Keine intransparenten Prüfverfahren bei Kulturpreisen und Fördermitteln

Die Vorgänge rund um den Deutschen Buchhandlungspreis 2026 haben eines deutlich gemacht: Die Unabhängigkeit von Jurys in der Kunst- und Kulturförderung ist ein hohes Gut, das es zu achten und zu schützen gilt. Öffentliche Förderung und Auszeichnungen sollten an klare Voraussetzungen gebunden sein – dazu gehört unter anderem, dass sich Fördermittelnehmer auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen.

Nun ist jedoch bekannt geworden, dass bei der Vergabe des Buchhandlungspreises das sogenannte Haber-Verfahren zur Anwendung kam. Dieses verfolge das Ziel "eine missbräuchliche Inanspruchnahme staatlicher Leistungen zu verhindern [und] richtet sich gleichermaßen gegen Organisationen mit rechts-, links-, ausländerextremistischem oder islamistischem Hintergrund." Im Zuge des Verfahrens könne das Bundesamt für Verfassungsschutz "frühzeitig in die Prüfung" einbezogen werden. Dessen Aussagen seien bewusst knappgehalten und geben an, ob verfassungsschutzrechtliche Erkenntnisse vorliegen oder nicht. Es sei ein "Widerspruch zu einer Strategie der ganzheitlichen Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus", Organisationen und Personen einen Vorteil zu gewähren, gegen die ebensolche Erkenntnisse vorliegen.

Laut Medienberichten wurde das Haber-Verfahren nun durch den Kulturstaatsminister bei der Vergabe des Buchhandlungspreises angewendet. Zudem kündigte Wolfram Weimer an, bei Preisvergaben künftig generell so vorzugehen.

Für den VUT gibt die Anwendung dieses Verfahrens Anlass zu erheblicher Besorgnis – auch im Hinblick auf unsere eigenen Mitglieder, die von der Anwendung künftig gegebenenfalls auch unmittelbar betroffen sein könnten.

Der VUT sieht es als notwendig an, dass die Frage, wer öffentliche Fördermittel erhalten soll und wer nicht, eine gesellschaftlich relevante und immer wieder neu auszuhandelnde ist. Welche Haltungen und Handlungen mit den Grundwerten unserer Demokratie unvereinbar sind, muss im gesellschaftlichen und auch im kulturellen Diskurs verhandelt werden – nicht durch ein intransparentes behördliches Vorprüfverfahren ohne Wissen der Betroffenen und ohne Möglichkeit, die Rechtmäßigkeit der Entscheidung der Behörde zu prüfen. Besondere Zurückhaltung ist zudem dort geboten, wo die Vermittlung und Verbreitung von künstlerischem Schaffen unter dem besonderen Schutz der Kunstfreiheit (Art 5 Abs. 3 GG) steht. Eine staatlich veranlasste Vorprüfung, bei der Personen nicht über die sie betreffende Abfrage und die weitergegebenen Informationen über sie informiert werden, schafft ein Klima der Verunsicherung. Nicht zuletzt gibt es begründete Zweifel bzgl. Angemessenheit des Verfahrens.

Aus Sicht des VUT muss staatliche Kunst- und Kulturförderung über unabhängige Jurys transparenten, klar definierten und öffentlich zugänglichen Kriterien und Leitlinien folgen, die für alle Antragstellenden nachvollziehbar sind. Die staatliche Gesinnungsprüfung vorab kann keine Lösung sein.

Der VUT hat in seiner Satzung eindeutige Grundsätze verankert: Als parteipolitisch und religiös neutraler Verband tritt er rassistischen, sexistischen, fremdenfeindlichen und anderen diskriminierenden und menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegen (§ 2 Abs. 1 VUT-Satzung). An solchen klar kommunizierten, rechtsstaatlich verankerten Maßstäben sollte sich Kulturförderung orientieren.

Der VUT wünscht sich insgesamt eine deutlich konsistentere Kulturpolitik, die für die Kultur in den kommenden Jahren eine essentielle (Planungs-)Grundlage bildet.

