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Indie Days 23.08.2016Autor_in: Verena Blättermann

Session: Let The Music Play - Wo die Musik spielt: Radio vs Streaming vs Playlist

Donnerstag, 22. September 2016, 13:30-14:30 Uhr @Schmidtchen

Das terrestrische Radio ist nach wie vor das beliebteste Musikmedium. Nicht nur bei der Vorstellung neuer Künstler_innen sondern auch als Promo-Plattform. Laut Radiozentrale GmbH hören knapp 77,7 Prozent aller Deutschen Radio und zwar mit einer Verweildauer von über 243 Minuten täglich. Die Hörer_innen sind ihrem Radiosender treu: Zapping findet kaum statt. Dem gegenüber stehen die Streaming-Anbieter, an erster Stelle Spotify. Spotify erklärte 2015, dass mehr als 75 Millionen Nutzer_innen über 20 Milliarden Stunden Musik über den Streamingservice gehört haben und über zwei Milliarden Playlisten erstellt wurden. Zudem haben sie mehr neue Musik und Künstler_innen entdeckt als je zuvor: „Dein Mix der Woche” verzeichnete in nur fünf Monaten mehr als 1,7 Milliarden Streams. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Playlisten einen tiefgreifenden Effekt auf Promotion, Vermarktung und Monetarisierung haben. Mit der Einführung der Radiofunktion bei Apple und Spotify haben beide Streamingdienste ihren Dienstleistungskatalog erweitert.

Was bedeutet das also für die Zukunft des Radios und den aktuellen Boom der Streamingdienste? Nehmen die Streamingdienste den Radiosendern die Hörer_innen weg oder ist es irrelevant für die Radios? Warum kauft das Internetradio Pandora den Streamingdienst Rdio? Auch ist es fragwürdig, warum die Vergütung bei Streamings oder der digitale Abruf aus den Mediatheken nur z.T. mit einem Zehntel im Vergleich zu On-Air-Radioplays vergütet werden. Warum darf eigentlich die Tracklist einer Radiosendung angekündigt und veröffentlicht werden, aber die eines Internetradios nicht?

Moderation:

Eric Eitel

Foto: Music Pool Berlin

Eric Eitel kuratiert Technologie-, Kunst- und Kulturprojekte. Er ist Vorstand des Kultur-Think-Tank all2gethernow e.V.und Gründungsmitglied von Music Pool Berlin, einer durch Musicboard Berlin und Europäischen Sozialfonds geförderten Beratungsstelle für Musikerinnen und Musiker in Berlin. Neben seiner kuratorischen Arbeit publiziert Eric Eitel Beiträge für Technologie- und Musikfachmedien und berät Unternehmen und Organisationen bei der inhaltlichen Positionierung und strategischen Kommunikation.

Sessionteilnehmer_innen u.a.:

Anja Caspary, Musikchefin, radioeins

 

Foto: Jim Rakete

Anja Caspary wurde 1964 in Frankfurt/Main geboren, sie studierte nach einer Ausbildung zur Physiotherapeutin  

Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin.

Seit 1989 war sie als Moderatorin beim rbb (früher SFB, ORB), sie gehörte 1997 zu den Gründungsmoderatoren von radioeins,  

moderierte  im Tagesprogramm  und in den  Musikspecials.

2015 wurde sie Musikchefin von radioeins/rbb.


Flea Hoefl von Löhneysen, Managing Director, Guerilla Music Promotion GmbH

 

Australian

Studied Law and Commerce in Sydney at the University of New South Wales : B Com, LLB

Historically:

Polygram - Head of Radio, Motor ( Hamburg , Germany )

V2 Records - Head of Promotion ( Berlin , Germany )

Currently :

Guerilla Music Promotion  - Founder & General Manager ( Berlin )

Embassy of Music & Embassy of Sound & Media - Head of International A&R ( Berlin )


Ruben Jonas Schnell, Managing Director & Editorial Director, ByteFM

 

Ruben Jonas Schnell, geboren 1968 in Hannover, lebt seit 1994 in Hamburg. Er ist Initiator, Geschäftsführer und redaktioneller Leiter des Webradios ByteFM. Der  Musikjournalist mit einem Magisterabschluss in Musikwissenschaften und Amerikanistik arbeitet seit den frühen 90er Jahren als freier Redakteur und Moderator für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Für Programme des hessischen Rundfunks, für den Deutschlandfunk, den WDR, für DeutschlandRadio Kultur, den MDR und SWR war er tätig. Ruben Jonas Schnell ist freier Mitarbeiter für die Musikredaktion „Nachtclub“ des NDR und Mitglied der Jury des Preises der Deutschen Schallplattenkritik

Richard Wernicke, Head of Content & Editorial GSA, Deezer

Foto: Deezer

Richard Wernicke ist bei Deezer seit 2013 als Head of Content & Editorial für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zuständig. Er leitet die Bereiche Musik, Hörbücher und Kids. Zuvor war Richard Wernicke als Label Relations Director beim Streaminganbieter Simfy, Senior A&R Manager bei EMI Music und A&R Manager bei Four Music tätig. Noch während seines VWL-Studiums an der Universität zu Köln leitete Richard Wernicke das Label Groove Attack Productions.

Tags: Indie Days

Kategorie: Indie Days

- Das komplette Programm der VUT Indie Days 2016 zum Download.

- VUT Indie House-Programm

- Programm am 21.09.2016

- Sessions, Keynote und Workshops vom 22. bis 24.09.2016

- Get-together: Music Industry Women

- Das Verleihungsfest der VIA! VUT Indie Awards am 22.09.2016

- Im Mitgliederbereich können VUT-Mitglieder vergünstigte Tickets für die Indie Days auf dem Reeperbahn Festival erwerben

- Fotomaterial der Panelist_innen steht hier zum Download bereit. Bitte nur mit Angabe der im Dateinamen vermerkten Fotograf_innen verwenden

Pressekontakt:

Verena Blättermann

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und politische Kommunikation

Tel: 030 53 06 58 59

Mail: blaettermann(at)vut(dot)de

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