gesellschafter [PIAS] Germany, Gründung und Leitung der deutschen Niederlassung
1997 - 2005 Senior Vice President SINE Sony Music Entertainment International, Labeldeals mit UK- und kontinentaleuropäischen Indies, internationale Vermarktung ihrer Musik
2006 - 2012 Vorstandsvorsitzender VUT e.V., Schwerpunkt Aufbau Lobbyarbeit, Gründung MVV
2008 - 2012 Vice Chairman WIN (World Independent Network)
2012 - 2016 Geschäftsführer Cyburbia Medien GmbH, Musikbezogenes Marketing für Deutsche Telekom, Smart, Mercedes u.a.
2013 - 2016 CEO SMJL GmbH, Ed-tech start-up

Aktuell:
2005 - heute Geschäftsführender Gesellschafter Freibank Musikverlage
2007 - heute Geschäftsführender Gesellschafter HC Publishing GmbH & Co KG, Mitglied des Aufsichtsrats Initiative Musik gGmbH
2012 - heute Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Sprecher Politik & PR Ausschuss VUT e.V.
2016 - heute Kuratoriumsmitglied Musikfonds

Motivation

Als Vorstand würde ich die Geschäftsstelle gern weiterhin mit Schwerpunkt in zwei Bereichen unterstützen:

1. Politische Interessenvertretung der deutschen Independents

Die aktuellen Entwicklungen in Zusammenhang mit der Aktualisierung des europäischen Urheberrechts haben deutlich gemacht, dass wir, verglichen mit der Situation vor einigen Jahren, zwar vorangekommen sind -  aber noch lange nicht stark und effizient genug um die berechtigten Interessen unserer Mitglieder - in diesem Fall für eine faire Vergütung von Plattformen wie YouTube - erfolgreich durchzusetzen. 

Ich würde mich über die Möglichkeit freuen, die Geschäftsstelle in diesem Bereich weiterhin zu unterstützen. Als langjähriger Sprecher des Politik und PR Ausschusses kann ich vielleicht auch etwas zur Kontinuität unseres Dialogs mit Vertretern der Politik beitragen.

2. Aktuelle Entwicklungen für Musikverlage

Ich freue mich sehr, dass die MVV (Musikverleger im VUT) Arbeitsgruppe mittlerweile zu den aktivsten Gruppierungen des VUT zählt. Auch für Verlage verändern sich Geschäftsmodelle und Umfeld seit Jahren rasant, es ist wichtig, auch und gerade kleinen Verlagen Gehör zu verschaffen. 

Hierum bemüht sich der MVV, ich würde mich freuen auch weiterhin einen Beitrag leisten zu dürfen.


Petra Deka



Vita

Seit 2009 Verlagsleiterin des ACT Publishing / KLAWEI Musikverlags sowie Prokuristin der ACT Music+Vision GmbH+CO.KG.
Seit Februar 1999 Mitarbeiterin des Labels und Verlags ACT in den verschiedensten Tätigkeitsbereichen mit den Schwerpunkten Exportmanagement, Verlags- und Vertragswesen.
Seit 2009 aktives Mitglied im VUT Süd und seit 2010 Projektleiterin der VUT Süd-Veranstaltung KLANGfest München.
1991 – 1998 verschiedene Tätigkeiten im Live Musik Bereich wie u.a. Gründung der Booking Agentur Art of Music mit dem Schwerpunkt Europa-Booking für amerikanische und britische Künstler, Tourneebetreuung internationaler Bands in Europa, Freelance Arbeit für verschiedene Label und Agenturen.

Motivation

Liebe VUT Mitglieder, liebe Kolleg_innen,

in den letzten zwei Jahren meiner Vorstandstätigkeit für den VUT konnte ich mich – neben einigen anderen Beiträgen – hauptsächlich um die Belange des Ausschusses für Mitglieder, Fachgruppen und Regionen kümmern, was mir viel Spaß gemacht hat.

Mit der Neuausrichtung des VUT Nord, der Gründung des VUT Ost in Leipzig, der Aktivierung einer VUT Süd Gruppe im Raum Stuttgart und zuletzt der Entscheidung, eine Fachgruppe Jazz im VUT zu bilden, die aus dem bisherigen Jazz & World Partners e.V. hervorgeht, haben wir in den letzten zwei Jahren viel geschafft.