 

Weitere Informationen und Positionen:

Indie Days Köln 2026

Auch 2026 lädt die c/o pop Convention die Musikbranche und ihre Partner*innen zum großen Get-together nach Köln-Ehrenfeld ein. Am 16. und 17. April erwarten euch im und um die Convention-Zentrale Herbrand's zwei prall gefüllte Tage mit zahlreichen Talks, Panels, Sessions und Networking-Events zu aktuellen Themen aus der Musikbranche.

Bereits zum siebten Mal sind wir mit den VUT Indie Days zu Gast in Köln. Sie bilden im Rahmen der Convention den zentralen Treffpunkt für die unabhängige Musikwirtschaft aus dem In- und Ausland. Speziell für Musicbiz-Newbies gibt es außerdem im Rahmen des NEW TALENT-Programms an beiden Tagen wieder jede Menge Input von erfahrenen Branchen-Insidern.

Vielen Dank an MERLIN für die Unterstützung der VUT Indie Days!

 

Partnertickets für VUT-Mitglieder

VUT-Mitglieder haben die Möglichkeit das "Pro-Ticket" für Convention und Festival zu einem reduzierten Preis zu erwerben. Den Code für die Partnertickets findet ihr im Mitgliederbereich unter diesem Link.

Für Mitglieder bieten wir außerdem am 9. April ein digitales Vorab-Treffen um sich im Vorfeld der Konferenz zu vernetzen und über Pläne auszutauschen. Mehr Informationen und die Anmeldung findet ihr unter diesem Link.

 

Programm Indie Days

Unsere Panels und Workshops maßgeschneidert für die unabhängigen Musikunternehmer*innen im Rahmen der c/o pop Convention findet ihr im Folgenden:

 

Networking: MEWEM Speedmentoring

16. April
13.15-14.15 Uhr
Stage 5

Mentor*innen:

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Bei Interesse meldet euch bis 31.3. an:
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Networking: FLINTA* & friends

präsentiert von MEWEM, fæmm, Female Voice (BDKV), GEMA frauennetzwerk, Keychange, music is her passion, musicNRWwomen* & MusicWomen*Germany
16. April
14.15-15.15 Uhr
Biergarten im Herbrand's / Networking Area A
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Workshop: Musikrechte & KI – Überblick zu KI-Training, Output, Vergütung, GEMA, Lizenzmodellen, Plagiatsrisiken und Rechteketten

17. April
12.00-13.00 Uhr
Ort tbc

Speaker*innen:

Weitere Informationen tbc

 

Roundtable: Beyond the Gatekeepers – Neue Allianzen zwischen Labels, Läden und Fans

17. April
12.00-14.15 Uhr
Stage 6
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Bei Interesse meldet euch bis 13.4. an:
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Workshop: Das Einmaleins der Musikwirtschaft – Strukturen, Rollen und Zusammenhänge zwischen Artists, Labels, Verlagen & Verbänden

17. April
12-13 Uhr
Stage 5

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Panel: Zwischen Karriere und Care – Warum Elternsein noch immer herausfordernd ist und wie es trotzdem gelingt

17. April
15.15-16.15 Uhr
Herband's Club

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Roundtable: Wenn Algorithmen Gleichklang erzeugen – Künstlerische Individualität vs. generative KI

17. April
16.30-17.30
Stage 6
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Bei Interesse meldet euch bis 13.4. an:
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Das komplette Programm der c/o pop Convention findet ihr unter diesem Link.
Mehr zur c/o pop Convention erfahrt ihr unter c-o-pop.de/convention.

EU-Kommission genehmigt UMG-Übernahme von Downtown – VUT sieht Enttäuschung für Independent-Szene

Die Europäische Kommission hat den umstrittenen Erwerb von Downtown Music Holdings durch die Universal Music Group (UMG) trotz intensiver Prüfung im Rahmen einer ausführlichen "Phase-II"-Untersuchung unter Auflagen genehmigt. Zu den Bedingungen gehört unter anderem der vollständige Verkauf der Royalty Accounting-Plattform Curve, um wettbewerbsrechtliche Bedenken zu adressieren.

Der europäische Dachverband der Independent-Branche IMPALA würdigt, dass der Fall außergewöhnlich gründlich geprüft wurde und strenge Auflagen erlassen wurden. Zugleich bleibt IMPALA aber kritisch: Die Entscheidung sende ein wichtiges Signal für künftige Fusionskontrollen, lasse aber Risiken für Wettbewerb und kulturelle Vielfalt bestehen.

VUT-Vorstandsvorsitzende Dr. Birte Wiemann: "Erst gestern haben die europäischen Entscheidungsträger*innen auf dem 'informal retreat' in Belgien darüber diskutiert, wie denn die europäische Wirtschaft im Angesicht US-amerikanischer und chinesischer Dominanz zu unterstützen sei. Der UMG/Downtown Fall schließt nahtlos an diese Fragestellung an. Während es auch um Dateneinsicht und Einzel-Assets geht, ist der viel entscheidendere Punkt die freie Wahl und der Marktzugang für unabhängige europäische Unternehmen jenseits multinationaler Kraken-Strukturen. Die Arbeit der EU-Kommission war beeindruckend, besonders in ihrer Gründlichkeit in der Phase II. Es ist beruhigend, dass diese Instrumente der EU greifen und funktionieren, doch das Endergebnis dieses besonderen Falles kann nichts als eine riesige Enttäuschung für alle Independents sein."

Die Entscheidung der EU-Kommission markiert einen wichtigen Punkt im Ringen um fairen Wettbewerb und unabhängige Strukturen im europäischen Musikmarkt. Der VUT und die unabhängigen Akteur*innen werden die Entwicklungen weiterhin genau verfolgen.

Direktvergütungsansprüche benachteiligen Independent-Künstler*innen

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) zum Gutachten "Angemessene Vergütung insbesondere im Bereich Streaming und Plattform-Ökonomie" hat der VUT eine ausführliche Stellungnahme eingereicht. Darin warnen wir vor den negativen Folgen von gesetzlich verordneten Direktvergütungsansprüchen für Interpret*innen.

Das vom BMJV beauftragte Gutachten untersucht Vergütungsmechanismen in der digitalen Kreativwirtschaft. Obwohl es sich explizit nicht auf die Vergütung für Tonträgernutzungen bezieht, hätten die diskutierten Direktvergütungsansprüche über Verwertungsgesellschaften direkte Auswirkungen auf die Zahlungsströme im Musikstreaming. Das Gutachten behauptet, Direktvergütungen könnten sich als wirksamer Vergütungsmechanismus erweisen und zu einer Besserstellung für Urheber*innen führen.

In unserer Stellungnahme machen wir deutlich: Die nutzungsgenaue Vergütung muss als Goldstandard erhalten und gestärkt werden, statt sie zu verwässern oder schleichend abzuschaffen. Wird ein Track digital vervielfältigt und gestreamt, sollten die Musikschaffenden für genau diese Nutzungen angemessen vergütet werden. Um die Angemessenheit der Vergütung sicherzustellen, sieht das Urheberrechtsgesetz die Möglichkeit vor, gemeinsame Vergütungsregeln zwischen Vereinigungen von Urheber*innen bzw. Interpret*innen mit Vereinigungen von Werknutzenden zur Bestimmung der Angemessenheit von Vergütungen aufzustellen (§§ 36 Abs. 1, 79 Abs. 2a UrhG).

Direktvergütungsansprüche sollten grundsätzlich subsidiär zu gemeinsamen Vergütungsregeln sein. Durch gemeinsame Vergütungsregelungen wird das Ziel, die Angemessenheit der Vergütung sicher zu stellen, erreicht. Gemeinsame Vergütungsregelungen sind für die betroffenen Branchen das konkretere und damit geeignetere Instrument.

 

Weitere Informationen:

Faire Regelung bei der Aktivrente für alle Erwerbsformen: Selbstständige Musiker*innen und Musikunternehmer*innen nicht ausschließen!

Die Musikverbände PRO MUSIK, Deutsche Jazzunion, FREO, unisono und Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) haben die Einführung der sogenannten Aktivrente zum 1. Januar 2026 zur Kenntnis genommen. Der steuerfreie Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich für Personen, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, kann freiwillige Weiterarbeit im Alter ermöglichen und anerkennen.