Ich freue mich, dass wir so viele aktive Mitglieder in den verschiedenen Regionen haben und dass die Bündelung von Workshop-Aktivitäten für alle Regionen durch die Geschäftsstelle bisher sehr gut geklappt hat.

Die EBV und GVL-Problematiken haben wir als Verband, durch den Zusammenschluss in Fachgruppen und gemeinsame regelmäßige Telefonkonferenzen bislang bestmöglich gemeistert und ich bin sicher, alle, die hier teilgenommen haben sind sich einig, dass der gegenseitige Erfahrungsaustausch und die Expertise seitens des VUT eine große Hilfe waren.

Gerne würde ich auch weiterhin meine Arbeit in Dienst dieses und einiger anderer Ausschüsse stellen.


Ronny Krieger

Vita

1991-1994 gelernter Bankkaufmann, parallel Produzent und DJ / 1994 Plattenladenbetreiber / 1995-1999 Presse- und Radio Promotion beim EFA Medien Vertrieb / 1999 freier Promoter für Tresor Records, BPitch Control u.v.a. / 2000-2004 Label Manager kanzleramt (Anthony Rother, Johannes Heil, Alexander Kowalski ...) / 2004-2008 erst International Sales Director, dann VP of Content von Beatport in Berlin, ab 2009 CPO bei Beatport in Denver / von 2010 bis 2012 gelegentlich Gast-Dozent für Digitale Medien und Social Media Marketing bei der e.b.a.m. Akademie, sowie International Music Business bei der Popakademie Baden Würtemberg / von 2010 bis Ende 2017 u.a. freier Berater für Modeselektor, Moderat, Monkeytown, 50 Weapons, FatDrop, Shutterstock, Digitally Imported, Native Instruments, Booka Shade, Blaufield Music, LANDR / seit Januar 2018 CEO bei MOD Devices in Berlin

Motivation

Ich würde mich gerne auch für die kommenden 2 Jahre erneut zur Wahl stellen. Der VUT hat in den vergangenen Jahren mit Hochdruck an einer Modernisierung seiner Strukturen gearbeitet und ist somit deutlich schlagkräftiger geworden. Ich sehe meine Rolle hier explizit in der Berücksichtigung neuer Technologien und gleichsam als Stimme für junge Künstler und Labels, sowie neue Musiktrends, aber auch etablierte Nischengenres, die in der öffentlichen Wahrnehmung gerne vergessen werden. Als Teil des Wirtschaftsausschusses, sowie des Indie Days/VIA Award Ausschusses möchte ich mich auch weiterhin mit vollem Elan für unabhängige Musik einsetzen.


Christin Kunick


Vita

Christin Kunick ist seit 2014 Label & Publishing Managerin bei Piranha Records & Publishing, unter dem Dach des Berliner Unternehmens Piranha Arts. In Zusammenarbeit mit dem internationalen Vertrieb !K7 und Verlagsadministrator Schacht arbeitet sie mit einem Katalog von über 150 Alben und 1200 musikalischen Werken aus Afrika, Asien, Amerika und Europa - mit neuen Sounds des Global Pop im Dreiklang von Globalisierung, Tradition und subkulturellen Verständnis. Zusätzlich kuratiert sie eine jährliche Sync-Konferenz auf dem Musik Networking Event WOMEX. In 2012 bis 2014 absolvierte Christin Kunick die Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien und befindet sich momentan im berufsbegleitenden Studium im Bereich Wirtschaftspsychologie.


Daniel Meteo


Vita

Seit vielen Jahren ist Daniel Meteo als Manager des Berliner Künstlers Apparat tätig und verhandelt leidenschaftlich weltweit mit Filmproduzenten, Agenten, Labels, Musikern, Konzertveranstaltern und Verlagen. Außerdem ist er geschäftsführender Gesellschafter der Firma Random Noize Musick, die neben verlegerischer Arbeit für Künstler*innen wie Sascha Ring, Markus Popp, Pilocka Krach, Marco Haas u.v.a. auch diverse Plattenlabels unterhält. Allen voran das Berliner Indie-Label Shitkatapult mit mehr als 150 Veröffentlichungen. Daniel Meteo, geboren 1973 in Marburg, ist in Essen aufgewachsen und lebt seit 21 Jahren in Berlin. Diverse musikalische Veröffentlichungen als Künstler und ein fast beendetes Studium der Musikwissenschaft komplettieren seinen beruflichen Werdegang.