Allerdings sehen wir mit großer Sorge, dass diese Steuervergünstigung ausschließlich für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit im steuerrechtlichen Sinne gelten soll. Selbstständig arbeitende Musiker*innen und Musikunternehmer*innen wären damit explizit ausgeschlossen – auch dann, wenn sie über die Künstlersozialkasse sozialversicherungspflichtig sind.

 

Ungleichbehandlung verletzt Gleichheitsgrundsatz

Die Begründung im Gesetzentwurf, selbstständig Erwerbstätige bräuchten keine Anreize zur Weiterarbeit, ist aus unserer Sicht zynisch und fachlich unhaltbar. Viele unserer Mitglieder sind im Rentenalter weiterhin künstlerisch aktiv – aus finanzieller Notwendigkeit, gesellschaftlichem Engagement oder persönlicher Berufung. Sie leisten wertvolle kulturelle Arbeit und zahlen als Mitglieder der Künstlersozialkasse seit Jahrzehnten Beiträge in die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Sie dürfen steuerlich auf keinen Fall gegenüber Angestellten benachteiligt werden.

Die geplante Schlechterstellung widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes (Art. 3 GG) und ist Ausdruck einer verfehlten Bevorzugung von Erwerbsarbeit, wenn sie in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsform stattfindet.

 

Selbstständige leisten Innovation und hohe Flexibilität

Die Annahme, selbstständige Musiker*innen würden kein "aktives Einkommen" erzielen, verkennt die Realität ihrer Arbeit. Ob im Unterricht, im Proberaum oder auf der Bühne – selbstständige Musikschaffende erwirtschaften ihr Einkommen durch persönliche Leistung. Der Ausschluss von den Steuererleichterungen der Aktivrente wiegt gerade in ihrem Fall ungleich schwerer, da ihre Selbstständigkeit oft durch prekäres Einkommen und unsichere Perspektiven geprägt ist.

Unsere Forderung: Wir fordern eine Korrektur des Gesetzesvorhabens:

Wir appellieren an Bundestag und Bundesrat, den Gesetzentwurf nachzubessern und eine faire Regelung für alle Erwerbsformen zu schaffen.

 

Unterzeichnende Verbände:

 

Pressekontakt:
PRO MUSIK – Verband freier Musikschaffender e.V.
Louisa Halter (Interim Geschäftsführerin)
mail@promusikverband.de
www.promusikverband.de

Deutsche Jazzunion e.V.
Camille Buscot (Geschäftsführerin)
post@deutche-jazzunion.de
www.deutsche-jazzunion.de

unisono Deutsche Musik- und Orchestervereinigung e.V.
Uli Müller (Pressesprecherin)
muelle@uni-sono.org
www.uni-sono.org

FREO - Freie Ensembles u. Orchester in Deutschland e.V.
Lena Krause /Geschäftsführerin)
krause@freo-netzwerk.de
www.freo-netzwerk.de

VUT - Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e.V.
Dr. Sandra Wirth (Referentin politische Kommunikation)
wirth@vut.de
www.vut.de

Forderungen zum Streaming der Zukunft

Das derzeitige Modell der Streaming-Abrechnung muss hinterfragt werden, da sie oft keine faire Vergütung für Künstler*innen garantiert. Vor diesem Hintergrund setzt sich der VUT für eine Reform des Streaming-Marktes ein, um eine transparentere, gerechtere und nachhaltigere Wirtschaftslage für Künstler*innen und Musiknutzer*innen zu schaffen. Im Vordergrund stehen die mit Musikrechten generierten Einnahmen und deren Verteilung sowie weitere Forderungen bezüglich Transparenz, Vielfalt und Nachhaltigkeit im Musikstreaming.

Die Herausforderungen sind vielfältig und verschärfen sich zunehmend. Allein auf Deezer werden täglich über 20.000 reine KI-Songs hochgeladen – das entspricht 18 Prozent aller neuen Lieder. Bereits jetzt ist etwa jeder dritte neue Track KI-generiert. Die Top 10 KI-Artists auf Spotify haben 2025 zusammen über 463.000 Pfund verdient, wobei einzelne Acts mehr Hörer*innen erreichen als etablierte Künstler*innen. Dabei stehen Künstler*innen bereits unter Druck, da ihre Werke ohne Zustimmung oder Vergütung für das Training von KI-Modellen genutzt wurden.