Motivation

Die Musikindustrie kommt noch lange nicht zur Ruhe. Die aktuell steigenden Umsatzzahlen beruhigen die Unabhängigen der Branche kaum, es betrifft, wenn überhaupt, nur ihre wenigen Bestseller. Trotzdem machen sich viele "Indies" längst die brutale Logik der Daten zu eigen, während gleichzeitig die klassischen Bindungen zu Künstler*innen (im Sog und Stress der eigenen Selbstvermarktung) immer mehr an Selbstverständlichkeiten einbüßen.  

Die neuen Player um Google, Netflix, Apple, Amazon, Hollywood sowie Agenturen und Marken stört diese Entwicklung kaum. Sie liefern immer schwierigere Angebote samt zunehmendem Druck. Dabei werden immer unverhüllter Forderungen nach Preisgabe umfassender Rechte (Leistungschutz wie auch verlegerische Rechte) formuliert, zu beinah jedem Preis. Existenzängste bei oft isolierten Verhandlungspartnern*innen wiegen dabei oft schwerer als Solidarität und eine langfristige Perspektive. Wie eine kleinteilige Verbandslandschaft (VUT, DMV, BVMI, Domus etc.) auf diese Entwicklungen richtig reagiert, ist eine so wichtige wie auch spannende Debatte, die ich gerne als Mitglied des Vorstandes begleiten würde.


Vivien Mierzkalla


Vita

Mit Abschluss des Studiums der Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig in 2009 verabschiedete sich Vivien Mierzkalla von dem ursprünglichen Traum Musikjournalistin zu werden und wechselte auf „die andere Seite”, mit dem Wunsch Künstler_innen und Bands unmittelbarer zu unterstützen. 

Neben Praktika bei Snowhite als auch Domino Recordings in Berlin, begann sie 2010 beim kurz zuvor gegründeten Label Humming Records und übernahm dort unter anderem die Label- und Künstler-PR für Veröffentlichungen von internationalen Bands wie K. Flay, DZ Deathrays, Sekuoia und Sea Moya sowie darüber hinaus Managementaufgaben für die in Köln ansässige Band VIMES.

Bei verstärker Medienmarketing, der Musik-PR-Agentur um Carsten Stricker und Sven Städtler, begann sie 2011 als Onlinepromoterin und beaufsichtigte Kampagnen für u.a. Courtney Barnett, Kamasi Washington, alt-J, Bon Iver und Mac DeMarco. 

Seit September 2017 ergänzt sie das europäische Team der Secretly Group - der Labelgruppe der unabhängigen US-Labels Dead Oceans (Slowdive, Mitski, Shame), Jagjaguwar (Angel Olsen, Bon Iver, Unknown Mortal Orchestra) und Secretly Canadian (Stella Donnelly, Damien Jurado, Whitney) – als Labelmanagerin für Deutschland und Österreich.  

Motivation

Sehr geehrte VUT-Mitglieder, 

Mein Wunsch lag und liegt schon immer darin, hinter dem, was man beruflich repräsentiert, vollkommen stehen zu können und mit möglichst viel Herzblut dafür einzustehen. Das sehe ich für mich persönlich in der Arbeit für unabhängige Künstlerinnen und Künstler und bei unabhängigen Labels; in einer Gemeinschaft, die ähnliche Werte vertritt und auf Ungerechtigkeiten aktiv aufmerksam macht.

Im Tagesgeschäft, in dem man im unabhängigen Labelbereich unter Umständen Projektleiterin, PR-, Marketing- und Social Media-Profi, offenes Ohr für Künstler_in und Management, kurzum „Mädchen für alles“ ist, fehlt oft die Zeit den Blick auf das „bigger picture“ zu richten, daher ist es so förderlich auf den VUT und seine Vorarbeit und Hilfestellung bauen zu können. 

Um unabhängig arbeiten und bleiben zu können, ist der generelle Austausch hilfreich und Alltags- aber auch langfristige Problemstellungen, die häufig sehr ähnlich sind, gemeinsam anzuge hen, um sie so für alle zu verbessern, enorm wichtig. Dass der VUT genau diese Ziele verfolgt, kritische Punkte definiert und Inhalte aus u.a. Politik und Wirtschaft für seine Mitglieder generell greifbarer macht, motiviert mich Teil des Vorstandes zu werden, um diesen zu unterstützen, aktiv mitzugestalten und an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Musikunternehmen und Künstler_innen, die unabhängig bleiben, aber gleichzeitig die Möglichkeit haben wollen zu wachsen, mitwirken zu können. 