Das größte Problem besteht jedoch darin, dass von den Streamingplattformen nicht genügend Geld bei den Rechteinhabern ankommen. Nachgelagerte Verteilungsprobleme dürfen nicht von dieser grundlegenden Tatsache ablenken: Angemessene Vergütung fängt nicht bei der Verteilung der vorhandenen Einnahmen an, sondern bei der Generierung von Einnahmen bei der Musiknutzung. Die nutzungsgenaue Vergütung als Goldstandard wird untergraben, wenn Tech-Konzerne diktieren, ab wann sie überhaupt eine Vergütung für urheberrechtlich geschützte Werke entrichten.

Unter diesem Link befinden sich die Forderungen des VUT für ein Streaming-Modell der Zukunft untergliedert in die Themenbereiche:

Indie Days Hamburg 2025

Seit 2013 veranstaltet der VUT regelmäßig die Indie Days, Deutschlands größte Plattform für Recorded Music. Sie sind der zentrale Treffpunkt für die unabhängige Musikwirtschaft aus dem In- und Ausland.

Der Treffpunkt für die unabhängige Musikbranche auf dem Reeperbahn Festival

sanktpaulibar (Spielbudenpl. 29)
Donnerstag, 18. September von 10 bis 17 Uhr
Freitag, 19. September
von 13 bis 15 Uhr

Alte Liebe (Spielbudenpl. 21-22)
Freitag, 19. September von 10 bis 17 Uhr

Kommt am Reeperbahn-Donnerstag und -Freitag in die sanktpaulibar bzw. die Alte Liebe am Spielbudenplatz und trefft VUT-Mitglieder, Freund*innen, Vorstandsmitglieder und das Team der Geschäftsstelle!

Im Indie House finden Veranstaltungen, wie Workshops, Gremientreffen, Netzwerk-Events u.a. statt. Außerdem stehen euch beide Locations als Treffpunkt für eure Termine zur Verfügung. Hier könnt ihr euch mit euren Geschäftskontakten auf einen Kaffee verabreden.

Der Zugang zum Indie House steht allen VUT-Mitgliedern offen – ein RBF-Pass ist nicht erforderlich.

Vertreter*innen folgender Firmen und Institutionen stehen für Beratungsgespräche bereit (wir bitten hierfür um vorherige Anmeldung per E-Mail).

 

 

Programm am Mittwoch, 17. September 2025

VUT-Mitgliederversammlung

13:00-17:30 Uhr (Einlass ab 12:30)
Schmidtchen
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Networking:
Gemeinsamer Empfang von MVV, DMV und GEMA

17:30-19:30 Uhr
Sommersalon
Ohne Voranmeldung – first come, first served
Keine RBF-Akkreditierung notwendig
Weitere Informationen

 

Programm am Donnerstag, 18. September 2025

Panel:
How Gen Z is Shaping the Future of Vinyl Records

10:00-10:45 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Networking:
Good Morning Musikwirtschaft

presented by Forum Musikwirtschaft
10:00-11:30 Uhr
B2Beergarden
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Demo Listening Session:
Meet the friends of VUT – Dolby Atmos

10:00-21:00 Uhr
East Hotel
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Fireside Chat:
The Future Soundscape: Debating Music in the Age of Technology

10:30-11:30 Uhr
East Hotel - Bacardi Lounge

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Panel:
Die Bedeutung der Charts

präsentiert von TREFFEN
11:00-11:45 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Beratung:
Fachberatung Steuern

Speaker: Mayk Meier (amvyn Steuerberatungsgesellschaft)
11:00-12:00 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Weitere Informationen

 

Gremientreffen & Panel:
KI – Status Quo für Verlage

präsentiert von MVV (Musikverlage im VUT)
12:00-13:45 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Weitere Informationen

 

Networking & Beratung:
Meet the friends of VUT – Objects Manufacturing

12:00-13:00 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Weitere Informationen

 

Fireside Chat:
"Act United – Stay Independent" - Gegen den Strom: Selbstbestimmung trotz einer von Konzernen dominierten Industrie

13:30-14:30 Uhr
East Hotel - Olive + Pepper

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Networking:
Meet the friends of VUT – Muzlive & KiTbetter

13:30-14:30 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Weitere Informationen

 

Gremientreffen:
Labels im VUT

14:00-15:30 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Weitere Informationen

 

Panel:
Zwischen Theorie und Tagesgeschäft: Wie praxisnah ist die Ausbildung in der Musikindustrie?