Ich freue mich darauf, mein umfassendes Wissen aus der bisherigen Arbeit bei unterschiedlichen unabhängigen, international agierenden Plattenfirmen, einer Musik-PR-Agentur und aktuell der Arbeit als Labelmanagerin für drei US-Labels in die Arbeit für den VUT einfließen zu lassen.

Darüber hinaus liegt mir die Frage nach einem modernen, inkludierenden Feminismusbegriffs, der Gender Equality und das Aufzeigen von sexistischen Strukturen im (leider auch independent) Alltag seit Jahren am Herzen. Mit der Arbeit für den VUT-Vorstand hoffe ich daher zum einen das Netzwerk der Music Industry Women entscheidend unterstützen zu können, um die Sichtbarkeit von Frauen in Musikunternehmen zu verbessern, und gemeinsam mit den männlichen Kollegen auf gleichberechtigte Bedingungen und einen praxisbezogenen, offenen, regen Austausch zu Fragestellungen in diesen Feldern hinzuarbeiten.

Vivien Mierzkalla


Hans-Ulrich Pohl

Vita

Geb. am 09.11.1957 in Göppingen 
1982 Staatsexamen als Diplom-Verwaltungswirt und Jurastudium in Tübingen       
Gründung Musekater Musikverlag 1993 und eigener Plattenfirma.   
Inhaber von 3 Verlagen und 4 Musik-Labels, Musikschule, Produktionen im eigenen Tonstudio für Radio und Fernsehen.   
Musikalischer Leiter des Theaters am Killesberg.   
Zahlreiche Veröffentlichungen als Produzent, Komponist und Künstler – auch in Mundart.      Delegierter der angeschlossenen und außerordentlichen Musikverleger aus Deutschland bei der GEMA bis 2011    
„Ordentliches Mitglied“ in der Kurie der Komponisten.   
IHK Prüfer für Musikfachwirt   
Gastdozent an der Macromedia Hochschule in Stuttgart   
Stellvertretender Landesvorsitzender des LV Baden-Württemberg des Deutschen Komponistenverbands   
Musikalischer Leiter Stauferkrone und Goldene Alpenkrone (Kompositionswettbewerbe im U-Bereich) 

Künstlerische Eckdaten und markante Produktionen:
Musicalproduktionen: Kennt Ihr Blauland, Barbarossa, Stonehenge u.a.      
Tätigkeit als Programmdirektor für Wieder-TV USA mit deutschsprachigem Fernsehprogramm 
Seit 1998 mit schwäbischem Comedy-Programm (Kaos-Plus-DUO) unterwegs. 

Motivation

Hallo,

generell bin ich jemand, der dort anpackt, wo es klemmt.

Meine Intention ist jedoch, die Öffentlichkeitsarbeit und die Stärken der einzelnen Sparten, die der VUT beherbergt, zu bündeln und die Kräfte für übergreifende Projekte zu mobilisieren.

18 Jahre als Delegierter der Musikverleger haben mich geprägt und ich glaube, dass hier noch viel Aufklärungsarbeit bei den kleinen Verlagen zu leisten ist.

Da ich meine Labels und meine Verlage alleine aufgebaut habe, kenn ich die Stolpersteine auf dem Weg zu einer kostendeckenden Arbeitsweise für Newcomer. Daher sehe ich meine Aufgabe den „noch kleinen“ Mitgliedern eine Möglichkeit an die Hand zu geben, mit Hilfe des VUT nicht auf sich selbst gestellt zu sein, sondern zusammen Wege zu finden, die unabhängige Labels und Verlage stärker macht.

Wenn wir uns gemeinsam am  Musikmarkt mit unseren Produkten positionieren und richtige Weichen stellen, haben alle eine Chance erfolgreich zu sein. 

Da die größeren Städte meist schon abgedeckt sind, ist es m.E. notwendig großflächiger zu denken. Die Regionalgruppen  stärken um dann gemeinsame Projekte durchzuführen wäre ein wichtiger Schritt weitere Mitglieder im ländlichen Bereich  zu gewinnen und an den VUT zu binden. 