14:45-15:45 Uhr
East Hotel - Ginger

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Networking:
Meet the friends of VUT – Tea Party with BKP & Partner Rechtsanwälte

15:30-17:00 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Weitere Informationen

 

Networking:
FLINTA* & Friends

präsentiert von Keychange, MEWEM, Bundes­stiftung LiveKultur, faemm, Music Women* Germany
17:00-20:00 Uhr
Bermuda Bar
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Preisverleihung:
VIA (VUT Indie Awards)

20:00 – 21:30 Uhr
Schmidts Tivoli
Teilnahme nur auf Einladung
Weitere Informationen

 

Programm am Freitag, 19. September 2025

Beratung:
Meet the Experts – Merlin

10:00-11:00 Uhr
Indie House (Alte Liebe)
Weitere Informationen

 

Demo Listening Session:
Meet the friends of VUT – Dolby Atmos

10:00-21:00 Uhr
East Hotel
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Panel:
From Glo­ba­li­za­ti­on to Iso­la­ti­on? – Cultural Change in the USA and Its Impact on the European Music Market

10:30-11:30 Uhr
East Hotel - Olive + Pepper

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Networking:
Triff den VUT-Vorstand!

10:30-11:30 Uhr
Indie House (Alte Liebe)
Weitere Informationen

 

Networking & Showcase:
Neighborhood Assistance

präsentiert von VUT Nord, POP Office Bremen, popNDS, PopKW und Popnet.sh
10:30-12:30 Uhr (Reception)
12:30-17:00 Uhr (Showcase)
Grüner Jäger
Der Eintritt zur Reception ist ohne ein Ticket möglich. Wir bitten lediglich um eine Anmeldung über diesen Link.
Um das Musikprogramm ab 12:30 Uhr zu besuchen ist ein Festivalticket erforderlich
Weitere Informationen

 

Panel:
"Together We Stand - Divided We Fall?" Ideen zum Erhalt der Vielfalt in der Musikwirtschaft

präsentiert von Forum Musikwirtschaft
11:45-12:45 Uhr
East Hotel - Amber

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Workshop:
Von der Ausstrahlung zur Vergütung: Die Daten- und Vergütungsströme der GVL

13:00-13:45 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Workshop:
Conquering playlists and get your music heard: new methods by Groover

presented Groover
14:00-14:45 Uhr
Indie House (sanktpaulibar)
Speaker: Romain Palmieri (Co-founder and CEO, Groover)
Weitere Informationen

 

Networking:
Meet the friends of VUT – Bandcamp

14:00-15:00 Uhr
Indie House (Alte Liebe)
Weitere Informationen

 

Beratung:
Meet the Experts – GVL

15:00-16:00 Uhr
Indie House (Alte Liebe)
Weitere Informationen

 

Beratung:
Meet the friends of VUT – Groover

15:00-16:00 Uhr
Indie House (Alte Liebe)
Weitere Informationen

 

Weiterführende Informationen

Neu im VUT-Team: Pauline Weh

Seit Mitte Juni arbeitet Pauline Weh in der VUT-Geschäftsstelle als Referentin für den Mitgliederservice. Hier erfahrt ihr mehr über sie:

Erzähl doch mal, wie dich dein bisheriger Weg zum VUT geführt hat!

"Ich mache selbst Musik, habe parallel dazu auch auf Label- und Verlagsseite gearbeitet und Konzerte organisiert. Mit der Musikbranche bin ich also schon länger verbandelt. Ich freue mich, nun als neue Station beim VUT mit an Bord zu sein!"

Was fasziniert dich an der Musikbranche?

"Im Musikkosmos gibt es einen Haufen interessanter Leute – wie viele Menschen mit tollen Ideen, Visionen und Kreativität da zusammenkommen! Es rührt mich irgendwie, wie viele im Independent Bereich dranbleiben, obwohl die Bedingungen oft nicht leicht sind. Gute Musik findet immer wieder ihren Weg und so viele großartige Konzerte werden auf die Beine gestellt!"

Auf was freust du dich besonders beim VUT?

"Ich freue mich auf den Austausch! Als Referentin für den Mitgliederservice bin ich Ansprechperson für ganz verschiedene Leute. Dass ich dadurch Ideen und Projekte unterstützen kann, finde ich schön. Viele der Themen, für die der VUT sich engagiert, beschäftigen mich auch aus meiner Perspektive als Musikerin. Ich freue mich, beim VUT mitdenken und auch mitgestalten zu können, wenn es darum geht, gerechtere Verhältnisse in der Musikbranche zu schaffen."

Wir alle in der Geschäftsstelle verbringen auch einen Großteil unserer Freizeit mit Musik. Wie sieht das bei dir aus?

"Musik spielt für mich seit Kindheit eine große Rolle. Ich bin in einem Musikhaushalt aufgewachsen, meine Eltern sind beide Musiker*innen. Mein Bruder und ich sind so groß geworden, dass zuhause eigentlich immer Musik lief. Das ist bei uns allen heute immer noch so."

Und zum Schluss: Wer sind deine Lieblingskünstler*innen und warum?

"Um's kurz zu halten: Portishead, Björk, Air, The Notwist, Anika, Tocotronic, SUUNS, Lena Platonos, Gudrun Gut, Kraftwerk... und noch viele mehr! Auch das gemeinsame Musikprojekt meiner Eltern hat mich sehr geprägt. Konzertmäßig toppt nichts das Björk-Konzert 2022 auf der Waldbühne, das war Magie."

Wie ihr Pauline erreichen könnt, findet ihr hier.

VUT Indie Days Köln 2025

Auch 2025 lädt die c/o pop Convention die Musikbranche und ihre Partner*innen zum großen Get-together nach Köln-Ehrenfeld ein. Am 24. und 25. April erwarten euch im und um die Convention-Zentrale Herbrand's zwei prall gefüllte Tage mit zahlreichen Talks, Panels, Sessions und Networking-Events zu aktuellen Themen aus der Musikbranche.

Bereits zum sechsten Mal sind wir mit den VUT Indie Days zu Gast in Köln. Sie bilden im Rahmen der Convention den zentralen Treffpunkt für die unabhängige Musikwirtschaft aus dem In- und Ausland. Speziell für Musicbiz-Newbies gibt es außerdem im Rahmen des NEW TALENT-Programms an beiden Tagen wieder jede Menge Input von erfahrenen Branchen-Insidern.

 

Partnertickets für VUT-Mitglieder

VUT-Mitglieder haben die Möglichkeit das "Partner-Pro-Ticket" für Convention und Festival zu einem reduzierten Preis zu erwerben. Den Code für die Partnertickets findet ihr im Mitgliederbereich unter diesem Link.

 

Programm Indie Days

Unsere Panels und Workshops maßgeschneidert für die unabhängigen Musikunternehmer*innen im Rahmen der c/o pop Convention findet ihr im Folgenden:

 

VUT Networking: Let’s Come Together

Präsentiert von amvyn, Handle With Care & WARM
24. April, 11:00–12:00
Stage 5
Weitere Informationen

 

Panel: Musikhandel im Wandel – Was Record Stores & Vertriebe brauchen

24. April, 12:00–12:45
Stage 5

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Dolby Atmos Listening Session: Exklusive Weltpremiere – staatsakt präsentiert "SUPERSPACE"

24. April, 13:00–14:30
Stage 5
Weitere Informationen

 

Fireside Chat: Why integrate radio monitoring into your workflow

präsentiert von WARM
24. April, 14:30–15:00
Stage 5
Weitere Informationen

 

Panel: Musik, Rechte, Tantiemen – Wie GEMA & GVL dein geistiges Eigentum schützen und vergüten

24. April, 15:00–15:45
Stage 5

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Meet the Experts: amvyn, Bandcamp, GEMA, Handle With Care, WARM

24. April, 16:00–17:00
Stage 5
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Dolby Atmos Listening Session

24. April, 17:00–17:30
Stage 5
Weitere Informationen

 