Auch findet abseits der großen Metropolen viel an „Kultur“ statt, die gebündelt ein nicht zu vernachlässigender Faktor der Musikindustrie ist. Hier kann und sollte ein Schwerpunkt der Arbeit liegen.

Gemeinsamkeit und flächendeckende Öffentlichkeitsarbeit sehe ich als Grundlage für den Erfolg  für den Verband ebenso wie die Stärkung der Regionalgruppen und die Förderung regionaler Projekte. 


Tom Reiss



Vita

Geschäftsführer La Chunga music publishing, Berlin
Anfang der 80er Jahre von Beverungen nach Berlin gezogen
Rock-Band gestartet, Platten aufgenommen und veröffentlicht, durch Europa getourt.
Ende der 80er: Gründung des Labels Hellhound Records, mit Booking und Verlagsservice
1996-2000: freier Mitabeiter bei City Slang
2000: Gründung Musikverlag La Chunga music publishing GmbH
2005: Start des Musikprojekts „Die Mukketier-Bande “, Musik für Kinder & Erwachsene

Motivation

Eine Reform der Tantiemenverteilung für digitale Musiknutzungen ist dringend erforderlich. Die Lizenzabgaben der Online-Plattformen sind viel zu gering.

Wir müssen uns weiterhin massiv für eine Reform einsetzen, Allianzen bilden, vor allem an einer breiten Aufklärung in der Öffentlichkeit arbeiten, um einen fairen, gerechten und lebhaften digitalen Binnenmarkt für Musik zu schaffen. Wir, die Urheber, die Kreativschaffenden, die kleineren Plattenfirmen und Verlage sollten gemeinsam mit dem VUT regelmäßig und gezielt Aufklärungskampagnen starten und den vielen musikbegeisterten Menschen da draußen endlich einmal verständlich erklären, worum es eigentlich geht, wie gering und ungerecht momentan vergütet wird und wie man es besser machen könnte. Kurz, prägnant, argumentativ eindeutig und nachvollziehbar für jedermann.

Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Konsumenten, gerade auch die junge Generation, dafür zu sensibilisieren, dass Musik einen hohen Wert hat, dass Musiker viel Zeit, Herzblut und Geld in ihre Aufnahmen stecken und dass Labels ebenfalls viel investieren müssen, um überhaupt Musik veröffentlichen zu können.
Darum kann und darf Musik nicht umsonst oder für 0,007 cent oder für noch weniger im Netz zur Verfügung stehen.

Eine Stärkung der Verhandlungsposition der Kreativen, der kleinen Label und Verlage gegenüber Online-Plattformen ist daher dringend erforderlich.
Der VUT setzt sich bereits engagiert dafür ein und ich würde ihn gerne in Zukunft dabei unterstützen.

Künstlersozialabgabe - Die Notwendigkeit einer KSK-Reform

Die Künstlersozialkasse ermöglicht den freien Künstlern eine Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Eine gute Sache für die Künstler und auf jeden Fall unterstützenswert. Für Betriebe, Auftraggeber, kleine Labels und Verlage stellt die KSK Abgabe eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Nicht nur für Zahlungen an KSK-Mitglieder besteht die Abgabepflicht, sondern Abgaben sind generell auf künstlerische Leistungen zu entrichten, auch für Lizenzzahlungen an ausländische Künstler, die weder ihren Wohnsitz in Deutschland haben, noch Mitglied der KSK sind.
Man könnte z.Bsp. die Abgabepflicht auf Leistungen derjenigen beschränken, die tatsächlich von der KSK profitieren.
Darüber würde ich gerne intensiver mit den Mitgliedern des VUT diskutieren und neue Reformvorschläge erarbeiten.


Oliver Schiller-Sittl

Vita

Der klassisch ausgebildete e-Gitarrist und Mandolinen-Spieler ist anfänglich als Musikjournalist für verschiedene Print und TV-Fomate (Süddeutsche Zeitung, BR, Tele 5) sowie als Tourmanager u.a. für Mama Concerts tätig, bevor er als langjähriger international A&R/Marketing Manager bei der BMG/RCA einsteigt. 1997 wechselt Oliver als Director A&R zu edel records, zwei Jahre später nimmt er den Posten des Vice President A&R bei Koch Records ein. Nach Stationen bei VIP International und RTL Media Group / RTl 2 Publishing sowie zuletzt 9 Jahren bei Believe Digital nimmt er 2018 seine Tätigkeit als Vice President A&R / International Sales bei feiyr.com / Nova MD / Dance All Day GmbH auf. 

Oliver hat einen MBA der Technischen Universität München und der Tsinghua University Bejing und hält Vorlesungen zum Thema „Globale digitale Distribution und Online Marketing“ an der Fakultät für Medien der Universität Siegen.

Motivation

Mein 6-jähriges, aber bislang vergebliches Engagement für eine sachgerechte und damit auch menschlich gerechte Verteilung der YouTube-Erlöse. Das Thema bleibt ja virulent…

Denn der an sich differenzierte und detaillierte Plan zur Verteilung der YouTube-Pauschalzahlung „auf Zuteilung“ und nicht gemäß "tatsächlicher Nutzung“ für die letzten 6 Jahre nimmt einfach so die Falschdarstellung der GEMA hin, man könne nicht nutzungsbasiert abrechnen, weil YouTube keine Daten rausgebe.

YouTube hat tatsächlich keine Daten, wie auch? Kleine Mädchen + große Jungs füllen keine Metadaten-Sheets aus, wenn sie etwa bei YouTube hochladen! Die Digital-Vertriebe haben aber die Daten - und die ganzen Abrechnungen der Nutzungen der Master auf YouTube. Denn über den Fingerprint weiß YouTube durch den „Match“, an welchen Master-Owner / Label Werbeerlöse nutzungsbasiert abzurechnen sind. Und diese finden sich folglich in den Abrechnungen der Digitalvertriebe unter "YouTube-Monetariserung“. Dort ist exakt erfasst, welcher Titel wieviel Geld auf YouTube erwirtschaftet hat. Und in den Metadaten der Vertriebe zu jedem einzelnen Song stehen ja die Komponisten und Texter drin. Mit den "Unterlagen" der Vertriebe könnte folglich die GEMA, wenn sie denn wollte, exakt erfassen, welcher Autor wie oft zum Einsatz kam - und wieviel Geld sein Song "erwirtschaftet" hat. Klar ist, dass dies ganz andere sind, als diejenigen, die jetzt in den Genuss des Geldes "auf Zuteilung" kommen...
Honi soit, qui mal y pense…
Wenn es ganz blöd läuft stellen sich ein paar Deutsch-Rapper / Texter/ Komponisten mit ihren Master-Abrechnung der letzen 6 Jahre hin, wedeln mit Ihren Abrechnung-Blättern aus denen sich Hunderte-Millionen Views exakt erfasst ergeben - und stellen keinen Härtefall-Antrag auf die lächerlichen 2 % „Kompensationsfond der gesamten YouTube-Verteilungssumme", sondern gehen gleich zum Patentamt, damit dieses dann die GEMA dicht macht. Denn diese Regelung ist schäbig, weil sie diejenigen, die mit ihrem Content das Geld auf YouTube erwirtschaftet haben, ganz klar übervorteilt. So sollten Kollegen nicht miteinander umgehen!

Für eine gerechte Verteilung möchte ich mich im Vorstand einsetzten. Und es sollte das Bestreben eines Indie-Vereins sein, hier für Fairness zu sorgen.


Frank Spilker



Vita

Ich bin Sänger, Texter und Musiker der Band Die Sterne, die Mitte der achtziger Jahre innerhalb des von mir mit gegründeten Fast Weltweit Kollektivs und Labels anfängt, und sich später in Hamburg in beinahe der heutigen Besetzung neu formiert. Die erste Veröffentlichung mit ernst zu nehmenden Vertrieb erscheint 1991 auf L’Age D’Or und muss noch selbst promoted werden. Beide Labels und auch die Band selbst gelten heute zurecht als legendär, jedenfalls haben sie die Entwicklung der deutschprachigen Popmusik in den Neunziger Jahren entscheidend beeinflusst. Nach dem Gang durch die Institutionen (Polydor, Sony, Virgin und V2/Universal) veröffentlicht die Band und auch Frank Spilker Solo auf staatsakt oder dem eignen Label Materie Records, dessen einziger Mitarbeiter ich bin. 2013 erscheint mein Debut Roman „Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen.“ 2014 das Sterne Album „Flucht in die Flucht“ (staatsakt) und 2017 die Jubiläums Compilation “Mach’s Besser” auf Materie Records. Nebenbei moderiere ich die Sendung Frank-a-Delic auf ByteFm.