Networks Mash-Up

MEWEM, Bundesstiftung Livekultur, Music Women* Germany, Female Voice – Frauengruppe des BDKV,
musicNRWwomen* und faemm
24. April, 17:30–18:30
Stage 5
Weitere Informationen & Anmeldung

 

VUT Networking: Let's come together

präsentiert von KiTbetter
25. April, 11:00–11:30
Stage 5
Weitere Informationen

 

Workshop: Amplify your sync strategy

präsentiert von Bridge.audio
25. April, 11:30–12:00
Stage 5
Speaker:

Weitere Informationen

 

Panel: Mehr als nur Musik – Die Bedeutung von Künstler*innen und Songwriter*innen

25. April, 12:00–12:45
Stage 5

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Dolby Atmos Listening Session: Exklusive Weltpremiere – Kitschselektor präsentieren "Riverhouse"

25. April, 13:00–14:30
Stage 5
Weitere Informationen

 

Workshop: Die Zukunft der Musikindustrie – Herausforderungen, Chancen & neue Wege

präsentiert von Apakly
25. April, 14:30–15:00
Stage 5
Speaker: Ömer Hökelekli (Apakly)
Weitere Informationen

 

Panel: Zwischen Kunst und Business – Wie Labels und Verlage Künstler*innen stärken

25. April, 15:00–15:45
Stage 5

Speaker*innen:

Weitere Informationen

 

Meet the Experts: apakly, Bridge.audio, Key Production, kiTbetter, Merlin

25. April, 16:00–17:00
Stage 5
Weitere Informationen & Anmeldung

 

Dolby Atmos Listening Session

25. April, 16:00–17:15
Stage 5

 

VUT Networking: Let's come together

präsentiert von Bandcamp
25. April, 17:15–18:00
Stage 5
Weitere Informationen

 

Das komplette Programm der c/o pop Convention findet ihr unter diesem Link.
Mehr zur c/o pop Convention erfahrt ihr unter c-o-pop.de/convention.

GEMA-Reform Live (Verteilung und Kulturförderung)

Der VUT vertritt Independent Autor*innen und Musikverlage aus dem sogenannten U- sowie dem sogenannten E-Bereich. Wir begrüßen, dass die GEMA uns in ihre Vorhaben zu "Reform Live" einbezieht und wir setzen auf konstruktive Ansätze und Vorschläge, die wir wiederum unseren Mitgliedern über die MVV (Musikverlage im VUT) übermitteln können. Ebenso begrüßen wir grundsätzlich den solidarischen Leitgedanken im vorgestellten Reformvorhaben. Wir unterstützen es, weg von der Differenzierung von "U" und "E" hin zu einer vielfältigeren Bewertung zu kommen. Jene Differenzierung ist schon länger in der Kritik und wird von vielen als überholt empfunden. Der VUT setzt sich auch für die Öffnung bzw. Erhöhung von öffentlichen Fördertöpfen ein, die Künstler*innen verschiedener Genres fördern. Denn "Prekariat" gibt es in allen Genres.

Um die Auswirkungen der geplanten "Reform Live" besser beurteilen zu können, wären konkrete Zahlen/Beispielrechnungen hilfreich. Die Debatte auf theoretischer Ebene zu führen, ist schwierig. Aus unserer Sicht ist bisher nicht vollständig transparent, wie sich die "Umverteilungen" in der Anwendung, auch mit Blick auf zukünftige Modelle, darstellen. Vor allem wäre dies hilfreich vor dem Hintergrund des über die Jahre angehäuften Misstrauens unter GEMA-Mitgliedern, das sich auf der Grundlage von Intransparenz und unvollständiger Kommunikation gebildet hat. Es bleibt ein Gefühl, nicht alle relevanten Informationen vorliegen zu haben, um eine fundierte Diskussion führen oder gar abstimmen zu können.

 

Reform der Kulturförderung

 

neue Sparte KUK ("Kunstmusikkonzerte") und Verteilung

 

Ansprechpartnerin im VUT: Dorette Gonschorek (Sprecherin MVV – Musikverlage im VUT)

Diese Position des VUT – Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e. V. bezieht sich auf die bis zum 20. März im VUT bekannten Informationen zur "Reform Live" der GEMA.