Motivation

Zur Erhaltung der Vielfalt der Musik im öffentlichen Leben setze ich mich als Künstler immer schon ein. Im Zusammenhang mit den Indies liegt mein besonderer Schwerpunkt beim Radio. Trotzdem es immer mehr Möglichkeiten und Plattformen zum Musikkonsum gibt, fällt es vor allem den kleinen Labels schwer, neue Künstler zu etablieren. Spürbare Impulse in der Medienlandschaft zu setzen ist eben oft immer noch eine Frage von Macht und Geld. Ein überregionaler Radiosender, der sein Publikum erreicht, könnte da Abhilfe schaffen, indem er die nötigen Schwerpunkte setzt. Da müssen wir dran bleiben. Die Chancen stehen gut, technologische Veränderungen bevor und die Politik signalisiert Unterstützung. 


Désirée J. Vach

Vita

Ursprünglich aus dem Rheinland kommend, gründete Désirée J. Vach 2009 Snowhite Records & Artist Management. Zuvor arbeitete Vach für das Independent-Label Kitty-Yo, das die Veröffentlichung von Tonträgern jedoch 2006 einstellte, woraufhin Vach Kitty-Yo verließ und die Leitung des Independent-Label Weekender Records Germany übernahm. Anfang 2009 beendete Vach ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin bei Weekender Records Germany und gründete Snowhite.

Désirée J. Vach ist Dozentin bei dem Projekt „DigiMediaL_musik“, einem Weiterbildungsangebot für Musiker_innen am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin, und ebenfalls tätig als Beraterin für GSA für den amerikanischen Digitalvertrieb INgrooves Music Group.

Motivation

Wie bereits in den letzten Jahren möchte ich den VUT und seine Aktivitäten unbedingt weiterhin ehrenamtlich unterstützen, um große Themen wie den Value Gap, die GVL-Thematik etc. nach vorne zu bringen, die bisher noch nicht zu unserer Zufriedenheit gelöst worden sind. 

Desweiteren möchte ich noch häufiger und offensiver das Gespräch mit Vertreter_innen der Poliktik & Wirtschaft suchen, um die Interessen unserer Mitglieder, besonders der KMUs zu verbessern und somit fairere Marktzugänge und zukunftsweisende Impulse für die unabhängigen Musikschaffenden zu ermöglichen. 

Strukturell in die Zukunft denkend müssen wir den VUT als wichtigste Macht der unabhängigen Musikunternehmen in Deutschland positionieren, die wirklich immer ein, zwei Schritte vor den anderen ist und im Rahmen des Möglichen auch politisch und gesamtgesellschaft progressiv agiert. Gerade in diesen Zeiten einer möglichen politischen Zäsur.

Das Thema Frauen bzw. unser Netzwerk Music Industry Women bleibt nach wie vor ein wichtiger Punkt auf meiner Agenda. 

Gemeinsam mit der sehr motivierten und effizienten Geschäftsstelle möchte ich das Profil des VUTs in den nächsten zwei Jahren noch mehr schärfen, national wie international.


Birte Wiemann

Vita

Ich bin noch immer Birte Wiemann. Im zweiten Jahr beim VUT-Vorstand, im 14. Jahr als Projektmanagerin bei Cargo Records, im 34. Jahr Musikfan (falls „Come Back And Stay“ von Paul Young als musikalische Erweckung gilt) und seit 20 Jahren Plattenspielerbesitzerin. Wahrscheinlich berufsbedingt Verfechterin von physischer Musik und derart berüchtigt dafür, schon beim kleinsten Anlass Vorträge über die Verworfenheit des großen Onlinehändlers zu halten, dass niemand in Familie und Bekanntenkreis mehr wagt, dort zu bestellen – oder sich zumindest nicht erwischen lässt. Ich halte das für ein Resultat.

Motivation

Vor wenigen Wochen im Urlaub in Schweden: Nicht weit vom rot-weißen Ferien-Holzhäuschen entfernt steht eine große, graue Halle mit der Aufschrift „Musikprodukter“. Die Halle ist offensichtlich leer, am Tor hängen Spinnweben. Darauf angesprochen erklärt die schwedische Ferienhausvermieterin (pensionierte Lehrerin, um die 70 Jahre alt) aus ihrem Gemüsegarten heraus: „They closed down because everyone is streaming music in Sweden.“ Kennen wir, wissen wir, haben wir auf dem Schirm (nur die Rentner*innen bei uns noch nicht): Value Gap, Umbruch, Einbruch, quo vadis, Musikwirtschaft. Das haben wir jederzeit auf dem täglichen Schreibtisch, im Zweifelsfall als individuelles Problem und als Einzelkämpfer*innen. Gut, dass wir den VUT haben, der unser Tagesgeschäft auf die politische Ebene hebt, am großen Ganzen arbeitet und uns eine gemeinsame Stimme gibt. Aber Moment mal! Der VUT sind doch wir alle! Ich glaube weiterhin, dass wir Indies eine Macht sind. Was daran anders als vor zwei Jahren ist? Nichts.


Thomas Zimmermann



Vita/Motivation

Ich bin seit Mitte der 90er Jahre Mitglied des VUT-Vorstands und übe das Amt des Schatzmeisters aus. Dabei bringe ich mein umfassendes Knowhow als Finanz- und Verwaltungsspezialist aus 37 Jahren eigener Tätigkeit in der Musik- und Medienbranche ein. Ich habe dabei mein eigenes Label (PASTELL) betrieben, war für Indielabels (Glitterhouse, Sub Pop, V2) wie auch Majors (Universal, CBS/Sony Music) tätig, im Gegensatz zu dem meisten meiner selbständigen Vorstandskollegen zumeist als Angestellter. Ich habe daneben die Finanzen der (Kölner) Popkomm. geleitet, war bei einem Musikverlag (MdF) und einer Filmmusikberatungsfirma (Daydream) beschäftigt und agierte acht Jahre lang als Controller bei dem Konzertveranstalter und Label DEAG und anderthalb Jahre als Director Finance bei der Unternehmensgruppe Hörstmann (HUG), die man durch Intro, Melt!, Splash! und Lollapalooza kennt. Derzeit arbeite ich bei Four Artists als Director Controlling.

Ich habe 1989 eine der ersten Diplomarbeiten zum Thema Independent Labels verfasst.

Es macht mir Spaß, kreativen Leuten den Rücken freizuhalten, damit sie sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können und sich nicht mit Papierkram aufhalten müssen. Ich kenne viele von Euch Mitgliedern persönlich und möchte Eure Interessen auch in den nächsten zwei Jahren vertreten.

Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Schulkindern und lebe in Berlin. 


Jorin Zschiesche

Vita/Motivation

Seit jeher vertrete ich die Werte der Independents und sehe den VUT als mein ideologisches zu Hause. In den letzten zwei Jahren als Vorstand hat es mir große Freude bereitet, mich im Sinne der Mitglieder einzubringen, mitzuhelfen und wirklich etwas zu bewegen. An dieser Stelle möchte ich nicht aufhören, sondern den Verband weiter nach vorne bringen. Deshalb kandidiere ich erneut als Vorstand des VUT.

Meine besonderen Prioritäten sind hierbei die wirtschaftlichen Umstände der Mitglieder: Ich möchte mich weiterhin nachhaltig für die Verbesserung dieser insbesondere bezüglich GVL, GEMA, Steuerrecht sowie digitaler Musikvertrieb und -vermarktung einsetzen.

Vor nun 10 Jahren habe ich recordJet gegründet, um eine unabhängige, innovative und transparente Möglichkeit für Labels und Musiker zu schaffen, ihre Musik zu vertreiben und neue Künstler aufzubauen. Dies funktioniert bis heute und weiterhin komplett ohne Investoren und sehr erfolgreich. Vor drei Jahren gründete ich mit einigen Freunden zudem die Filter Music Group, die unter anderem Geschäftsbereiche von Label & Verlag über Booking bis hin zu Management abdeckt. Meine Expertise im Aufbau von Indie-Unternehmen möchte ich gerne einbringen, Kooperationen unter den Mitgliedern fördern und auch den VUT innovativer und transparenter machen.

Ich würde mich sehr freuen, auch weiterhin mit viel Engagement für die Independents einzutreten.

Tags:

Kategorie: Vorstand

Zum Thema